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Sonntag, 26. Juli 2026

Was hat es mit Hühnergackern auf sich?

 Da kräht kein Hahn nach -
Doch, denn hier geht das Herz auf.

Hühner haben ein Herz. Und das auch für Menschen, wenn sie ihnen vertraut sind.

Diese Tatsache führte mir ein kurzes Video vor Augen, das in kurzen Clips besondere Beziehungen zwischen Mensch und Huhn zeigte. So viel Vertrautheit kannte ich vorher nur von anderen Tieren zu ihren Menschen. Aber ich bin ja auch nicht so der Typ, der besonders mit Vögeln auf dem besten Fuß steht. Ein frühes Kindheitserlebnis sorgte dafür, dass ich Angst habe, ihr Federkleid zu berühren, obwohl es sich eigentlich wirklich gut anfühlt. 
Aber dieses Video berührte mich sofort. (Und es war kein KI-Video, denn so etwas gab es da noch nicht. Dass man das heute dazusagen muss!)


Vom Clip zur Geschichte

Ich wählte das Video als Grundlage für mein nächstes Buch. Jeder Clip sollte Grundlage einer Geschichte werden.
Ich betrachtete mir jede Szene oft und sehr genau, und dann dachte ich mir eine Geschichte aus, in der diese Szene vorkommen konnte. Die Clips waren nur sekundenlang, manchmal mit einem Satz versehen, das ganze Video dauerte nur etwas mehr als eine Minute.
Und so entstand Geschichte nach Geschichte.

Die Krux mit dem Titel

Nach dem Beenden der Kurzgeschichten musste der Arbeitstitel in einen echten Titel geändert werden. Aber das ist so etwas, bei dem ich mich gern einmal vertue. Ausgangspunkt war ja die innige Beziehung zwischen Mensch und Huhn, also wählte ich ein Pars pro toto für den Titel: Von (Hühner-) Herz zu (Menschen-) Herz. Nur leider war dieses Bild schon vergeben, was ich viel zu spät bemerkte.

Was tun?

Mir geht es ja um die Verbindung zwischen Mensch und Tier. Nun ist es ja eine Gefühlsbindung, aber Kommunikation gehört ja auch dazu, und Hühner gackern nun mal. Was sie da gackern, nun das darf man in den Geschichten nachlesen. Und da ist der Titel dann etwas metaphorisch geworden.
Jedenfalls wird jetzt klarer, dass es um Geschichten mit Hühnern geht, obwohl auf dem Cover von Anfang an eines zu sehen war.
Allerdings fürchte ich, entweder bin ich zu generell oder zu speziell. Entscheidet selber.

...

Samstag, 23. Mai 2026

Winter pausiert mal kurz

 

Schritt für Schritt tappe ich in das eiskalte Wasser. Mein Herz braucht Zeit, sich an die Kälte zu gewöhnen. Es ist Ende Mai und endlich ist Anschwimmen im Freibad. Einen Monat später als sonst. Außerdem alles wie gewohnt. Außer ein, zwei Kindern bin ich die erste im Wasser. Ich trage ja auch meinen Shorty aus Neopren, ein nützliches Relikt aus alten Zeiten. Die ersten Schwimmzüge funktionieren nur im Zeitlupentempo, aber nach fünf Minuten ist das Eis gebrochen, und ich bewege mich delfingleich durchs Wasser. Herrlich. Auf dem Rücken mich treiben lassend beobachte ich die umliegenden Bergwälder. Noch vor gut zwei Wochen waren sie laubfrei, gerade mal die Obstbäume blühten zaghaft. Und auch nur vorsichtig entrollten sich später die maigrünen neuen Blätter. Seit zwei Tagen wurden sie sommerdunkelgrün, der einzige Hinweis dieses Jahr, dass es bald Sommer wurde.
Und dann war es doch über Nacht warm geworden. Wie lange das wohl anhalten würde? Würde der Juni noch wärmende Sonne erleben? Oder kehrte wieder einmal Schnee zurück? So war es bisher in diesem Jahr gewesen.
Ich erreichte den Schwimmbeckenrand, stieg aus und erklomm die Stufen. Mir blieb nur noch eines zu tun übrig: Einen weiten Sprung ins Wasser zurück. Und schon genoss ich den Flug durch die Luft, noch mehr genoss ich das Dahingleiten unter Wasser. Die Schwimmbadsaison war eröffnet.


