Dienstag, 28. Juli 2026

Drabbledienstag zum Träumen

 Es köchelte. Wärme strahlte meinem Bauch entgegen. Der Duft war mild. Meine Hand kreiste um und um. Jetzt unterbrach ich diese Bewegung und steckte den Löffel in das Glas daneben. Hier rührte es sich schwerer, immer wieder gerne setzte sich etwas unten ab. Dann wieder fortfahren daneben, um und um. Ich summte dazu im Takt, begann, ein einfaches Lied vor mich hinzusingen. Ich träumte von großen Tafeln, gedeckt mit gekochten Speisen, von mir gekocht. Jetzt etwas Stracciatellacreme dazu, einige Makrönchen und ein Schuß Buttervanillearoma.  Hör auf mit deinen Hirngespinsten, bleib beim Rezept! Die Milch blubbert auf, Finale für den Pudding.


Foto Pixabay


Akrostichen zum Buchstaben L: Lotterleben, Löwenzahn, Löwin

L angweilig!
O der mal ausprobieren
T ät' ich grad mal versuchen.
T ippe, das schaffst du grad mal zwei Tage.
E i eijeijeijei!
R uht man, so tut man wohl.
L umpig!
E iner so, der andere so.
B eneide ich manchmal.
E igenlüge ist auch 'ne Lüge.
N och nicht ausprobiert.


L eberwohl
Ö ffnet den Gallenfluss
W ohlschmeckend 
E ine Prise gesunde Bitterkeit
N e Blütenschönheit
Z um Pusten schön
A uffallend gelbe Blüten
H üter der Gesundheit
N icht nur schön anzusehen, auch lecker.


L iebt Gemeinschaft und Kinder.
Ö fters mal gerne sonnenbaden gehen
W eite Savanne ihre Heimat ist.
I m Rudel gemeinsam stark
N icht ohne Selbstvertrauen





Luft machen

Heut' erklimm ich einen Berg.
Heut' steig ich in den Wald hinauf.
Heut' segle ich aufs Meer hinaus,
Tauche ab in die Tiefe
Und schrei' meine Wut heraus.


Foto Pixabay


Montag, 27. Juli 2026

Feiner Lehrer

 Friedlich schlummerte die Mitternacht. Hasch-mich erschien im Flur des Schlosses.
"Wo bist du, Hauch-lein?"
"Bin schon da."
Und schon huschten beide in den Keller hinab.
"Heute üben wir Lichtpunkte werfen. Damit erzielst du einen feinen Schrecken."
Hasch-mich huschte durch den Raum.
"Da." Er zeigt mit seiner Hand auf etwas, was niemand sah. Im Nu begann das Etwas aufzuleuchten.
"Jetzt du."
Hauch-lein hob entschlossen seine Hand in dieselbe Richtung wie Hasch-mich, und es leuchtete auf. Es leuchtete sogar sehr, der Haufen am Boden leuchtete, das reinste Scherbenleuchten. Erschrocken verschwand Hauch-lein postwendend zurück in den Flur.
"Na du bist mir ja ein Schreckgespenst. Fürchtest dich vor deinen eigenen Taten. Aber keine Angst, ich kann verschweigen."
Das Grinsen in Hasch-michs Gesicht ließ Hauch-lein eine leichte Gänsehaut fühlen. Würde er wirklich schweigen?


Bild KI


Trugbilder

In die Ferne sich zu sehnen,
Ist oft wie ein Nebel,
Man verliert sich in sich selbst,
Man meint im Ausland Nebelhorn zu hören.
Und doch herrscht dort nur anderer Nebel.


Foto ArtHouse Studio


Sonntag, 26. Juli 2026

Geschichten zum Advent: einfach kurz mal lesen

 Kitschige Filme zu Weihnachten sind ja schön -
aber Weihnachtsgeschichten? Ehrlich jetzt?


Aber von Kitsch sind sowohl Helen Dalibors wie auch meine Geschichten weit entfernt.
Helen Dalibor stellt sich immer eine Liste mit Wörtern/ Themen zu Weihnachten zusammen und schreibt dann im Advent jeden Tag eine Minigeschichte dazu. Ich fand die Liste für 2025 erst zum Nikolaus und durfte mitmachen. Im eBook sind die Geschichten zusammengefasst.

