Nach den Sternen greifen,
Zu selten traue ich mich,
Zu oft bücke ich mich,
Dabei streckt sich
Beim Aufwärtsblick alles aus.
![]() |
| Foto Pixabay |
Wie entspannst du dich? Welche Bücher magst du? Was sind deine Lieblingsgedichte? Willkommen im Blog von Smoothie Cat Launebücher und dem Tagesgedicht. Die Texte sollen schöne Momente bescheren, bereichern und erfreuen. Kein eBook ohne Canva - ich schätzte das Design-Tool sehr. Wie gut kennst du Canva? Was könnte besser sein? Lass uns drüber reden. https://payhip.com/b/sYd1K
Sonnenaufgang
Früh hängt Dunkelheit noch in der Nacht, hält sich fest, als wollte sie der Erde noch etwas kühle Ruhe gewähren.
Doch sie kann nicht den morgendlichen Sommerwecker täuschen: Im Halbgrau des Morgens stimmen die Vögel ihr fröhliches Lied an. Und eine Minute später bricht am hohen Himmel ein Hauch Tageslicht mit einer etwas helleren Grauschattierung durch. Bis zum Sonnenaufgang dann noch etwa eine halbe Stunde.
Fernweh
Nicht weit der Blick einst fiel, doch immer hin zum vorbeirauschenden Zug.
Wohin denn nur sein Weg ihn führt?
Schnell erwachsenwerden, einsteigen, mitreisen.
Erwachsen dann, manch wilden Ort ich fand, dann fand ich dich, und fort mein Wunsch zu reisen war.
In den Tälern der Berge kannst du hoffen aber nicht sehen, ob ein Sommergewitter aufzieht.
Manchmal erscheinen minutenschnell Gewitterwolken, nur um genauso schnell wieder abzudrehen. Der Regen fällt im nächsten Tal nieder.
Im Flachland ist es ganz anders. Erlaubt es die Zeit, nimm dir einen Stuhl und setz dich in Schüle hinaus. Kilometerweit entfernt zieht ein Wolkenheer heran. Dann, da, da zucken exakte Blitze heraus. Immer wieder. Du denkst, jetzt ist es Zeit ins Haus zu gehen. Aber nicht doch, genieß das Spektakel, so schnell schwindet Schwüle nicht.
Donnergrollen erfüllt die Luft, Blitze zucken, jetzt erkennst zwei Kilometer entfernt Bindfädenregen wie Grauschleier fallen. Er zieht jetzt doch heran. Zeit, ins Haus zu gehen. 💥
Lagerfeuer
Wenn der Sommer endlich da ist, und es auch am Abend noch recht schön warm ist, dann mag man nicht zurück ins Haus, will so lang wie möglich bleiben draußen.
Noch ist keine Hitze aufgestaut, ein Lagerfeuer wärmt, leuchtend und duftet so gut. Anna hat einige Kartoffeln in Alufolie gewickelt, die garen jetzt im Feuer.
![]() |
| Foto Vadim Malitzkii |
______________________________________________________
Muschel
Ach, der Strand mit seinem feuchten Sand. Ich laufe am Wasser entlang - und natürlich, bald sind meine Schuhe halb nass. Ich trage sie fortan, schwelge im Meeresrauschen, spiele mit den ankommenden Wellen und achte nicht auf die im Sand teils verborgenen Muscheln. Vergessen vor lauter Freude, am Meer zu sein. Schön sind sie - und scharfkantig.
![]() |
| Foto pexels |
_____________________________________________________
Schatten
Kurzfassung einer Irrfahrt
Meine Abiturzeit war hart. Nicht wegen der Prüfungen, das machte mir nichts, denn ich lerne gerne. Nein, es waren die letzten Jahre eines erbitterten Rosenkriegs im Haus.
Bei einem Sommergewittern fand sich ein seltsames Grüppchen unter unserem Scheunendach wieder; der Regen hatte uns beim Grillen überrascht. Und mit verregneter Laune verließ ich bald darauf wieder alle.
Hätte ich doch auf mein Herz gehört! Stattdessen heiratete ich diesen Mieselaunemacher.
Ich hatte wohl noch nicht genug vom Rosenkrieg, könnte man meinen.
Aber nach siebzehn Jahren wars dann doch genug, und ich verschwand. Vollständig. Die nächsten Jahr war ich nur noch ein Schatten meiner selbst.
_________________________________________________
#poesiemontag : Ton
Wassermelone
Die Farben des Sommers
Mit leichtem Druck durchfährt das Messer die dunkelgrüne, kühle Schale. In wenigen Schnitten fällt das leuchtende Lachsrot entgegen; schnell ist die Wassermelone auf Tellern verteilt. Einige Eiskugeln stehen schon bereit.
