Montag, 12. Oktober 2026

12 von 12: Nur diesen einen Tag - Tag für Tag

 Tatsächlich wieder der 12. 12 Oktober 2026 treffen wir uns nachmittags wieder bei Caro von "Draußen nur Kännchen".


Montagmorgen ist bei uns Mülltag. Und irgendwie ist 2026 wie das große Reinemachen bei mir. Auf allen Ebenen. Gerne auch ungefragt. Was will ich? Was will ich nicht? Worum geht es hier überhaupt?


Es ist (erst) Oktober, aber wie viele Tränen habe ich dieses Jahr schon geweint, wie viel Schleim aus meiner Lunge in den Orkus fabriziert,  durch wie viele Schmerzen bin ich gegangen, durch wie viele NoGoes? 
Wie viele wunderbare Träume hatte ich, die sich dann als Albtraum erwiesen haben. Wie wertvoll wurde mir meine Schreibzeit, trieb mich an, aus dem Bett, (fast) jeden Tag, ohne davon erschöpft zu sein - und dennoch wohl der falsche Weg?
Seit kurzem kaum noch Schreibzeit und schon unendlich erschöpft. Der richtige Weg? Ich kenne mich nicht mehr aus.

Ich kämpfe um mein Tagesgedicht, weil es ohne so ein trauriger Tag wird. Es klingt dieser Zeit nicht so wie sonst, aber so ist die Zeit eben.


Ich merke, dass Kochen mich nach wie vor entspannt und auch glücklich macht. Aber in den letzten Monaten fiel das sehr oft unter Luxus. Ein Luxus, den ich mir heute, heute jedenfalls gönne: Meine Seele schreit nach Obst und Gemüse.


Überstanden, und war gar nicht so schlimm. Die Übung macht's. Buchhaltung.


Schon das letzte Jahr stand unter dem Zeichen der Sonnenblume. Aber dieses Jahr auch, und auch ganz anders. Letztes Jahr konnte ich so schön anlegen. Ein neuer Ruhepol mit Sonnenblumen und Obstgehölzen entstand.
Im zeitigen Frühjahr säte ich Sonnenblumen auf der Fensterbank vor. Ich wollte die Ruheoase weiter ausbauen und auch meinen Balkon wieder umbauen. Dazu kam es nicht, denn wo einer etwas baut, muss sich der andere einmischen. Also blieb der Balkon wie er war, die Stecklinge wurden nicht ausgepflanzt und einen anderen Ruheplatz brauchte ich auch.
Aber die Sonnenblumen ließen sich nicht unterkriegen. Es hatten sich welche ausgesaamt, und die blühen immer noch, wenn auch in den letzten Zügen. Und selbst die aus den Vorsaaten kamen zur blühte und erfreuten im August und September mein Herz. Aber nun ist nun mal Herbst und ihre Blütezeit zuende.


Nein, dieses Jahr hat mir die Gartenarbeit keinen Spaß gemacht. Aber das ändert sich bestimmt wieder. Social Media hat mir Spaß gemacht, und ich habe viel darüber gelernt. Aber ich habe auch die Grenzen sehr deutlich gespürt. Irgendwie bin ich von meinem nächsten Buch/ eBook abgekommen. Jetzt, in einer kurzen Erholungsphase, habe ich die ersten Kapitel auf Wattpad veröffentlicht. Das lässt mich aufstehen. Albträume habe ich vom Spülen. Warum sind Neuanfänge so unsäglich unnormal, dass man glaubt, das kann doch nicht wahr sein. Das kann doch nicht deine Herausforderung sein. Ist aber wohl so. Samstag hatte ich eine Idee, und die hat etwas mit Chemie zu tun:


Vorhin ergab der Test, dass es nicht nur bei Schuhen funktioniert. Steht auch auf der Verpackung drauf, hätte ich mir vorher aber nie angetan. Aber eine Bauchnabelentzündung brauche ich kein zweites Mal, und alle zwei Tage waschen finde ich auch wenig optimal. Bin gespannt, ob es gelingen wird.
 

Etwas Küchenkramerei und ums Eck spazieren. Da kommt eine kleine Vormahlzeit gerade recht.
Zwiebelklein

Es köchelt schon längst gemütlich der Kohl, Kartoffeln und jetzt gleich noch die Zwiebel dazu. So was tut gut. 
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Das aktuelle Thema von "Calmtober" ist 'MUG'. Das passt doch.



Es war eine wunderbare Zeit, als es den NaNoWriMo noch gab. Da habe ich mich auf den Herbst gefreut. Die letzten zwei Jahre habe ich dann "Birdtober" von @aholmesartstudio gefunden. Aber nach der letzten Adventsausstellung war mir so die Lust aufs Zeichnen vergangen, dass ich mir immer einredete, ich hätte keine Zeit dafür. "Calmtober"  von @kriksisartlässt mich die Bleistifte wieder in die Hand nehmen - und ich setzte meine Erwartungen extrem niedrig an. Ein paar Minuten wirklich entspannen, das kann ich beim Zeichnen. Das ist dieses Jahr definitiv zu kurz gekommen. 


Essen ist fertig. Ich mags in der Regel schlicht: Gemüse, Kartoffeln, Zwiebel in gewürzter Brühe/ Salzwasser. Salzwasser vom Kochen wird bei mir seit Jahren nicht mehr abgegossen, sondern es wird gleich wie Suppe geplant und gekocht. 

Heute ist auch #Poesiemontag.


