Montag, 16. Februar 2026

Bildschirmzeit

 Länger verweilt mein Blick auf dir,
Bärenkind.
Gast auf meinem Bildschirm
Lädst du mich zum Schauen ein.
Geborgen, lächelnd ruhst du
Umgeben von Narzissen und Krokussen.
Ein Luftzug rührt mich an
Und der frischen Kühle Einhalt gebieten wollend
Wendet sich mein Blick zum Fenster hinaus,
Wo kalter Winter mich zurück in Baumhöhle sehnen lässt.
Wohl ließ Spätherbst mich Endlosigkeit spüren,
Drum lud ich dich, Bärenkind, ein zu bleiben.







Samstag, 14. Februar 2026

Zimt und Muskat

 

Foto von Britta Gade auf Pixabay

Ein kleines Mädchen sitzt im Garten der „Milchbar“ in einem kleinen bayerischen Ort an einem Klapptisch und zappelt mit den Beinen.
„Sitz still. Wieviel willst du?“
Der Löffel mit der Zucker-Zimt-Mischung wandert über den Teller mit Milchreis. Michaela kann nicht still sitzen. Als die ganze Oberfläche des Reis gebräunt vom Zimtstaub ist, sagt sie: „Stopp!“


Foto von Kai Reschke auf Pixabay

 Diese Szene aus Kindertagen fliegt ihr durch den Kopf, als Michaela in ihren kleinen Topf auf dem Gaskocher auf der Terrasse ihres Gartens eine Prise Gewürze in ihn hineinrieseln lässt, während sie mit der anderen Hand im Topf umrührt. Sofort steigt ihr ein süßlicher-nussiger-lebendiger Muntermacherduft in die Nase. Alle Sinne sind geweckt. Freudig entspannt zieht sie sich mit ihrem duftenden Morgenkaffee auf ihre Gartenbank zurück. Mit dem entfleuchenden aromatischen Kaffeeduft fliegen ihre Gedanken mit in die sommerliche Morgenluft.


Chris Clementi, Pixabay





Ölig sind die duftenden Hände von Rashid. Sengend steht die Sonne seit Stunden über ihm. Und doch kann er sie hier unter den riesigen Bäumen nicht sehen. Er spürt die Wärme und die hier herrschende Feuchtigkeit, die er seit seiner Geburt kennt. Seine Nachbarn haben sich dieser schwülen Welt mit ihrem ureigenen Rhythmus angepasst. Rashid allerdings tickt ein wenig munterer, etwas lebendiger und wacher, so scheint es. Und auch jetzt, am späten Nachmittag scheint die Müdigkeit ihn nur langsam zu beschleichen. Mit einem in sich ruhendem Lächeln packt er sein Werkzeug zusammen und nimmt den Korb mit der geernteten Baumrinde auf. Eine Duftwolke erhebt sich mit dem Aufheben des Korbes. Rashid atmet tief ein.


Vugar Ahmadov, Pixabay

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Vor sich hinschaukelnd trudelt das Boot im flachen türkisgrünen Wasser. Es schlingert leicht auf den sanften Wellen dahin und daher, ziellos wie es scheint, doch ist es nur, dass es vor Ort bleibt, gehalten durch einen ankernden Strick.

Niemand scheint dort zu sein. Oder doch? Lugt da nicht ein Zipfel Stoff über der Bordkante hervor? Ein Träumender? Ein Raubender? Ein Liebender? Ein Betrunkener? Vielleicht nur eine Spiegelung vom Sonnenlicht im Meereswasser, das reflektiert.

Ein Hauch von Wind bringt die Wellen zum Kräuseln. Muskatnussduft verfängt sich am Strand, zieht weiter in das Land. Gewürzland. Land von Banda. Berauschend schön und entspannend.


Vor sich hinschaukelnd trudelt das Boot im flachen türkisgrünen Wasser. Es schlingert leicht auf den sanften Wellen dahin und daher, ziellos wie es scheint, doch ist es nur, dass es vor Ort bleibt, gehalten durch einen ankernden Strick.

Niemand scheint dort zu sein. Oder doch? Lugt da nicht ein Zipfel Stoff über der Bordkante hervor? Ein Träumender? Ein Raubender? Ein Liebender? Ein Betrunkener? Vielleicht nur eine Spiegelung vom Sonnenlicht im Meereswasser, das reflektiert.

Ein Hauch von Wind bringt die Wellen zum Kräuseln. Muskatnussduft verfängt sich am Strand, zieht weiter in das Land. Gewürzland. Land von Banda. Berauschend schön und entspannend.





