Blogissimo fragt in seiner Blogparade #relevant nach Lerche oder Eule? Lest selbst.
Noch ist es dunkel, gerade ein Hauch von Morgenlicht färbt den Himmel heller. Jetzt beginnt das Konzert der Frühlingsvögel. Sonst ist alles still.
Diese Stille liebe ich als Lerche so sehr. Die Menschen schlafen noch oder verhalten sich zumindest verschlafen. In dieser Stunde kann ich mich am besten auf mich konzentrieren, am besten meine Kreativität einschalten.
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Früher dachte ich nicht daran, eine Lerche zu sein. Zwar schlief ich nie solange wie mein Bruder, 'eine Eule', aber so früh wie heute stand ich auch nicht auf.
Das hätte auch nicht funktioniert, denn ich arbeitete etwa fünfzehn Jahre lang an der Oper, und eine Vorstellung endet im Durchschnitt gegen 22.30 Uhr. Gut, in der Zeit trank ich meinen letzten Kaffee gegen 21.00 Uhr. Wenn man jung ist, hat man noch so viel mehr Kraftreserven.
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Heute lebe ich im Sommerhalbjahr mit dem Sonnenaufgang, im Winter pendelt sich meine innere Uhr auf leicht später, aber ziemlich regelmäßig ein. Diese ruhige Zeit morgens schätze ich wirklich sehr und genieße sie.
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Die Nachteile liegen auf der Hand, zeigen sich aber erst, wenn sich das Alter spüren lässt. Oder ist es etwas anderes? Der eigene Wandel? Der Weltenwandel? Keine Ahnung.
Ich arbeite nach wie vor gerne und viel, bin dann aber auch müde; läute den Feierabend ein, wenn andere ihren Nachmittagskaffee trinken. Und je nach Arbeitsintensität werde ich früher oder später müde. Das stört mich eigentlich nicht.
Oder doch? Noch vor Kurzem konnte ich zwar nicht täglich am Abend 'auf die Piste gehen', aber doch gelegentlich noch abends etwas mit Menschen unternehmen, ohne am nächsten Morgen Schwierigkeiten zu haben. Mit bald Mitte Fünfzig fällt mir das schwerer.
Oder auch nicht, denn neben der Lerche bin ich auch hochsensibel, dass heißt, ich wähle bewusst aus, mit wem ich Zeit verbringe. Also halte ich das 'Auf die Piste Gehen' nur hin und wieder gut aus, und genieße es dann umso mehr.
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Wie geht es euch anderen Lerchen? Habt ihr auch das Gefühl, von über neunzig Prozent Eulen umgeben zu sein?
Das ist das eigentliche Kernproblem von Lerchen und Eulen, sie verpassen sich immer. Hier passt der Satz wirklich: Gleich und gleich gesellt sich gern. Ach, ihr Lerchen, wo seid ihr nur?







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Knoblauch dazu.

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