Foto von Pexels


 
















 

Die Stärke
Er sehnt sich nach Deiner Nähe, da eure beiden Charaktere sich wunderbar ergänzen.

Seine Schwächen werden durch Deine Stärken aufgefangen, seine Emotionen durch Deine Herzlichkeit besänftigt. Er spürt eine tiefe Verbindung zwischen euch und möchte gerne mit Dir den nächsten Schritt hin zu einer gemeinsamen Beziehung wagen.

Wenn Du ebenfalls den Eindruck hast, dass ihr beide wie Ying und Yang zueinander passt, solltest Du ihn offenherzig an Deine Seite einladen.


Freitag, 22. Mai 2026

Chaosfreitag: Schaumblüten

 

Unterm dem Lebensbaum befand sich ein Beet mit etwa 16 Schaumblüten Filigram, die in voller Blüte standen. Die zarten weißen Blüten standen im erfrischenden Kontrast zu den herben, dunklen Nadeln der Thuja. Sabine hatte sich Tisch und Stuhl hierher herangerückt und bastelte jetzt an ihrem Edelsteinbäumchen. Die Blütenstängel inspirierten sie zur Anordnung der feinen Edelsteinchen; sie waren bunt, nicht einheitlich weiß, aber während ihrer Arbeit überlegte sich Sabine, wie so ein Bäumchen wohl mit nur weißen Steinen aussehen würde?
"Guck mal, Mami", rief Felix vom Gartenteich her. Er hielt ein fertig gefaltetes Papierboot in die Luft.
"Warte." Sabine nahm einen orangefarbenen Stein vom Tisch, ging zu Felix hinüber und legte den Stein ins Boot.
"So, jetzt ist dein Boot beladen. Schicken wir dein Floß auf Reisen, und gemeinsam setzten sie es behutsam aufs Wasser und machten vorsichtig Wellen, bis es in Fahrt kam.
"Dorthin", rief Felix' Mama und ging ein paar Schritte am Teich entlang. "Schick mir meinen Edelstein."
Felix steuerte konzentriert Fracht und Floß. Mühelos trieb es in die richtige Richtung. 
"Angekommen", rief Sabine freudig.
"Ich will meinen Stein zurück." Um den Stein ging's dabei weniger.
"Kommt sofort." Schon befand sich das Bötchen wieder im Wasser. Sabine sah plötzlich, wie durchfeuchtet der Kiel schon war. Sie bewegte eifrig das Wasser, und mit dem Berühren des Teichrandes sank das Schiffchen zur Seite.


   


Mittwoch, 29. Oktober 2025

Die Stille der Nacht

 

Die Sonnenstrahlen einer Biographie beleuchten die triumphalen Seiten des Lebens. Sicher, hier und da Scheitern ist die Würze dabei. Aber was wäre, wenn die Dunkelheit der Nacht ganz andere biographische Punkte erhellte? Was wäre, wenn alles ganz anders verlaufen wäre?
Anabel ist noch sehr jung, als sie eine Entscheidung trifft. Eine lebensverändernde Entscheidung... 


Eine Kurzgeschichte, die Abgründe aufzeigt. Abgründe der menschlichen Seele und inwieweit man sich von sich selber entfernen kann.









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Samstag, 29. Juni 2024

Was macht eine Kurzgeschichte aus? Merkmale einer Kurzgeschichte

Romane, Romane, Romane. In Buchhandlungen sind es immer die Romane. Im Deutschunterricht aber ist es immer die Kurzgeschichte, die besprochen wird.



Da ich lieber Kurzgeschichten als Romane schreibe, lasst uns doch einmal
 die Kurzgeschichte näher anschauen.

Die Kurzgeschichte unterscheidet sich deutlich von den Literaturformen des Romans und der Erzählung. Während die Novelle im deutschen Sprachraum eine eher untergeordnete Rolle spielt, sind Erzählungen bei einigen Autoren sehr beliebt.

