Sonntag, 20. September 2026

Die Hunde von Punta Canda: zeitlos

 In sich immer schneller wandelnden Zeiten ist "zeitlos" ein wundervolles Prädikat.

Nachdem ich 2014/15 lernte, das es Selfpublishing gibt, probierte ich mich aus, und diese Kurzgeschichtensammlung, war die erste, die auf diese Weise entstand.
Die Hunde von Punta Canda vereinigen einige etwas ältere Geschichten mit damals aktuellen Geschichten. In den folgenden Jahren entstanden regelmäßig weitere solcher Bände. Im Bundle gibt es sie bald auch zusammengefasst.

14 Geschichten, die nichts weiter gemeinsam haben, als dass ich die Autorin bin. 


1. Die Hunde von Punta Canda ist die Geschichte eines Hunderudels in Ägypten.
2. Am Mäuseberg erzählt von Mäusen und Adlern in stürmischen Zeiten.
3. In Die Geister meiner Hündin läuft eine Exstraßenhündin zum ersten Mal durch den Wald.
4. Sonnenstich erinnert an die einfachen Freuden des Lebens.
5. Little Dragonfly schließt sich Sonnenstich an.
6. Rotkehlchen erzählt eine wahre Geschichte.
7. Im Park ist eine Allegorie.
8. Josy ist eine typische Kurzgeschichte.
9. Die Treppe ins Nichts? ist real und entstand für eine alte Frau, die die Hoffnung verloren hatte.
10. Ein Lächeln beruht auf Tatsachen und gehört zu den älteren Geschichten.
11. Auch Nur eine Muschel ist älter und ist als Gleichnis aufzufassen.
12. Göteborg ist im strengen Sinne keine Geschichte, aber die drei Texte gehören einfach dazu.
13. Ein Weltgericht ist auch älter. Hier geht es um Gedanken und Gespräche beim Kochen.
14. Eine wundersame Geschichte spielt vor Jahrzehnten in den Sphären von Park Sanssouci.
Schon zur ersten Auflage gehören Illustrationen aus Kohle dazu. Wie bei allen Erstlingen muss viel überarbeitet werden, was heute 'normal' geworden ist. In der jetzigen Ausgabe im Shop haben die Geschichten das PDF-Design und die Illustrationen sind wieder eingefügt. Die Vorschau zeigt, wie es im eBook umgesetzt wurde.


...

Dank

 Dunkelheit
Wieder im Rampenlicht.
Herbst zieht ein
Mit schnellem Schritt.
Verkürzt sich schnell
Die Zeit voller Licht.
Mein Herz ängstigt sich.
Da reichst du mir die Hand.
Dafür liebe ich dich.


Foto pixabay

Donnerstag, 17. September 2026

36 Essays: Von harmlos zu gefährlich, aber warum nur?

 Es hatte Spaß gemacht. Ich war traurig, als die Seite eingestampft oder zumindest nicht weitergeführt wurde, dass wusste die Autorschaft anfangs jedoch nicht.

Foto pixabay

Man durfte sich anmelden und Artikel zu verschiedenen Themen schreiben. Mir gefiel dass. Wirklich. Nur hatte ich in dieser Zeit eine Feindin, die versuchte, mich auf mehreren Plattformen zu kopieren und natürlich meine Themen auf besagter Plattform aufgriff und mir schlechte Bewertungen zukommen ließ.

Ich ließ mich davon nur kurz beeindrucken und schrieb weiter. Es machte einfach Spaß. Und politisch bin ich überhaupt nicht geworden; höchstens die Glosse als letzten Beitrag vor Schließung des Portals enthält einen Hauch Zeitgeist.
Es ging um Pflanzen, Tiere, gutes Essen, auch mal einen Gedankengang, dem ich tiefer nachging. Recherche und eigenes Wissen flossen ineinander, so wie es bei lesenswerten Texten sein sollte.
Naja, für jemanden, der sich so gar nicht für Veilchen und Co. interessiert, bleibt es vielleicht trotzdem langweilig.

Nun brachten die Werbeeinnahmen, mit der die Plattform finanziert werden sollte, nicht den erwünschten Erfolg, weswegen das Ende kam. Erst später wurde beschlossen, die Seite noch bestehen zu lassen. Das tat sie auch noch ziemlich lange, aber den heutigen Stand kenne ich nicht.

Nun hatte ich ziemlich viel Mühe in einer ganz schönen Anzahl von Texten gesteckt. Und jetzt? Ich entschied mich, sie in einem eBook zusammenzufassen.

Dann brauchte ich natürlich einen Titel und ein Cover. Wir schreiben das Jahr 2020. Es war noch Frühjahr. Mich sprach ein lizenzfreies Foto mit einer bewaldeten Berglandschaft an, die von einem Fluss geteilt wurde. Ich malte eine Art Regenbogen über den Fluss symbolisch als Brücke. Eine Brücke queren = eine Brücke verbindet: 36 Essays, quer-gedacht. Und dann noch auf Amazon hochgeladen.

