Teil 3 der Jahreskurzgeschichtenbände ist melancholischer
als "Die Hunde von Punta Canda" und "Wie ich in den Wald rief ..."
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| Foto Bernhard Jaeck |
Das eBook trug lange Jahre den nichtssagenden Titel "Kurzgeschichten und Capriccios 2019". Das erfundene Wort "Ziegenweise" ist von einer lebenden Ziege inspiriert, die auch im Buch vorkommt.
Ganz in der "Tradition" der Vorjahre sollte wieder möglichst einmal im Monat eine Geschichte veröffentlicht werden - oder ein Capriccio. Aber die Ereignisse zuvor forderten ihren Tribut, alles geht tiefer, nicht mehr so leicht und flockig.
Und so beginnt das Buch reflektierend, weniger erzählend: Mein lilafarbenes Ich. Lila ist eine meiner zwei Lieblingsfarben, daneben symbolisiert sie auch das Kronenchakra.
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| Foto pixabay |
Die Geschichten
1. Mein lilafarbenes Ich, ein verspieltes Capriccio.
2. Change your mind: Der Text entstand größtenteils während des Adventsbasars 2018. Die Geschichte ist wie eine Fabel oder noch eher wie ein Märchen zu lesen. Sie beruht auf einer merkwürdig resignierenden Gefühlslage, hervorgerufen durch einen Eindringling in meine Lebenswelt, der immer wieder nachpikte.
3. "Standing still" ist eine poetisch verdichtetes Capriccio. Ein ganz besonderer Moment, der sich garantiert nicht wiederholt.
4. Bei "Frühstück mit Katze" passierte mir einmal ein pikanter Fehler im Titel: "Katze zum Frühstück". Dabei war die Katze ein einziger Lichtblick. Sie half mir, meine Scheu zu überwinden, als ich mit meiner Selbständigkeit beim Putzen anfing.
5. "Zickenalarm" ist die heiterste Geschichte.
6. In "Malen nach Zahlen" reflektiere ich noch einmal kurz.
7. "Die Geschichte, von der Schnecke, die wegzog" ist eine Sommergeschichte und ist eigentlich eine Reaktion auf winters "Change your mind".
8. Es gibt Abschiede, die funktionieren nur schrittweise. "Mundharmonika" erzählt einen Schritt davon.
9. "Regentropfen" fasst die Form der Short Short Story, die 2026 so bedeutsam wurde, vorweg, und ist trotzdem persönlich.
10. "Der koreanische Drachen" ist eine alte Geschichte aus den Neunzigern, aber sie passte so gut in das Jahr.
11. Auch "Die Frau in Schwarz" ist älter, aber sie passt als einzige zu Halloween, dass ich sonst gar nicht mag und auch nicht feiere. Ich finde, diese Auswahl sagt viel über 2019 aus.
12. Die Weihnachtsgeschichte "Die Geschichte vom Licht" trägt dann aber wieder den typischen Weihnachtshoffnungstropfen in sich. Und da ist sie wieder, diese Mischung aus Tiergeschichte für Erwachsene und Kindergeschichte.
Gerade in dieser Sammlung fällt auf, was ich schon von meinen ersten Schreibmaschinenversuchen auf Vaters Schreibmaschine her kenne: Wenn mir die Worte für ein Gefühl fehlen, umschreib ich es in Englisch. Der Text ist aber immer deutsch. Und wer mich etwas kennt, weiß: ich und meine Titelei, sie ist manchmal weniger als das Pünktchen auf dem I.









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