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Donnerstag, 5. März 2026

Ewig?

 Kalt, kälter, am längsten kalt.
Bitter lacht der erste halbe Tag
Den späten Nachmittag
Mit seiner nackten harten Kälte.





Freitag, 6. Februar 2026

In einer Winternacht

Die Dunkelheit des frühen Morgens
Birgt soviel Potentielles!
Vielleicht ein Geschenk des Winters,
Der dich zwingt, in langer Nacht
Dich zu entscheiden,
Welchen Wolf du fütterst,
Wohin dein Gedanken schweifen.
Wie du diesen neuen Tag gestaltest,
Liegt genau in diesem Moment.
Verwirkliche, was dir Freude macht.

 



Donnerstag, 5. Februar 2026

Ein warmer Sonnenstrahl

 Bitter zieht Kälte des Winters durch das Land.
Schnee und Eis bedecken Landschaft.
Ummantelt dicker Schnee Wurzeln und Strauch,
Wachsen scharfe Waffen an hohen Kanten und Rändern:
Ein Hauch gezielter Februarsonne und
Spitzen Geschossen gleich fallen zertrümmernde
Eiszapfen zu Boden, alles dabei wuchtig treffend.




Sonntag, 1. Februar 2026

Eine Sekunde Heiterkeit

 Frostgewaltig kommst' daher,
Februar.

Frostig erscheint die Welt
Im neuen Jahr.

Winter lädt sich selber ein,
Dauergast.

Und doch, es ist schon abzusehen:
Frühjahr fast.




Freitag, 30. Januar 2026

Glimmspan

 Der Funke der Worte will nicht entflammen,
Zu sehr will Geschäftigkeit ihn auswehen.
Alltag. Winter. Schnellflug.
Es verlangt der Frost Tribut,
Dunkelheit verlangt nach Langsamkeit.
Beides gleichzeitig; einem Tauziehen gleich.
Und der Zugwind will Wortfunkenverlöschen.
Leise also glimmt das Feuer der Kreativität im
Winterschlaf, Wintertrotzen. Aber er wärmt.

Foto von Pixabay


Samstag, 24. Januar 2026

Im Grunde

 Leise manchmal nur
Klingt Ton in mir,
Stimme, das Klopfen
Meines Herzens pocht
Gedämpft, verschlafen
Wie der Grund eines
Zugefrorenen Sees.
Wie die Fische und Pflanzen
Dort ihren Winter verbringen,
So schlägt mein Herz immer weiter.

 



Freitag, 23. Januar 2026

Winter - etwas Humor und etwas Sorge

 Arg verspäten tut sich Frühling dieses Jahr.
Dick mit Schnee ummantelt liegt alles da.
Mancher sagt: So soll es sein, so wie es immer war.
Mag sein, doch sorgen mich Meis' und Reh und auch die Katz'.
Wie lang schon wärt die eis'ge Zeit, wie lang schon Hunger.
Wie lang ist's her sie alle waren putze munter?
Ich wünsch mir Frühling her, und alles wäre bunter.
Kein Schneeglöckchen sich hinaus nur wagt,
Auch die Christros' war selten so verzagt.
Das Eis vom Dach, es traf sie hart.
Was als Schutz gedacht,
Hat diesmal nicht gut über sie gewacht.
Winter hält wacker durch
So auch du, so auch ich,
Da müssen wir eben durch.




Freitag, 9. Januar 2026

Gezeiten

 Jung auf dieser Erde
Verspielte ich den Winter
In weißen Schneewelten.
Mein altes Herz erinnert gern sich
an Schneemann, an Schneeengel.
Schaue ich heut' mir weiße Pracht nun an;
Denk' ich doch lieber an Frühlingsblumen.
Bis dahin verschließ' ich mich
Mollig warm in meine Gedanken
Und pflanze im Herzen eine Rose.











Samstag, 3. Januar 2026

Wohl behütet

 Weiß deckt Schnee nun alles zu,
beruhigt mit Klarheit Welt und Geist,
denn mehr Kraft benötigt Körper nun,
zu durchbrechen Schnee und Eis.
So lädt uns diese Decke ein,
weniger verschwenderisch zu sein
mit unseren Kräften;
sie zu konzentrieren, sich wiederzufinden,
seine Kräfte neu zu binden
der Blume gleich, die unter Schnee,
verborgen, nun ausruhen kann,
um bald dann wieder neu erblühen zu können.






