Dienstag, 9. Juni 2026

Kalypso: starke Liebe

 Liebesgeschichten sind zeitlos
- und manchmal lehrreich

Magst du es, Walzer zu tanzen? Der Hexameter hat so etwas wie ein Walzer der Sprache.

Dieses Gedicht ist eine Liebesgeschichte - und es ist schon recht alt. Ich schrieb es Ende der Neunziger Jahre, und es wurde dann in meinem Buch 'Kastors Rosen' 2005 veröffentlicht. Gut zehn Jahre später illustrierte ich es und brachte es als Einzelgedicht in meinem damaligen Shop heraus. In dieser Form steht es auch heute noch im aktuellen Shop zur Verfügung: schöne Illustrationen, der Text, Titelblatt, schlicht, schnörkellos.

Die Geschichte der Nymphe Kalypso ist sehr alt, sie stammt aus der Antike. Man hat versucht, die Orte von Odysseus 'Irrfahrt' in einer Karte einzutragen. Ob das so stimmig ist, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls ordnet man die Geschichte der Kalypso auf dem heutigen Malta an, und als ich auf der Insel einen Wanderurlaub verbrachte, konnte ich die als "Höhle der Kalypso" bezeichneten Grotte ausfindig machen. Ich brachte auch eine Postkarte mit. 
Nach dieser Wandererfahrung und Homers Geschichte entstand das Gedicht, meine eigene Interpretation des Stoffes.

Als ich mit der Idee eines eigenen EBook-Shops vor rund 11 Jahren startete, war alles pionierhaft. Vor Kurzem las ich in einer Videobeschreibung, was heutzutage alles in ein EBook hineingehört. Und ja, im Laufe der Zeit entwickelte sich die Gestaltung.
Aber wie denkt ihr darüber? Wie wichtig sind euch die ersten Buchseiten mit dem "Kleingedrucktem" in einem EBook? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare.


...

Klein Pinu

 Pinu war ein noch sehr kleiner Drache, und heute fühlte er sich noch etwas kleiner. Er saß am Flussufer und ließ lässig flache Kieselsteine über die Wasseroberfläche springen. ‘Wenn ich doch schon älter wäre und mutiger, dann dürfte ich bestimmt mit dem großen Ragu um die Wette Feuer spucken. Aber das dürfen kleine Drachen nicht; und auch nicht jeder große.’  Ein Stein flog durch die Luft und ging unter. Da tauchte Kuni auf, fröhlich wie immer: “Spielst du mit mir Schwertdrache? Hier nimm!” Pinu fing das Holzschwert auf, und schon fingen beide an, mit ihren Schwertern umeinander herum zu tanzen.





Montag, 8. Juni 2026

Akrostichen am Montag: Dornröschenschlaf, Dachschaden, danke (,dass es dich gibt.)

D en hätte ich gerade gern.
O b der auch bei Migräne geht?
R ingelblumenreihen
N ichts geht mehr.
R uhig bleiben und ausruhen
Ö fter mal chillen
S o was kenn' ich kaum
C hinesisch rückwärtslernen währenddessen
H at sich nicht gelohnt, weiterzumachen.
E infach liegengelassen
N ichts zu machen!
S chicksalhaft
C ccc, nee!
H ol mich da raus!
L ass mich einfach liegen.
A aber warum denn?
F ind's heraus.

D a könnt's reinregnen.
A ch was!
C Schon wieder ein C.
H aben doch viele.
S chon möglich.
C Blockier ich jetzt.
H ol mal den Hammer.
A uf den Dachstuhl draufkloppen?
D afür sind Hammer und Nagel doch da.
E infach so, ohne Latten?
N atürlich nicht, du Dummkopf mit Dachschaden!

D u, mein Herz
A lles an dir lieb' ich.
N icht ohne dich.
K ein allein mehr sein
E einfach wundervoll





Samstag, 6. Juni 2026

Spiegel

 Magie liegt in der Luft,
Zauberschmetterling fliegt mich an,
Wind weht Holunderduft herüber,
Leuchtende Blüten erfreuen mein Auge,
Mein Herz schöpft Kraft,
Ruhe innen und außen im Gleichklang.


Foto Olga Petrova


Chaosfreitag: Sehnsucht

Ungeduldig ließ ich Taschen, Koffer und Mantel fallen, ging zum Fenster und öffnete die Läden. Sofort fiel heller Sonnenschein ins Zimmer, und ich sah auf das sich ebenmäßig bewegende Meer. Nach so langer Zeit im Urlaub angekommen!
Jetzt konnte ich mich um mein Gepäck kümmern. Schnell war alles verstaut und ich zog mich um. Pullover, Wollstrümpfe und warme Hose entfernte ich aus meinem Blickfeld. Ein weitschwingendes Sommerkleid kam mir in die Finger, und im Nu transformierte es mich von einer nordischen Wintergeplagten in eine lebensfrohe Südländerin.
Ich schlüpfte aus dem Zimmer, ging schnellen Schritts, dann rannte ich über den Sand, der sich hier in Strand und Wüste mischte. Schon sah ich das Tor, den Zaun, den Stall. Es war da, hob den Kopf. Jetzt sah er mich, er ließ die Schubkarre stehen. Wir begrüßten uns freudig und schon führte er mich herum, erzählte, was sich alles verändert hatte. Die Worte flogen nur so durch die Luft. Und ich lauschte, und Wort für Wort verdampfte die heiße Sonne meine müden Gedanken des Alltags. Morgen dann der erste Ausritt.
Der Morgen brach an und die Zeit wollte nicht schnell genug vergehen. Endlich schlug die Uhr die richtige Zeit, und ich setzte mich in Bewegung. Hora stand schon bereit, wir saßen auf. Die ersten Schritte wärmten Pferd und Reiter auf. Die Meereswellen kamen immer näher und ihr Geräusch wurde hörbar; Salz lag in der Luft. Dann gab Hakim das Zeichen und ich gehorchte. Hora folgte augenblicklich meinem Aufruf, und ihre geschmeidigen Beine flogen über den Sand dahin. Mein Puls frohlockte, und mit jedem Atemzug stieb ein Feuerwerk von Sorgen von mir ab.


Foto Pixabay




Freitag, 5. Juni 2026

Neu

 Lass los, liebe Seele,
Was nicht mehr passt.
Sei unbesorgt,
Lass Neues ein,
Es wird sich finden.
Sei unbesorgt,
Es geht ja weiter,
Leben stoppt nicht einfach.
Lass los, liebe Seele
Und entfalte deine Wünsche.

Foto pexels

Donnerstag, 4. Juni 2026

Wechsel

 Regen spült Müdigkeit
Aus meinen Zellen heraus,
Lässt fließen Anspannung ab,
Müde gleitet der alte Schmerz
Aus meinen Knochen heraus,
Hinerlässt Leere; Platz für Neues.


Foto Dawid Zawila


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