Montag, 11. Mai 2026

Vorwärts

 Wildwassergefühle pflegten mir
Die Nacht in wilde Wellen zu wandeln.
Wildwassergefühle spülen mich
In einem fort von Stund' zu Stund'.


Foto Insubria


Akrostichon Z: Zuckerpuppe

Z u süß, um wahr zu sein.
U nd etwas empfindlich.
C harmant!
K annste durchaus sein.
E in bisschen süß, etwas dumm
R ein gar nicht! Nur achtsam.
P ingelig trifft's eher.
U nd du könntest reinlicher sein.
P asse ich dir etwa nicht?
P icobello wär's besser.
E infach nicht zu fassen!





Sonntag, 10. Mai 2026

Gedeihe!

 Langsam der Weg einer Knospe
Zur vollständigen Größe. Mühsam
Wächst aus Wurzelwerk Blatt und
Stängel, reckt sich in die Höh',
Bildet dich, Blütenknospe aus.
Verharrend vergeht, vergeht Zeit,
Und mit einem Mal, plötzlich
Brichst du auf zu voller 
Schönheit deiner Blütenkraft.


Foto pexels


Samstag, 9. Mai 2026

Der letzte Sommer

 Ich sitze auf meiner Mauer, die den Garten vom Hof trennt. Ich lehne mich an die Wand, die sich an die Mauer anschließt. Wie schon vor Jahrzehnten zuvor fühle ich mich sofort geborgen. Zeit, mich in Ruhe zurückzubesinnen. Ich hänge meinen Erinnerungen nach. Bunt wie ein Kaleidoskop sind sie, füllen altalberne Fotoalben in Bänden. So hatte ich mir das vorgestellt, als ich als Endteenie hier saß und an meine Zukunft dachte.
Nun, einige dunkle Phasen hätten ruhig sanfter verlaufen können, die ein oder andere Liebe hätte sich gern voller entfalten dürfen. Nun ja, aber Abenteuer hatte ich genug gehabt. Jetzt verließ ich meinen Platz, ging hinüber zu meinem eigentlichen Lieblingsplatz, dem Ende von der rechtwinklig gegenüberliegenden Mauer. In Zeitlupentempo erklomm ich sie, lege mich mit dem Rücken auf sie und schaue in den Himmel, die Sonne, wie ich es früher tausende Male getan hatte. Ich schließe die Augen, genieße. Nein, ich vermisse nichts, der Tag darf in Dankbarkeit gehen.







Es wird Zeit

 Es war soweit. Er hielt ihn ganz fest in seinen Armen. Vor ihm stand eine Kiste, die sie gemeinsam Stück für Stück innerhalb der letzten Stunde gefüllt hatten. Jan mistete aus. Ein neuer Abschnitt in seinem Leben stand bevor, und er fand, dass einige seiner Sachen nicht mehr dazu passten. Deshalb packten sie sie jetzt in die Kiste, die später auf den Boden gebracht werden würde. Einige Sachen sollten auch verschenkt werden. Alle diese Dinge waren dem ewigen Vergessen geweiht, dass wusste Jan, auch wenn niemand es so ausdrückte. Seine süßen Honigaugen füllten sich mit aller Macht mit Tränen; kaum konnte er standhalten. Noch fester umklammerte er ihn. 
Da kniete sich seine Mutter zu ihm nieder und sagte:" Weißt du, Jan, vielleicht möchte Pinguin mit dir gemeinsam den ersten Schultag erleben?
Da löste sich ein innerer Stau und eine Tränenflut ergoss sich über Jans Gesicht. Pinguin drohte, nass zu werden. Aber vorher nahm seine Mutter ihn ganz fest in die Arme.

 



Tiefgang

Tauchend unter die Meeresoberfläche 
Entdecke ich neue Welten,
Verborgen dem Leben über Wasser.
Das Rauschen der Wellen verstummt
Und urplötzlich umgibt mich Stille.
Meine Ohren haben Pause,
Meine Augen schwelgen genussvoll,
Meine Seele atmet auf
Und versteht, dass sie
Der Welt unter Wasser gleicht.


Foto Roy Buri



Freitag, 8. Mai 2026

Abschied

 Geliebte Rose,
Wie oft trug ich dich,
Wie oft trugst du mich?
Geliebte junge Rose, 
Ich umhegte dich.
Geliebte starke Rose,
Wie oft erfreutest du mich?
Geliebte alte Rose,
Verpflanz mich nicht.
Dann kam der Tod
Im Morgengrauen.




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