Montag, 19. Oktober 2026

#Poesiemontag: Nacht

Wenn Abend sich in Nacht vergräbt,
Helles Licht in Dunkelheit sich webt,
Wehmutsvolle Stille dann eintritt.

Wenn Nachtnebel sich über alles legt,
Traumzeiten sind, was mich bewegt,
Ferne Welten ich betret'.

Wenn Morgenstern erwacht,
Heil'ge Stille vergangener Nacht,
Voll Hoffnung bin ich nun bedacht.

Der Tag, der nun wohl kommen mag,
Ich gewappnet durch vergang'ne Nacht.


Falsch aufgewacht

Io sento la voce della notte.
La stancezza di un anno
Mi strende le mie bracchia
E sirene di passato
Mi' alma chiamato.


Foto Davide Comunian


Sonntag, 18. Oktober 2026

Spiegel

Ich spüre dich, ich sehe dich
So, wie du bist. Keine Vorstellung
Von dem, was sein sollte.
Das, was ist, ist richtig so.
Und das wünsche ich
Zukünftig genauso.


Foto pixabay


Samstag, 17. Oktober 2026

Ausmisten

Schmerz der Veränderung
Bohrt leise vor sich hin.
Leise auch er entstanden ist.
Mühsam löst sich Steifheit aus:
Mühsam schwemmt Körper aus.
Nichtstun nur äußerlich,
Innerlich miste ich aus.


Foto Yusuf Kaya


Freitag, 16. Oktober 2026

Etwas sperrig

Schmerzgebeugt Tage verstrichen,
Wusste nichts mehr von schlichter
Bewegung. Gleiche darin meiner
Trauten Seele neben mir, vom Alter
Gezeichnet. Ist mein Alter gleich ihrem?


Foto pixabay


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Tagesgedicht