Mittwoch, 25. März 2026

Sonnenstrahl

 Wie Dunkelheit am Tage, so veränderten die aufgetürmten Wolken den gesamten Himmel und ließen alle darauf hoffen, das das Gewitter endlich losging. Wie in einer Sauna unter freiem Himmel drückte die Sommerschwüle alles nieder und trieb den Schweiß. Kein Luftzug regte sich, und überhaupt strengte jede Bewegung an. Als stünde die Zeit, die Welt still.
Dann zogen in der Ferne Blitze auf. Sie zogen schnell heran. Ein Wumms durchdrang das Himmelszelt, und dann öffneten sich die Schleusen und Regen brauste herab. Der Sturm war aufgezogen. Die Bewegung des fallenden Regens sorgte für eine frische Brise. Es atmete alles auf. Regen klatschte Erde nass. Und dann vorbei. Die Wolken machten sich auf. Und dann teilten sie sich ein Stück und ein Sonnenstrahl fiel durch sie hindurch
.

Foto von Nikolett Emmerett


Change

 Wind verweht Staub in der Luft,
Wirbelt auf, verändert Stillstand.
Einer feinen Dusche gleich spült
Regen Luft rein. Staubfrei,
Erfrischend, belebend.
Danach ein neuer Tag.




Sonntag, 22. März 2026

Innere Welten

 Ruhe: vor dem Sturm?
Friedlich fühlt sich gar nichts an.
Still, bedrückend alles.
Gedanken wollen fliehen,
Fliehen in warme, fröhliche Regionen.
Ich lasse sie ziehen.

Foto von Magda Ehlers


Samstag, 21. März 2026

Stilles Örtchen

 Es gab ihn , diesen Raum, einen Ort, an dem tatsächlich ich Raum einnehmen konnte. Und meine Mutter hatte keine Ahnung, dass es ihn gab. Das ist eigentlich schon die ganze Geschichte.
Das Haus war groß, Hof und Garten noch größer, aber dort fand sie mich immer. Aber unterm Dach waren drei Räume abgeteilt. Einer davon war gemütlich. Mit Teppich ausgelegt, fensterlos, eine Matratze mit Bettzeug und Regale mit Büchern. Hierhin verzog ich mich, um ungestört lesen zu können, stöberte in den Fachbüchern, hier entstanden die ersten Tierzeichnungen. Hierhin verschwand ich ungesehen, spurlos in eine Welt aus Büchern.


Foto von pexels


Was jeder so versteht

 Es war soweit. Der Augenblick war da. Die Musik spielte auf. Rechter Fuß vor, seit, ran. Wie hatte er das geübt. Und bloß nicht auf das Brautkleid treten. Um Himmels Willen, Marietta durfte nicht hinfallen. Er hatte die Führung. Das war beim Tanzen und insbesondere beim Hochzeitstanz nun mal so. Aber diese Art Führung lag ihm nicht. Und so hatte die Sehnsucht nach diesem Tag einen unterschwelligen Knacks bekommen: die Angst vor dem Tanz.

Aber jetzt drehten sie sich im letzten Kreis auf der Fläche umgeben von Mariettas geliebter Orchideenblütensammlung. Der Raum war wirklich wundervoll für diese Feier geeignet, und die Hochzeitsgesellschaft begann sich nach und nach dem tanzenden Paar anzuschließen. 'Eine sich gerade verändernde Entropie,' überlegte der Physikprofessor, denn davon verstand er mehr als vom Walzertanzen.


Foto von pexels



Schmerz

 Grau zieht Nebel durch meinen Körper,
So fühlt sich Wachstumsschmerz wohl an.
Oder ist es der erste Teil vom Ende?
So zieht sich Ende denn doch hin
In Wellen von gut und schlecht,
Bis dieser wahre Zeitpunkt
Dann gekommen ist.





Mittwoch, 18. März 2026

Stark

 Es ist nicht viel
Und doch unendlich,
Gar nicht zu sehen von außen
Aber Herz spürt und spürt.
Liebe wie Hass sind 
Unsichtbare Genossen,
Zu erkennen an Wirkungen,
Und da bin ich glücklich
Über Liebe in meinem Leben.




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