Will doch noch, wenn auch nur einen Absatz am Roman weiterschreiben. Da eine aufmunternde Benachrichtigung: Platz 4 in der Rangliste für 'Roman'. Und das seit Samstag. In der heutigen Zeit ein, wenn auch kurzlebiges Signal, richtig zu liegen. 😍😊😀🥰


Das Kapitel ist geschrieben, und demnächst könnt ihr es auf Wattpad lesen. 
Jetzt geht es für mich in den erholsamen Teil des Tages. morgen um fünf ist die Nacht vorbei. 
Einen schönen Nachmittag und Abend euch allen.

Traum(a)

Schmerzhaft manchmal Vergangenheit
Sich durchbricht.
Schmerzerfüllt mich gefangen hält,
Erschöpft, entgeistert zurücklässt,
Was nun neu sich erfinden muss.
Ist mein Körper der gleiche noch?
Bin ich's? Bin ich, was früher
Ich einmal gewesen bin?
Diese Erinnerung ist fort,
Was bleibt, ist ein Ich von mir.


Foto Andy Lee


Samstag, 10. Oktober 2026

Kokon

Wolkenwatte mich umhüllt,
Tut so wohl: eingehüllt.
Wollen, Sollen gedämpft.
Schmerz schmilzt tröpfelnd
In Watte hinein. Die wechselt
Selber sich aus.
Nichts tun, nur heilen.
Nichts hören, nur Wohlklang.
Nichts spüren, nur Balsam.


Foto Troy Tumbin


Freitag, 9. Oktober 2026

Ziegenweise: Innenansichten

 Teil 3 der Jahreskurzgeschichtenbände ist melancholischer

als "Die Hunde von Punta Canda" und "Wie ich in den Wald rief ..."

Foto Bernhard Jaeck

Das eBook trug lange Jahre den nichtssagenden Titel "Kurzgeschichten und Capriccios 2019". Das erfundene Wort "Ziegenweise" ist von einer lebenden Ziege inspiriert, die auch im Buch vorkommt.

Ganz in der "Tradition" der Vorjahre sollte wieder möglichst einmal im Monat eine Geschichte veröffentlicht werden - oder ein Capriccio. Aber die Ereignisse zuvor forderten ihren Tribut, alles geht tiefer, nicht mehr so leicht und flockig.
Und so beginnt das Buch reflektierend, weniger erzählend: Mein lilafarbenes Ich. Lila ist eine meiner zwei Lieblingsfarben, daneben symbolisiert sie auch das Kronenchakra.

Foto pixabay

Die Geschichten

1. Mein lilafarbenes Ich, ein verspieltes Capriccio.

2. Change your mind: Der Text entstand größtenteils während des Adventsbasars 2018. Die Geschichte ist wie eine Fabel oder noch eher wie ein Märchen zu lesen. Sie beruht auf einer merkwürdig resignierenden Gefühlslage, hervorgerufen durch einen Eindringling in meine Lebenswelt, der immer wieder nachpikte.

3. "Standing still" ist eine poetisch verdichtetes Capriccio. Ein ganz besonderer Moment, der sich garantiert nicht wiederholt.

4. Bei "Frühstück mit Katze" passierte mir einmal ein pikanter Fehler im Titel: "Katze zum Frühstück". Dabei war die Katze ein einziger Lichtblick. Sie half mir, meine Scheu zu überwinden, als ich mit meiner Selbständigkeit beim Putzen anfing.

5. "Zickenalarm" ist die heiterste Geschichte.

6. In "Malen nach Zahlen" reflektiere ich noch einmal kurz.

7. "Die Geschichte, von der Schnecke, die wegzog" ist eine Sommergeschichte und ist eigentlich eine Reaktion auf winters "Change your mind".

8. Es gibt Abschiede, die funktionieren nur schrittweise. "Mundharmonika" erzählt einen Schritt davon.

9. "Regentropfen" fasst die Form der Short Short Story, die 2026 so bedeutsam wurde, vorweg, und ist trotzdem persönlich.

10. "Der koreanische Drachen" ist eine alte Geschichte aus den Neunzigern, aber sie passte so gut in das Jahr.

11. Auch "Die Frau in Schwarz" ist älter, aber sie passt als einzige zu Halloween, dass ich sonst gar nicht mag und auch nicht feiere. Ich finde, diese Auswahl sagt viel über 2019 aus.

12. Die Weihnachtsgeschichte "Die Geschichte vom Licht" trägt dann aber wieder den typischen Weihnachtshoffnungstropfen in sich. Und da ist sie  wieder, diese Mischung aus Tiergeschichte für Erwachsene und Kindergeschichte.

Gerade in dieser Sammlung fällt auf, was ich schon von meinen ersten Schreibmaschinenversuchen auf Vaters Schreibmaschine her kenne: Wenn mir die Worte für ein Gefühl fehlen, umschreib ich es in Englisch. Der Text ist aber immer deutsch. Und wer mich etwas kennt, weiß: ich und meine Titelei, sie ist manchmal weniger als das Pünktchen auf dem I.

...

Momentstropfen

Wieder Frieden eingezogen.
Für den Moment?
Das hoffe ich nicht.
Ich sorge mich nicht.
Ich danke dem stillen Moment.

Foto pixabay


Donnerstag, 8. Oktober 2026

Poesiemontag: Neubeginn

Wie durch Sand sich schleppend
Vom festen Wattsand in Dünen hinein
Ausgetretener Pfad sich anfühlt.
Dann kehrst du um oder
Wechselts den Winkel.


Foto KI


Sonntag, 4. Oktober 2026

Machtspiele

Meine Seele soll verlieren,
Mit einer anderen sich duellieren - 
Und verlieren.

Meine Seele weiß noch keinen Rat,
Welchen Weg sie gehen mag.
Sie wartet, was Schöpfer ihr sagt.


Foto pexels


eBook-Katalog von Smoothie Cat Launebücher

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