Mittwoch, 31. Dezember 2025

Jahreswechsel

 Ja, Kreisläufe bestimmen das Leben.
keine gerade Linie.
Akzeptiere, atme, begreif,
lerne vom Zyklus der Frau,
vom Zyklus der Jahreszeiten,
vom Tage und der Nacht,
vom Mond und den Gezeiten
und lass dich von der Natur leiten.
Zyklen bestimmen das Leben.





Montag, 29. Dezember 2025

Winter

 Gestern noch sah ich ein Bild,

ein Bild, das ich vor Jahren beschrieb.

Heute erscheint es mir wie ein Relikt

uralter Zeiten - und mich wärmt 

die Erinnerung daran in eiskalten Zeiten.



In meinem Buch "Kastors Rosen" gibt es mehrere Zyklen. Einer davon ist der Jahreszeitenzyklus in seinen vier Gedichten. Jahrzehnte später bei einem Besuch fand ich genau das Bild, das ich vor meinem geistigen Auge hatte, als ich L'inverno schrieb. Wieder über ein Jahrzehnt später finde ich einen Abklatsch dieses Bildes bei einem Spaziergang wieder. Aber reicht, um sich zu erinnern. 

Was ich damit sagen möchte, ist, dass Gedichte eine Wirkung haben und diese auch behalten. Und auch, dass das heutige Gedicht ein Bild für etwas ist, dass sich durch die Jahrzehnte verändert hat.  

Montag, 22. Dezember 2025

Rauhnächte

 Sternenklar die Mitternacht versank,

Sank in meine Träume hinein,

Fand keinen Frieden, denn die Krieger der Nacht

Durchfochten Vergangenes und Vergangenheit.

Heut, am Morgen lösche ich die Nacht,

Entzünde das Licht des Tages

Und bin ganz im Hier und Jetzt.


miteinander ringende Gespenster in der Nacht






Samstag, 6. Dezember 2025

Zum Nikolaustag

 Der Stern der Mitternacht 

Versöhnt die Herzen mit der Dunkelheit.

Das reine Leuchten reinigt von Schmerzen

Und lässt hoffen. Wo aber Hoffnung ist,

Ist wieder Raum für Miteinander, für Liebe.






Mittwoch, 19. November 2025

Und dennoch!

Wenn Müdigkeit dich drängt,
Vergesse nie, doch aufzustehen.
Bleierner Schleier umwebt dich sonst bald,
Und die Gespenster der Nacht
Werden zu deinem Träumen am Tag.





 

Montag, 17. November 2025

Winterruhe

Mein Herz, meine Seele,

Sie lachen wie

Die ersten frühlingsgrünen

Blumenblätter, wie

Die bunten Krokuskelchen,

Die strengen Büschel Schneeglöckchen.

Sie erwarten den Frühling,

Träumen sich in ihn hinein

Und überdauern so den Winter.

 

träumender Bär in einer Baumhöhle umgeben von Krokussen, Schneeglöckchen und Narzissen



Freitag, 21. März 2025

Frühling

 Eiskalt ergraut der Tag.

Als hätte der Winter verschlafen

Und bliebe noch eine Weile.

Zuversicht und Gewissheit

Helfen hier: Noch immer

Kam der Sommer wieder.

Die Vögel singen es mir.

Unverdrossen trotzen sie

Der Schlafmütze und 

Bauen ihre Nester.

Und so träume ich mich in den Tag.

Welche Farbe gieße ich

In das Grau des Morgens?






Samstag, 18. Januar 2025

Farbenfreude

 Wassermelonen

Im grauen Winterhalbjahr,

Das muss sich lohnen!

Das frische Grün drum herum.

Innenrot kommt auch nicht um.




Samstag, 11. Januar 2025

Tanka 'Es mühselig rinnt'

 Es mühselig rinnt

Das Flusswasser im Winter

Untern Eis geschwind.

Doch jeder flotte Tropfen

Legt den Fluss aufwärts offen.





Donnerstag, 9. Januar 2025

Tanka Fenstersterne

 

Die Fenstersterne

Aus weißen Glitzerfäden,

So wär'n wir gerne:

Ach, so reichlich elegant.

Doch im Sommer nicht mal Tand!


Eisblumen im Fenster




Samstag, 21. Dezember 2024

Der erste Schnee

 

Der erste Schnee fiel,

Der wie Puderzucker schien.

Es schneite noch viel,

Und der sommerklare Teich

Verschwand im Schneekleid noch gleich.




eBook-Katalog von Smoothie Cat Launebücher

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