 Ein bekanntes Beispiel ist Utta Danella, die sowohl Romane als auch Erzählungen geschrieben hat, die oftmals auch verfilmt wurden.


Wie unterscheidet sich eine Kurzgeschichte von anderer Prosa?

1. Der Anfang

Ein typischer Anfang wäre: Jeden Morgen verläßt H. um sieben Uhr früh das Haus. Heute aber verließ H. schon um sechs Uhr das Haus.

Zwei Sätze, und schon ist Spannung aufgebaut. Wie? Was? Warum verließ H. früher das Haus?

2. Die Handlung

Die Handlung einer Kurzgeschichte verläuft "geradlinig, d. h., es gibt keine Wendungen. Der Spannungsbogen zieht sich vom Anfang bis zu Schluss.

3. Der Schluss

Der Schluss kommt überraschend und ist selbst eine Überraschung. Der Schuß ist die einzige echte Wende in der Handlung einer Kurzgeschichte.


Aus diesen Merkmalen ergibt sich, dass eine Kurzgeschichte gar nicht sehr lang sein kann. Es wird sonst schwierig, den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten. Und auch die Gestaltung der Schlusspointe wird schwierig.


Ein einfaches Beispiel


Sie sah sich um. Ihr langes, blondes Haar flog ihr über Rücken und Schulter. Hinter ihr war niemand. Isa rannte weiter. Ein Zweig schlug ihr ins Gesicht. Sie hörte ein Knacken. War er das? Oder nur ein Eichhörnchen?

Nur wenige Meter noch, dann erreichte Isa den kleinen Bach. Sie sprang über ihn hinweg. Angst trieb sie an. Sie spürte ihre Beine kaum noch.

Hinter dem Bach hörte der Wald bald auf. Eine kurze Strecke führte ein Weg am Waldrand entlang. Dann führte er einen sanften Hügel hinauf. Isa schnaufte.

‘Ich muss es schaffen! Wer weiß, ob er hinter mir ist oder nicht.’ trieb sie sich an.

Die letzten Meter vor der Hügelkuppe keuchte Isa dann doch. Ihr Blick war nun zu Boden gerichtet, als könne sie so besser den Hügel bezwingen. Oder einfach nicht sehen wollen, was kommt.

“Da ist sie. Hurra! Isa, du hast es geschafft! Du bist schneller gelaufen als Bernd. Du hast ihn tatsächlich besiegt!”

Isa hob den Kopf und stoppte. Ja, sie war am Ziel des Waldlaufs angekommen. Und niemand von den anderen Läufern war zu sehen. Auch Bernd, der ewige Sieger, nicht. Diesmal nicht. Isa hatte gewonnen.


Diese banale Situation dient nur zur Erklärung. 

1. Anfang: Der erste Satz springt direkt in die Handlung. Wonach und weshalb sieht sie sich um?

Da war niemand. Aha, sie wird verfolgt. Kräftige Verben: Ins-Gesicht-schlagen, knacken.

2. Der Handlungsstrang ist hier wirklich sehr kurz, da es sich nur um ein Beispiel handelt. Er endet mit dem Nebensatz "was kommt".

3. Nicht ganz lupenrein im Beispiel ist der Schluss. Zwar schwenkt die Stimmung mit Beginn der wörtlichen Rede, insgesamt ist der Schluss aber doch noch im Verhältnis zu lang und kompliziert.

Dennoch wird der wesentliche Punkt deutlich. Von der spannungsgeladenen Anfangssituation ändert sich die Stimmung in Freude über den Sieg.

Ja, Isa brauchte ihren gesammten Kampfgeist, um Bernd in sportlicher Hinsicht zu besiegen. Und dennoch ging es nur um einen Waldlauf.

Und genau diesen überraschenden Wechsel ist das wesentlichste Kennzeichen einer Kurzgeschichte.


Sonderfall Short Short Story

In einigen meiner Buchbeschreibungen taucht der Begriff "Short Short-Story" auf. Was ist das? 

