Freitag, 27. Februar 2026

Alle Achtung!

 Glitzerfäden durchzogen den ganzen Morgen,
Belegten die nackte Erde mit weißer Kälte.
Sonne weckte, weckte - vergeblich auf.
Aber dort, im freien Sonnenhügellicht,
Da lebt und summt und regt es vor sich hin.
Aufrecht hier blühen erste Blumen des Jahres,
Und hungrig umgarnen Bienen, Hummelvolk
Und allerlei Insekt die herrlichen Blüten.

 



Donnerstag, 26. Februar 2026

Akrostichen: Reklame, Rotzlöffel, Rühmen




R ein gar nicht mein Ding.
E inlullen lass ich mich nicht.
K aufst du mich?
L andet nicht im Einkaufskorb.
A ch so? Wieso?
M arken formen sich selbst.
E inkaufen ohne Reklame.

R otzfrech.
O der doch nur ausgebufft?
T otalchaos vorprogrammiert.
Z um Lachen auch manchmal.
L eider nicht so oft, leider.
Ö fter eher ärgerlich.
F ind ich nicht so schlimm.
F indest du nicht so schlimm.
E gal, wir machen's wieder weg.
L ieber 'nen Engel, statt 'nen Bengel!

R eichlich überzogen.
Ü ber nehme ich für dich.
H eros for ever.
M an, du übertreibst!
E igentlich nicht.
N ie genug.

Seelenfarbe

 

Foto von Mable Amber

Endlich entlockte der Frühling meinem wintermüden Körper lang ersehnte Bewegungsimpulse. Gestern gab es Wandfarbe im Angebot. Im Herbst hatte ich das Streichen nicht mehr geschafft, aber jetzt war der richtige Zeitpunkt gekommen.
Wie glücklich war ich, dass ich meine Lieblingsfarbe nicht erst anmischen musste. Das Schicksal hatte sie fertig für mich in den Supermarkt gestellt. Ich bereitete alles vor, klebte ab, legte den Fußboden aus, befreite die Wände von Spinnweben. Naja, die Reihenfolge stimmt vielleicht nicht ganz. Und die anderen Utensilien musste ich auch noch vorbereiten, man streicht ja nicht jeden Tag seinen Flur. 
Doch dann ging's los. Das etwas grau gewordene Weiß wurde übertüncht. Neue Farbe strahlte Gemütlichkeit aus. Und Lebensfreude. Ein mittelhelles Grün tat der Seele so gut!
Da hörte ich eine Zimmertür sich öffnen. Klappern in der Küche, ein unterdrückter Fluch. Oh je, düstere Vorahnungen beschlichen mich.
"Mareike, bist du das? Hast du gut geschlafen?" Ich biss mir auf die Lippen. Letzte Frage reizte morgenmufflige Teenager nur noch mehr.
Statt einer Antwort hörte ich die Badezimmertür klappen. Ich strich weiter. 
"Was ist das denn?" Entsetzen stand in Mareikes Gesicht geschrieben. Vielleicht auch in meinem. Sollte die Nutzung von Kamm und Bürste nicht Ordnung schaffen? Aber vor mir stand ein entrüsteter Teenager - zur Zeit normal - mit Haaren, die in unendlich viele Richtungen frisiert worden waren, mit aufgerissenen Mund und geweiteten Augen.
"Trauerweiden-Grün ist keine Farbe für die Wand. Das weiß doch jeder, Mama. Einfach nur peinlich." Und damit verschwand meine allerliebste Gewitterziege auf die Straße hinaus.

 

Wintermüde singen sie

 Eiskalt erwacht nun März.
Morgenrot verschönt den Frost.
Und munter wie im Frühling
Erklingt im Erwachen
Vogelgesang.



Mittwoch, 25. Februar 2026

Zwei Hasen in Dänemark

 Eine Geschichte, die das Leben schrieb.

Echt, schlicht, anrührend.

Foto von Jay Brand

Wie kam es dazu? Und warum wurde daraus ein Kinderbuch?