Helen Dalibor schreibt ihre Adventskalenderminiaturgeschichten schon ein paar Jahre. Ich startete erst letztes Jahr damit. Dabei bewundere ich es immer wieder, wie Autoren in der Lage sind, solche Themenlisten zu erstellen, mir ist das bisher noch nicht gelungen, obwohl ich das vorhabe. Besonders diese Adventswortliste forderte mich doch manchmal ganz schön heraus, aber das ist ja gerade das besondere daran. Was, zum Beispiel, ist ein Lichterknollen? Oder warum ist ein Rohrreiniger dabei?




Aber manche Themen liefen dann freudig schnell ihren eigenen Weg, zum Beispiel "Speisen wie bei den englischen Royals. Typisch, geht mal wieder ums Essen. Aber auch die Collage dazu liebe ich noch immer.🍽🍷🤭


Bild für Bild

Für mich ja nichts Neues, denn auch meine ersten Kurzgeschichten wurden erst stückweise veröffentlicht und brauchten dafür eigene Cover. Aber jeder Instagram-Post, jeder Blogbeitrag braucht ein eigenes Bild. Und da jede Geschichte auch im Blog erschienen ist, gibt es immer auch ein Beitragsbild. 
Also ist das eBook gestaltet wie üblich in den letzten Jahren: Zuerst ein designtes Banner, Überschrift, Geschichte, Illustration/ Foto = dem Beitragsbild.



Cover-Kitsch nein, danke.

Diese Klischeebilder wollte ich auch nicht auf dem Cover haben. Ein paar Schneeflocken und ein Tannenbaum der Jahreszeit entsprechend ja, aber bloß keinen Engel oder Stern oder Weihnachtskugeln oder so. Das hätte auch nicht zum Stil der Geschichten gepasst. Also kramte ich, (im Frühsommer), meinen Lieblingsadventsdekorationsanhänger heraus und fotografierte ihn - und voilà, jetzt spaziert er über mein Cover.




...

Was hat es mit Hühnergackern auf sich?

 Da kräht kein Hahn nach -
Doch, denn hier geht das Herz auf.

Hühner haben ein Herz. Und das auch für Menschen, wenn sie ihnen vertraut sind.

Diese Tatsache führte mir ein kurzes Video vor Augen, das in kurzen Clips besondere Beziehungen zwischen Mensch und Huhn zeigte. So viel Vertrautheit kannte ich vorher nur von anderen Tieren zu ihren Menschen. Aber ich bin ja auch nicht so der Typ, der besonders mit Vögeln auf dem besten Fuß steht. Ein frühes Kindheitserlebnis sorgte dafür, dass ich Angst habe, ihr Federkleid zu berühren, obwohl es sich eigentlich wirklich gut anfühlt. 
Aber dieses Video berührte mich sofort. (Und es war kein KI-Video, denn so etwas gab es da noch nicht. Dass man das heute dazusagen muss!)


Vom Clip zur Geschichte

Ich wählte das Video als Grundlage für mein nächstes Buch. Jeder Clip sollte Grundlage einer Geschichte werden.
Ich betrachtete mir jede Szene oft und sehr genau, und dann dachte ich mir eine Geschichte aus, in der diese Szene vorkommen konnte. Die Clips waren nur sekundenlang, manchmal mit einem Satz versehen, das ganze Video dauerte nur etwas mehr als eine Minute.
Und so entstand Geschichte nach Geschichte.

Die Krux mit dem Titel

Nach dem Beenden der Kurzgeschichten musste der Arbeitstitel in einen echten Titel geändert werden. Aber das ist so etwas, bei dem ich mich gern einmal vertue. Ausgangspunkt war ja die innige Beziehung zwischen Mensch und Huhn, also wählte ich ein Pars pro toto für den Titel: Von (Hühner-) Herz zu (Menschen-) Herz. Nur leider war dieses Bild schon vergeben, was ich viel zu spät bemerkte.

Was tun?

Mir geht es ja um die Verbindung zwischen Mensch und Tier. Nun ist es ja eine Gefühlsbindung, aber Kommunikation gehört ja auch dazu, und Hühner gackern nun mal. Was sie da gackern, nun das darf man in den Geschichten nachlesen. Und da ist der Titel dann etwas metaphorisch geworden.
Jedenfalls wird jetzt klarer, dass es um Geschichten mit Hühnern geht, obwohl auf dem Cover von Anfang an eines zu sehen war.
Allerdings fürchte ich, entweder bin ich zu generell oder zu speziell. Entscheidet selber.

...

eBook-Katalog von Smoothie Cat Launebücher

eBook-Katalog von Smoothie Cat Launebücher

 Klicke hier , um den Katalog zu öffnen. https://drive.google.com/file/d/1nEThgofzdweaMZWeozmNbsBjep8c4Wh6/view?usp=sharing