Es handelt sich um eine Sonderform der Kurzgeschichte. Short Story ist der englische Begriff für Kurzgeschichte.

Eine kurze Kurzgeschichte (short Short-Story) komprimiert die Merkmale einer Kurzgeschichte auf dichtesten Raum. Darin ähnelt sie einem Gedicht, wo Sprache auch verdichtet wird.

Aus diesem Grunde braucht eine Short Short-Story meist erfahrene Leser. Und sie gehört zu den kürzesten erzählenden Prosatexten.

Ich hatte früher ein Reclamheft mit Short Short-Stories, die meistens nur eine knappe, oder auch nur eine halbe Seite lang waren. 

Ich nutzte sie damals als Stoff für meinen ersten Englisch-Nachhilfe-Unterricht. Damals achtete ich nur auf die Textlänge und bemerkte zuerst nicht, dass der Inhalt für junge Schüler zu schwer zu verstehen ist.

Ich denke sogar, dass mit dieser Beschreibung der Merkmale die Short Short-Story der amerikanischen Kurzgeschichte näher steht als zum Beispiel den Kurzgeschichten aus der Nachkriegsära. Aber das sollte eventuell noch einmal, vielleicht in einem Essay, überprüft werden.


Donnerstag, 7. März 2024

Eiersuche - Eine Legende

Ostergeschichten

 Auszug:

Tief verborgen in den Bergen lebt es sich anders als in der Stadt. Und doch fand diese 

Geschichte ihren Weg aus der weiten Berglandschaft in die Welt.

Ihr müsst wissen, dass die Menschen hier sich gute Plätze in Tälern suchen, um ihre 

Siedlungen und kleinen Dörfer zu bauen. Die Tage im Sommer sind sehr lang. Dafür sind 

im Winter die Nächte lang. Darum ist den Menschen zum Feiern zu Mute, 

wenn der Frühling anbricht.

Natürlich leben in den Bergen nicht nur Menschen. Der Wald, die Hänge und

Täler waren von allerlei Getier bewohnt. Wenn der Frühling einzieht, sah man 

manchmal einen seltsamen Tanz auf einer Bergwiese. Hasen und Häsinnen jagen sich 

und scheinen mitten im Lauf zu stoppen und miteinander zu tanzen.

Nach solch einem wilden Spiel zog sich Liberta einst zurück und brachte zwei 

junge Hasen zur Welt. 

 weiterlesen?

 

 

 

Bild: Papierfresserchen Verlag

Text: Syelle Beutnagel 

Montag, 27. November 2023

Geschichten in aller Welt(sBücher)

 Die Kunst Geschichten zu erzählen, ist so alt. Und heute steckt sie tatsächlich in einer Krise. Ich will mich dieser Aussage von verschiedenen Seiten nähern.

1. Vor sehr vielen Jahren bekam ich das Buch "Watership Down" geschenkt und las eifrig. Gerne empfehle ich das Buch an dieser Stelle weiter.

Aber darum geht es mir hier gerade nicht. Kaninchen gehören nun nicht zu den Tieren, die gerne freiwillig umherziehen. Es gehört schon viel Mut dazu, dass Hazel, Fiver und ein paar Freunde dieses Abenteuer wagen.

Das Geschichtenerzählen nimmt in der Gruppe einen großen Stellenwert ein. Dies wird besonders deutlich, als sie einmal auf einen Kaninchenclan treffen, bei dem auch erzählt wird. Nur ist es hier irgendwie unnatürlich geworden. Die natürliche Erzählung ist vielen Einschränkungen und Regeln unterworfen, was zweifellos mit den Erlebnissen des Clans zu tun hat.

2. Schon früh begeisterte mich der Klang fremder Sprachen. Ich fand, und finde, dass jede Sprache ihre eigene Musikalität hat. Und so finde ich schön, einfach einmal einer fremden Sprache zu lauschen.

Aber ich fand es auch spannend, dass die meisten europäischen Sprachen gemeinsame Wurzeln haben. Ich lernte begeistert die lateinische Grammatik und von diesem Punkt aus andere europäische Sprachen. Erst später wendete ich mich dem Chinesischen, Arabischen und Altägyptischen zu, wo mir dann aber die Zeit fehlte.