Nun, da muss ich etwas weiter ausholen. 
In meiner Anfangszeit nach dem Umzug vom Dorf in die Innenstadt fühlte ich mich oft einsam. Durch einen merkwürdigen Zufall traf ich in einer Zoohandlung auf Friederike, einem Zwergkaninchen, und sie begleitete mich nach Hause. Es war eine besondere Verbindung von der ersten Stunde an, und sie war ein außergewöhnliches Wesen. 
Nun war mir trotz meiner jungen Jahre bald klar, dass Zwergkaninchen einen Artgenossen brauchen. Aber jetzt bewusst zu suchen, fiel mir schwer. Doch eines Tages führte mich mein Weg oder Instinkt schnurgerade in eine andere Zoohandlung und vor einen Käfig. Darin saß Max. Nur wurde er mir Unwissenden als Weibchen verkauft. Kaum hoppelte Max zwei Meter auf meinem Fußboden, da kam Friederike auf ihn zu. Und Schwups, saß Max auf ihr drauf. Ihr könnt mir glauben, dass war die anstrengendste Aktivität seines ganzen Lebens. Und natürlich gab es dann Nachwuchs.
Max und 'Mama' verbrachten ihre ganze Zeit miteinander, außer wenn Rieke rumtobte und ihren Auslauf genoss. Max brauchte kaum Auslauf. Aber er war ein sehr geduldiger Papa und wurde später sogar ein wunderbarer Ziehvater für ein Meerschweinchen.
Die beiden hatten sechs Kinder, denn Rieke war diese Mischform, kein reinrassiges Zwergkaninchen. Aber das sechste war dann doch zu schwach und starb bald. Alle anderen wurden prächtige Persönlichkeiten.

Ihr seht, den scheuen Max und die mutige, lebensfrohe Friederike hat es wirklich gegeben.

Dänemark?

Gegenfrage: Wäre ein Küchenfußboden oder ein Gehege mit Fliesenboden irgendwie spannend als einen Hintergrund für eine Geschichte?
Deshalb wählte ich einen realen Ort, an dem auch tatsächlich Wildkaninchen leben; und der liegt tatsächlich in Dänemark. Das einzige Foto im Buch stammt von dort. Ich selbst war dort vor Jahrzehnten im Urlaub.

Hasen?

Ja, ich kenne den biologischen Unterschied. Aber bitte, wie klingt: Zwei Zwergkaninchen in Dänemark oder: Zwei Wildkaninchen in Dänemark? Wer käme da beim Lesen über die dritte Silbe hinaus?
Trotz der wahren Grundlage bleibt es ja eine Geschichte.

Der Text?

Der Text entstand schon Lebzeiten von Max, wann genau, weiß ich nicht mehr. Als ich 2014/15 mit dem Illustrieren anfing, begann ich auch mit Illustrationen zu diesem Text. Leider wählte ich ungünstiges Zeichenmaterial aus, so dass ich deswegen schnell die Lust verlor. 
Was sollte ich nun machen? Einen angefangenen Stil zu ändern, ist kaum eine gute Lösung. Einige Jahre später setzte ich mich dann doch noch einmal daran - und beendete schließlich die Illustrationen.

Nun, sollten noch Text und Bilder wie in einem Bilderbuch kombiniert werden. Wie lange ich daran herumprobierte, und nichts wollte werden. Vor etwa zwei Jahren beschäftigte ich mich etwas intensiver mit Kinderbuchgestaltung. Ich probierte einiges mit Canva aus. Schließlich entstand die jetzige PDF-Fassung.

Cover?

 Zugegeben, wohl das schlechteste Cover im Shop. Und dabei habe ich doch sonst keine Probleme, neu zu gestalten. 
Aber dieses spielt erstens nun wirklich keine große Rolle, und zweitens hat es Geschichte. Bei meiner Suche mit dem richtigen Umgang mit der Geschichte gibt es auch einen uralten Versuch bei Wattpad. Das Cover dafür war zwar auch mit Canva gestaltet, ließ sich aber nicht abspeichern und neu bearbeiten. Nun ist es aber von den Farben und den Schriftarten genauso, wie ich es mir gewünscht habe. Deshalb der Kompromiss. Einen besseren Eindruck bekommt man über die Vorschau im Shop.

Bilderbuch im Internet?

In einem früheren Blogartikel habe ich diese Frage schon einmal gestellt. Zunächst einmal ist die Datei nicht sehr groß und kann deshalb auch ausgedruckt werden. Außerdem ist noch immer in Planung, selbst gedruckte Ausgaben anzubieten. Das dauert aber noch. Auch Canva bietet Druckmöglichkeiten an, da müsste man sich dann aber persönlich austauschen.

 💨💨💨💨💨

Nun möchte ich euch diese Geschichte über "Hasen"liebe und Familie ans Herz legen.


...

Im Wandel

 Ich streife die Schatten der Nacht ab,
Wie ein Kleid,
Das mir nicht mehr stehen will.
Wie die Mode sich stets wandelt,
Wandelt mein Körper, mein Geist sich,
Und ich schäle Morgen für Morgen
Schicht für Schicht mit dem Bad ab.





Dienstag, 24. Februar 2026

Neu

 Da hoppelt mein Herz wieder
Wie zwei Häschen im Frühling.
Sorgen, Schmerz und Angst 
Hinter mir lassend,
Freue ich mich mit ihnen.





eBook-Katalog von Smoothie Cat Launebücher

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