Auf den Frühling folgte eine Sommer und mein persönlicher Anfang vom Ende des Erfolgs beim Schreiben. Ich habe dieses erste Halbjahr völlig unterschätzt; die Folgen spüre ich heute noch. Aber die Essays sind so schlicht, dass sie gar nichts damit zu tun haben. Außerdem wurden sie zwischen 2017 und März 2020 geschrieben. Ich kann nicht hellsehen.

Nun habe ich es mir einmal von der Seele geschrieben, und vielleicht hat sich inzwischen ein Herz für ein Veilchen erwärmt???

(p.s.: Man findet mich auf Amazon längst nicht mehr, aber selbst das war schwierig.)


...

Demetrius: klassisch relevant

 Abgeschrieben? Wäre es nicht als ein hier verkürzter Amazon-Kommentar erschienen, den man weder löschen noch kommentieren kann, was für ein Kompliment!!!

Denn natürlich ist nichts abgeschrieben. Meine Manuskripte und der allererste, im Copyshop gebundene Ausdruck belegen das.

Manuskripte - irgendwann geisterte es mir durch den Kopf: Seit dem Computerzeitalter sind handgeschriebene Literaturtexte echt selten geworden.

Der Demetrius aber ist von Hand geschrieben und dann abgetippt. Ich musste mich erst an den fünfhebigen Iambus gewöhnen. Das Zählen geht mechanisch auf dem Papier besser. 

Auf die Idee kam ich, als ich in den Gesamtwerken der Schillerdramen las, Stunde um Stunde. Am Ende der beiden Bände standen die zwei verschiedenen Ansätze und alle Materialien zum Demetrius, der ja nie von Schiller beendet wurde.

Ich plante schon sehr früh ein längeres Stück über den Wandel der Sprache in einzelnen Epochen, bis es ganz fertig wurde, dauerte es aber.
Auch der Demetrius brauchte Pausen. Aber zunächst musste ich den geschichtlichen Hintergrund recherchieren. Bei der Suche lernte ich im Antiquariat einen langjährigen Freund kennen und später arbeitete ich eine kurze Weile für ihn im selben Antiquariat.

Obwohl auch meine Gedichte eine Mischung aus Gefühl und Verstand sind, muss man sich beim Drama viel tiefer und vor allen Dingen länger hineindenken, gerade wenn man manche Gefühle als junger Mensch so noch nicht durchlebt hat. Aber gerade der Beginn des zweiten Aktes - und genau deswegen auch meine Lieblingsstelle - zehrt von einer eigenen tiefen Gefühlserfahrung. Diese Verzweiflung der Mutter und ihre nie enden wollende Hoffnung konnte ich genau nachfühlen.

Rieke und ihre Familie gaben mir damals den einzigen Halt, den ich hatte. Als sie und die Hälfte ihrer Familie unerwartet starben, traf mich das bis ins Mark. Ich konnte mich mit Riekes Verschwinden nicht abfinden, suchte jahrelang an den verwegensten Orten nach einer "Wiedergeburt" von ihr - vergeblich. Erst mein zweiter Hund gab mir einen ähnlichen Trost und Halt.
Die kurzen Szenen in Polen sind getragen von den Gefühlen eines Polenurlaubs, in dem ich das Reiten und die original polnische Küche kennenlernte.
Und wer meiner Generation kennt nicht die Sissi-Trilogie mit ihren Teils bombastischen Gefühlen? Wenn man noch jung ist.

Wie schon gesagt, war der Demetrius von Anfang an als Teil des Stückes "Masken" angelegt. Mich interessierte mehr der innere Konflikt als historische Fakten unterzubringen, nur der Hintergrund sollte stimmen. Und diese Auseinandersetzung mit dem klassischen Drama hat mich wirklich ein Stück weitergebracht. Ob ich es wiederholen würde? Wer weiß.


...

Dienstag, 15. September 2026

Verbunden

Ganze leise,
Seite an Seite
Wir beide.
Nacht bringt Stille.
Gemeinsam wir wärmen
Unsere Herzen
Aneinander.


Foto pixabay



Montag, 14. September 2026

Wohin

Wohin bist du,
Frieden?
Wohin,
Zuversicht?
Wohin
Dein Angesicht?
Woher schöpf ich
Glücklich?
Du neben mir
Ein neuer Tag


Foto pixabay


Samstag, 12. September 2026

Ein Schritt

Ein Schritt vor die Tür,
Mehr nicht.
Ein Spalt breit nur
Herz öffnen.
Klappt Schmerz
Sie wieder zu?
Ein Schritt hin
Zu dir.
Ein Stück Licht
Für dich und mich.




eBook-Katalog von Smoothie Cat Launebücher

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