Für mein Philosophiestudium allerdings lernte ich Altgriechisch. Und das war ein Zauber. Auch wenn ich nie gut darin wurde, beim Vokabellernen war das Philosophieren inbegriffen. Diese Sprache kannte Begriffe, die im Deutschen nicht eindeutig wiedergegeben werden konnten. Oft gab es vier, fünf Übersetzungsmöglichkeiten, und doch war der Begriff mehr als die Übersetzungen. Das unterschied Altgriechisch von Latein.

3. Während meiner Zweitausbildung waren Teile der TCM Bestandteil der Ausbildung. In der klassischen Akupunktur zeigt sich die ganz andere, sehr bildhafte Herangehensweise. Aber wie ich im Studium schnell mitbekommen hatte, folgte das Chineschische ganz anderen Sprachregeln. Einen Versuch, diesen Unterschied deutlich machen, unternahm ich in meinem "Fallbeispiel".

Noch heute frage ich mich allerdings, wie so eine uralte Hochkultur in eine so große Veränderung gehen konnte. Aber geschah nicht dasselbe mit dem alten Ägypten? Dem antiken Griechenland? Rom? Byzanz? Es scheint wirklich ein Kreislauf oder eine Wellenbewegung in den Kulturen zu geben, die von unglaublichen kulturellen Fähigkeiten in den Untergang führen. Woran das wohl liegt? Nun, einige altgriechische Denker haben sich schon damit auseinandergesetzt.

4. Vor langer Zeit lebte ich noch in einer Stadt, es war einfach, an Bücher zu kommen. Auch gab es gelegentlich Themenschwerpunkte, so dass besondere Bücher gedruckt wurden. So gab es in einem  Jahr viele Sonderausgaben zu chinesischer Literatur und Philosophie. Damals erschien erneut "Das wahre Buch vom südlichen Blütenland" von Dschuang Dsi, übersetzt von Richard Wilhelm, der damals ein Kenner war.

Nun fallen beim Lesen die vielen Geschichten auf. Ganz im Gegensatz zu Platon oder Aristoteles ist der Ton dieser Gespräche fantasiefordernd, erzählerisch, spielerisch, darum nicht weniger Ernst.

Während ich Lao-Tses Sprache im Tao-Te-Kin zwar sehr rhetorisch und kraftvoll finde, gibt es dort keine erzählerische Poetik wie bei Dschuang Dsi.

5. Dchuang Dsis Kapitel klingen oft so ähnlich wie Gleichnisse. Und doch lohnt es sich, dieses einmal an einem Beispiel in einem anderen Post zu vertiefen.

Gleichnisse kommen aber auch sehr viele in der Bibel vor. Nun gibt es bald so viele Meinungen wie Menschen über dieses Buch. Dennoch steht sehr viel Weises über eine gute Lebensführung darin. Während die Gleichnisse sofort davon sprechen, dass sie Geschichten sind, gibt es immer wieder Erklärungsversuche, ob die Orte, die Menschen in der Bibel gelebt haben, die Orte wirklich gewesen sind. 

Zwar finde auch ich diese Fragen spannend. Aber wichtig für die Interpretation finde ich sie nicht. Geht es doch viel mehr darum, ein gutes Leben zu führen und dieses durch Geschichten, Erzählungen und Gleichnissen verständlich zu machen. Natürlich ist der religiöse Lebensaspekt ein anderer als ein philosophischer. Und doch können sich beide des Geschichtenerzählens als Mittel bedienen. Und vielleicht könnten sie einander in der Praxis bedingen. So wie man in Seminaren philosophische Texte bespricht, bespricht man in Bibelkreisen die Bibel. Wie nun, wenn beide von einander lernten. Geht es beiden nicht um ein gutes Leben?