Doch zuerst die sommerlichste Hauptmahlzeit. In Spalten zerfällt die honiggelbe Schale mit dem hellgrünen Fruchtfleisch, gekrönt wird jede mit salzig-zartrotem Schinken. Schwester Honigmelone sättigt so gut. Schwester Wassermelone kühlt so erfrischend Gaumen und Magen.
Sommerregen
Warm hüllt Luft die sommergrüne Wiese ein. Warm war es schon länger jetzt gewesen. Warm fallen erste Tropfen vom Himmel herab. Sprühnebelgleich fordert mich die Kühle auf, durch die Blumenwiese zu tanzen. Und die horcht auf. Denn wenn meine Puste vergeht, frischt auch sie der ersehnte Sommerregen auf.
![]() |
| Foto Helena Lopes |
![]() |
| Foto pixabay |
![]() |
| Foto pexels |
![]() |
| Foto pexels |
![]() |
| Foto Pixabay |
![]() |
| Foto Pixabay |
![]() |
| Foto KI |
![]() |
| Foto pixabay |
![]() |
| Foto pixabay |
![]() |
| Ivan Palii |
![]() |
| Foto Pixabay |
![]() |
| Foto pexels |
![]() |
| Foto Pixabay |
![]() |
| Foto Rita Bernhardt, Pixabay |
![]() |
| Foto Pixabay |
![]() |
| KI |
![]() |
| Foto Pixabay |
![]() |
| Foto Pixabay |
![]() |
| Foto Pixabay |
Es köchelte. Wärme strahlte meinem Bauch entgegen. Der Duft war mild. Meine Hand kreiste um und um. Jetzt unterbrach ich diese Bewegung und steckte den Löffel in das Glas daneben. Hier rührte es sich schwerer, immer wieder gerne setzte sich etwas unten ab. Dann wieder fortfahren daneben, um und um. Ich summte dazu im Takt, begann, ein einfaches Lied vor mich hinzusingen. Ich träumte von großen Tafeln, gedeckt mit gekochten Speisen, von mir gekocht. Jetzt etwas Stracciatellacreme dazu, einige Makrönchen und ein Schuß Buttervanillearoma. Hör auf mit deinen Hirngespinsten, bleib beim Rezept! Die Milch blubbert auf, Finale für den Pudding.
L angweilig!
O der mal ausprobieren
T ät' ich grad mal versuchen.
T ippe, das schaffst du grad mal zwei Tage.
E i eijeijeijei!
R uht man, so tut man wohl.
L umpig!
E iner so, der andere so.
B eneide ich manchmal.
E igenlüge ist auch 'ne Lüge.
N och nicht ausprobiert.
L eberwohl
Ö ffnet den Gallenfluss
W ohlschmeckend
E ine Prise gesunde Bitterkeit
N e Blütenschönheit
Z um Pusten schön
A uffallend gelbe Blüten
H üter der Gesundheit
N icht nur schön anzusehen, auch lecker.
L iebt Gemeinschaft und Kinder.
Ö fters mal gerne sonnenbaden gehen
W eite Savanne ihre Heimat ist.
I m Rudel gemeinsam stark
N icht ohne Selbstvertrauen
Friedlich schlummerte die Mitternacht. Hasch-mich erschien im Flur des Schlosses.
"Wo bist du, Hauch-lein?"
"Bin schon da."
Und schon huschten beide in den Keller hinab.
"Heute üben wir Lichtpunkte werfen. Damit erzielst du einen feinen Schrecken."
Hasch-mich huschte durch den Raum.
"Da." Er zeigt mit seiner Hand auf etwas, was niemand sah. Im Nu begann das Etwas aufzuleuchten.
"Jetzt du."
Hauch-lein hob entschlossen seine Hand in dieselbe Richtung wie Hasch-mich, und es leuchtete auf. Es leuchtete sogar sehr, der Haufen am Boden leuchtete, das reinste Scherbenleuchten. Erschrocken verschwand Hauch-lein postwendend zurück in den Flur.
"Na du bist mir ja ein Schreckgespenst. Fürchtest dich vor deinen eigenen Taten. Aber keine Angst, ich kann verschweigen."
Das Grinsen in Hasch-michs Gesicht ließ Hauch-lein eine leichte Gänsehaut fühlen. Würde er wirklich schweigen?
![]() |
| Bild KI |
Klicke hier , um den Katalog zu öffnen. https://drive.google.com/file/d/1nEThgofzdweaMZWeozmNbsBjep8c4Wh6/view?usp=sharing