Montag, 13. April 2026

Dich sing ich wach, mein Lied verkündet die Nacht

 Blogissimo fragt in seiner Blogparade #relevant nach Lerche oder Eule? Lest selbst.


Noch ist es dunkel, gerade ein Hauch von Morgenlicht färbt den Himmel heller. Jetzt beginnt das Konzert der Frühlingsvögel. Sonst ist alles still.
Diese Stille liebe ich als Lerche so sehr. Die Menschen schlafen noch oder verhalten sich zumindest verschlafen. In dieser Stunde kann ich mich am besten auf mich konzentrieren, am besten meine Kreativität einschalten.

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Früher dachte ich nicht daran, eine Lerche zu sein. Zwar schlief ich nie solange wie mein Bruder, 'eine Eule', aber so früh wie heute stand ich auch nicht auf. 
Das hätte auch nicht funktioniert, denn ich arbeitete etwa fünfzehn Jahre lang an der Oper, und eine Vorstellung endet im Durchschnitt gegen 22.30 Uhr. Gut, in der Zeit trank ich meinen letzten Kaffee gegen 21.00 Uhr. Wenn man jung ist, hat man noch so viel mehr Kraftreserven.

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Heute lebe ich im Sommerhalbjahr mit dem Sonnenaufgang, im Winter pendelt sich meine innere Uhr auf leicht später, aber ziemlich regelmäßig ein. Diese ruhige Zeit morgens schätze ich wirklich sehr und genieße sie.

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Die Nachteile liegen auf der Hand, zeigen sich aber erst, wenn sich das Alter spüren lässt. Oder ist es etwas anderes? Der eigene Wandel? Der Weltenwandel? Keine Ahnung. 

Ich arbeite nach wie vor gerne und viel, bin dann aber auch müde; läute den Feierabend ein, wenn andere ihren Nachmittagskaffee trinken. Und je nach Arbeitsintensität werde ich früher oder später müde. Das stört mich eigentlich nicht.
Oder doch? Noch vor Kurzem konnte ich zwar nicht täglich am Abend 'auf die Piste gehen', aber doch gelegentlich noch abends etwas mit Menschen unternehmen, ohne am nächsten Morgen Schwierigkeiten zu haben. Mit bald Mitte Fünfzig fällt mir das schwerer.
Oder auch nicht, denn neben der Lerche bin ich auch hochsensibel, dass heißt, ich wähle bewusst aus, mit wem ich Zeit verbringe. Also halte ich das 'Auf die Piste Gehen' nur hin und wieder gut aus, und genieße es dann umso mehr.

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Wie geht es euch anderen Lerchen? Habt ihr auch das Gefühl, von über neunzig Prozent Eulen umgeben zu sein?
Das ist das eigentliche
Kernproblem von Lerchen und Eulen, sie verpassen sich immer. Hier passt der Satz wirklich: Gleich und gleich gesellt sich gern. Ach, ihr Lerchen, wo seid ihr nur?


Akrostichon am Montag: Verhohnepipeln

 

V eralberst du mich etwa?
E infach hochnäsig!
R ichtig erkannt.
H ör zu! So nicht mit mir!
O der was?
H ochnehmen feingeistig
N icht doch!
E i, Alter, merkste was?
P ass bloß auf, Freundchen!
I h wo, veräpple dich doch nicht.
P ure Veräppelung
E ine leichte Satire gefällig?
L eichtfüßige Verarschung
N aseweiss, du!





Zaubertrank-Smoothie

 Warm läuft Mix durch mich hindurch,
Wärmt das Herz, dass es sich öffnet,
Wärmt die Lunge, dass ich frei atme,
Wärmt die Adern, was mich belebt,
Wärmt mir den Magen,
Wärmt Bauch und Galle mir,
So dass ich die Nacht entgifte.
Belebt mit Vitaminen und
Purer Klarheit, Gewürzwasser mein.
So entsag ich Kaffee und Tee und
Läute neuen Tag ein.