Ausblick

Geschichten rühren Menschen an. Und das von alters her. Geschichten berühren nicht nur Kinder, sondern die meisten Menschen. Deshalb bereichern sie auf natürliche Art unser aller Leben. Geschichten benützen Worte, Fantasie, Rhetorik. Das alles wächst mit Nutzung der Sprache. Wird sie allerdings eingeschränkt, beschnitten - wie bei dem Clan in Watership Down - degeniert Sprache. Und somit verringert sich auch Lebensqualität, die das Geschichtenerzählen so nebenbei bietet.

 

Donnerstag, 23. November 2023

Kurzgeschichten aus dem Jahr 2022

 Mich hat es immer überrascht, wie sich die einzelnen Geschichten zum Schluss hin zu einem runden Buch formten.

Im Nachhinein bin ich sehr froh darüber, denn so ergibt sich auch eine Art Rückblick für einen Zeitraum von jeweils etwa einem Jahr. Die älteren Bücher erinnern mich heute an Zeiten, die uns früher "normal" vorkamen, ohne zu wissen, was hinter den Kulissen bereits passierte. Ich bin heute sehr froh über diese EBooks, weil ich hoffe, dass diese Fröhlichkeit in der Natur wieder zurückkehrt.

Aber die Jahre haben ihre Spuren auch in meinem Schreiben hinterlassen. Der Kurzgeschichtenband 2021 "From Earth to Desert" ist keine leichte Kost mehr. Auf Wattpad fand er aber großen Anklang, gerade bei männlichen Lesern.

Noch weniger leichte Kost sind die sechs Geschichten aus dem Jahr 2022. Die Zeit lud nicht gerade zum Reisen ein. Und dennoch wurde eine Reise Grundlage mehrerer Geschichten. Die Absurditäten heutiger Zeit zeichnen sich dort schon deutlich ab. Mehr noch als ältere Geschichten dokumentieren diese sechs Kurzgeschichten das Bizarre der Gegenwart.

Und so wenig ich auf diese Geschichten vezichten möchte, bin ich froh, dass dieser Punkt vorrübergegangen ist. Mein letztes EBook aus diesem Jahr 2023 "Von Herz zu Herz" ist sehr viel optimistischer, gefühlvoller und ein echter Schatz.


Vom Schreiben von Geschichten

 Angefangen mit dem Schreiben habe ich mit Gedichten. Während meiner Ausbildung lernte ich dann auch, andere Texte zu konzipieren und zu schreiben. Mir sind aber bis heute die kurzen literarischen Formen am liebsten.


Veröffentlichen

Egal, ob in einer Zeitschrift oder online, das Veröffentlichen bringt mir stets große Freude. Online hat sich zwar viel entwickelt, aber eigentlich gibt es unglaublich viele Einschränkungen, wenn man seine eigenen EBooks veröffentlichen will.

1. Es gibt viele öffentliche Plattformen, jedoch geht man in der Menge leicht unter. Während man natürlich den Austausch sucht, möchte ich als Autorin genauso wie andere auch für meine Arbeit bezahlt werden.

2. KDP von Amazon bietet zwar eine große Reichweite, leider habe ich aber an meiner Gewohnheit festgehalten, zu meinem Namen zu stehen, und dadurch die Nachteile bitter gespürt. Auf keiner anderen Plattform ist man persönlichem Hass und Shitstorm so ausgeliefert.

Hinzu kommt, dass ständig die Sicherheiten erhöht werden, so dass die Gefahr groß ist, in seinen Account nicht mehr hineinzukommen.

Außerdem reagiert der Support nur nach Gutdünken. So konnte ich zum Beispiel meine Accounts nicht zusammenlegen.

3. Eigener Online-Shop  Sollte heute kein Problem mehr sein? Pustekuchen. Ja, einfacher gegenüber früher ist es geworden. Aber digitale Produkte anzubieten ist immer noch schwierig.

Fazit

Ich habe meine Kompromisse gefunden. Mein eigener Shop ist mir wichtig. In den Jahren hat es sich so ergeben, dass meine Kurzgeschichten im Laufe eines Jahres entstehen und dann zu einem Buch zusammengefasst werden. Bei diesem Prozess möchte ich meine Leser gerne mitnehmen.

Gerne höre ich aber auch eure Meinungen dazu. Schreibt mir doch in die Kommentare.



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