Das Rauschen der Welt

 Während Buchseiten ganz leise knistern,
Berühre ich die Seiten beim Umblättern,
Schlagen mir laut tausend neue Kapitel
Beim Swipen um die Ohren.

Am Ende liege ich entweder verklärt
Oder am Boden zerstört. 




Mittwoch, 11. Februar 2026

Masken im Carnevale

 Sprachwandel ist zur Zeit ein echter Hingucker - 

Aber es gab ihn schon immer.

Und das ist das Thema des Theaterstückes "Masken".


Was man durch Sprache alles ausdrücken kann! Aber auch, wie sehr man nur durch Worte verletzen kann!

Mich faszinierte von jeher alles an Sprache. Ich lernte im Sprachenzentrum der Uni nebenher verschiedene Sprachen, weil mir die verschiedenen Klänge so gefielen - und weil ich im Urlaub wenigstens 'Guten Tag' und 'Danke' sagen können wollte.

Aber natürlich verändert sich die eigene Muttersprache auch im Laufe der Jahrhunderte, und das wollte ich einmal in der "Kürze" eines Theaterstücks vor Augen führen. Man könnte vereinfacht auch von Literaturepochen sprechen, aber mir geht es mehr noch um den stetigen Wandel.

Karneval in Venedig habe ich in den Neunzigern und Nullern mehrmals erlebt, und aus diesen Erfahrungen kommt der Kontext und der Titel - und eigentlich auch die ursprüngliche Idee zu diesem Text.




...

Zwischen den Tagen

 Manchmal hängen meine Worte in Wolken schwer.
Fallen sie dann, erschlagen scheinen sie mich dann...




Sonntag, 8. Februar 2026

Blumengezwitscher

 

Die Liebe zu Pflanzen verstehen meist nur Gartenfreunde.

Oder?


Dieses eBook richtet sich jedenfalls an Pflanzenliebhaber.
Und es ist ein kleines Geschenk an die kleinen Lebensfreuden.

Die Geschichte zu den Gedichten aus dem Garten

Ich stamme von einem Bauernhof, der etwa ein Jahrzehnt vor meiner Geburt als Betrieb stillgelegt wurde, weil mein Vater einen anderen Beruf ergriffen hatten. Teil vom Hof war ein wirklich riesiger Garten.
Als ich mit Anfang zwanzig heiratete, löst mein Ex (ohne grünen Daumen) seinen Kleingarten auf. Darin befanden sich u.a. viele Rosenpflanzen. Also fragte ich, ob wir sie in den Bauerngarten pflanzen durften. Mein Vater erlaubte uns sogar, einen Teich und noch weitere Beete anzulegen. Wie sehr er später diesen Teich liebte!
Mit dem Anlegen und Pflanzen (außer dem Teichloch) war ich beauftragt und freute mich riesig darüber. Ein Tulpenbeet entstand, ein Rosenbeet und hinter dem Teich gab es ein Trockenmauer, die von einem Steingartenhang gestützt wurde.
Wann der exakte Zeitpunkt kam, über diese Aktion Gedichte zu schreiben, weiß ich nicht mehr genau, aber es sollten eine Handvoll Gedichte entstehen und die wollte ich binden und als Familiengeschenke verwenden. Und so entstanden Mitte der Neunziger diese fröhlichen Gartengedichte.
Im Winter 2013 siedelte ich in den Südharz um. Ich begann mit Illustrationen für einige meiner Gedichte. Da fielen mir die Blumengedichte wieder in die Hände, und ich beschloss, auch sie zu illustrieren.
Es dauerte seine Zeit, aber so entstand die Grundlage für dieses eBook. Ganz simpel, um Freude zu verbreiten, Freude, die beim Gärtnern und beim Betrachten von Pflanzen entsteht.



Inhalt

Das eBook besteht aus zwölf Gedichten und dem Vorwort. Jedes Gedicht ist mit einer Illustration aus Wasserfarben versehen. Die Gedichte sind in etwa nach dem Jahresverlauf angeordnet. Der Inhalt ist zeitlos.



...

Samstag, 7. Februar 2026

Vogelfrei

 Doch, ein Traum besteht,
Ein Traum, dass jemand für mich
Die Sorgen übernimmt, 
Das Sorgen manchmal auch.
Doch merkwürdig fühlt sich an,
Würde ein Traum wie dieser
Zur Wahrheit werden. 
Wie ein unfreier Vogel würde
Seine Stimme nach und nach verklingen.





eBook-Katalog von Smoothie Cat Launebücher

eBook-Katalog von Smoothie Cat Launebücher

 Klicke hier , um den Katalog zu öffnen. https://drive.google.com/file/d/1nEThgofzdweaMZWeozmNbsBjep8c4Wh6/view?usp=sharing