Foto von Pixabay



Sonntag, 12. April 2026

12 von 12 April: Wer machen kann, was er will (oder auch nicht)

 Frühling bei 12 von 12. Heute Abend treffen uns dann bei Caro von "Draußen nur Kännchen". Bis dahin einen schönen Sonntag!💗

 

1. Ein bisschen Luxus am Morgen: Zeit für ein gutes Frühstück.




2. Das Tagesgedicht-Schreiben gehört mittlerweile zu meiner Morgenroutine. Auch wenn keine Routine perfekt ist.


Zu jedem Gedicht/ Blogbeitrag brauche ich ein Foto. Mir hat an KI gefallen, dass ich meine Gedankengänge in ein Bild umwandeln konnte. Das ging mit Grok hervorragend. Da die Rechenleistung aber immer höher getrieben werden soll, ist das nicht mehr kostenfrei. Andere Tools sind einfach nicht so gut. So unterstütze ich so gut es geht Fotografen auf Pexels und Pixabay, im warmen Halbjahr kann ich selber fotografieren, nur zum Illustrieren fehlt mir einfach die Zeit. 


3. Social Media gehört zum Autorinnenleben dazu, auch am Wochenende. Ich habe mir insbesondere für Instagram einen Wochenplan erstellt, bei dem ich abwechselnd schreibe oder gestalte. Heute #Textschnipselsonntag dran:


 Das Gute daran ist, im "Homeoffice" kann sich zumindest mein Körper weiter von der Krankheit letzte Woche erholen. Aber immerhin kann ich meinen Kopf wieder gebrauchen.

4. Da ich mir die geplante Gartenarbeit noch nicht zutraue, nehme ich euch heute mit zum Kochen. Das ist schon Mühe genug, aber immerhin kann ich  wieder ohne Schmerzen essen.

 Diät:
Weniger, aber nicht ohne und mager (obwohl ich sowieso nicht viel Fleisch esse.) Trotzdem kann ich eine Menge wieder zurückschrauben und ändern.

Zwiebeln sind lecker und helfen gegen 
Bronchialschleim.


Kartoffeln dazu. Seit Jahren koche ich One-Pot-Gerichte.



Fertig.





















5. Doch noch nach draußen getraut.

Irgendwie sehe ich nach Gartenarbeit 
immer wie ein Teil vom Garten aus. 

Jetzt kann es Abend werden. Ich wünsche uns allen, dass er schön wird.


Flieder

 Wenn das Veilchen wieder blüht...
Kennst du das alte Lied?
Es spricht vom Sommer und der Liebe.
Ich spreche vom Frühling, von Hoffnung.
Befreit von Schnee und Tiefseefrost.
Endlich lediglich noch Kühle!



Samstag, 11. April 2026

(Un)verzagt?

Jahre beutelten mein Herz.
Hier und da tat es einen Sprung,
Manchmal, oder öfter, zog es
Sich ganz in sich zusammen.
Traute sich dann nicht mehr.
Wie ausgebeutelt im Laufe
Der Jahre mein armes Herz.
Doch ich will es wagen,
Jeden Tag aufs Neue.


Foto von Aniket Suryawanshi


Little Memories of nothing

 Du liebe Zeit! Meine erste gab es im Advent, als ich ein frischer Teenager war, am Nachmittag zu Plätzchen. Jetzt bin ich auf Diät und Ernährungsumstellung. Dazwischen liegen etwa 40 Jahre. In diesen Jahren hatten wir heiße Affären miteinander, traurige Phasen und unzählige versuchte Trennungen.
In welchen Höhen wir schwelgten, als ich jung war. Ich ließ mir sogar von einem Chemiestudenten seine Formel ausdrucken. So konnte ich ihn immer bei mir tragen.
Dann kamen die gemütlicheren, genussvolleren Momente dazu. Wir luden Milchschaum, Kakaopulver und Zucker dazu ein. Und einmal tröstete er mich, als ich fremdgegangen war und es bereute. Ich weiß, ein merkwürdiger Seelentröster, aber damals war es so. 
Mit dem Alter kamen Probleme auf. Man vertrug sich nur in Maßen. Aber dann, wenn man unverhofft wieder vollmundig aufeinander traf, war da wieder diese Leidenschaft. Die, die sich irgendwann wieder wegdreht und geht. Wohltemperiert ist auf Dauer besser, geliebte Tasse Kaffee.

  



Foto von pexels

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