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Mittwoch, 25. Februar 2026

Zwei Hasen in Dänemark

 Eine Geschichte, die das Leben schrieb.

Echt, schlicht, anrührend.

Foto von Jay Brand

Wie kam es dazu? Und warum wurde daraus ein Kinderbuch?

Nun, da muss ich etwas weiter ausholen. 
In meiner Anfangszeit nach dem Umzug vom Dorf in die Innenstadt fühlte ich mich oft einsam. Durch einen merkwürdigen Zufall traf ich in einer Zoohandlung auf Friederike, einem Zwergkaninchen, und sie begleitete mich nach Hause. Es war eine besondere Verbindung von der ersten Stunde an, und sie war ein außergewöhnliches Wesen. 
Nun war mir trotz meiner jungen Jahre bald klar, dass Zwergkaninchen einen Artgenossen brauchen. Aber jetzt bewusst zu suchen, fiel mir schwer. Doch eines Tages führte mich mein Weg oder Instinkt schnurgerade in eine andere Zoohandlung und vor einen Käfig. Darin saß Max. Nur wurde er mir Unwissenden als Weibchen verkauft. Kaum hoppelte Max zwei Meter auf meinem Fußboden, da kam Friederike auf ihn zu. Und Schwups, saß Max auf ihr drauf. Ihr könnt mir glauben, dass war die anstrengendste Aktivität seines ganzen Lebens. Und natürlich gab es dann Nachwuchs.
Max und 'Mama' verbrachten ihre ganze Zeit miteinander, außer wenn Rieke rumtobte und ihren Auslauf genoss. Max brauchte kaum Auslauf. Aber er war ein sehr geduldiger Papa und wurde später sogar ein wunderbarer Ziehvater für ein Meerschweinchen.
Die beiden hatten sechs Kinder, denn Rieke war diese Mischform, kein reinrassiges Zwergkaninchen. Aber das sechste war dann doch zu schwach und starb bald. Alle anderen wurden prächtige Persönlichkeiten.

Ihr seht, den scheuen Max und die mutige, lebensfrohe Friederike hat es wirklich gegeben.

Dänemark?

Gegenfrage: Wäre ein Küchenfußboden oder ein Gehege mit Fliesenboden irgendwie spannend als einen Hintergrund für eine Geschichte?
Deshalb wählte ich einen realen Ort, an dem auch tatsächlich Wildkaninchen leben; und der liegt tatsächlich in Dänemark. Das einzige Foto im Buch stammt von dort. Ich selbst war dort vor Jahrzehnten im Urlaub.

Hasen?

Ja, ich kenne den biologischen Unterschied. Aber bitte, wie klingt: Zwei Zwergkaninchen in Dänemark oder: Zwei Wildkaninchen in Dänemark? Wer käme da beim Lesen über die dritte Silbe hinaus?
Trotz der wahren Grundlage bleibt es ja eine Geschichte.

Der Text?

Der Text entstand schon Lebzeiten von Max, wann genau, weiß ich nicht mehr. Als ich 2014/15 mit dem Illustrieren anfing, begann ich auch mit Illustrationen zu diesem Text. Leider wählte ich ungünstiges Zeichenmaterial aus, so dass ich deswegen schnell die Lust verlor. 
Was sollte ich nun machen? Einen angefangenen Stil zu ändern, ist kaum eine gute Lösung. Einige Jahre später setzte ich mich dann doch noch einmal daran - und beendete schließlich die Illustrationen.

Nun, sollten noch Text und Bilder wie in einem Bilderbuch kombiniert werden. Wie lange ich daran herumprobierte, und nichts wollte werden. Vor etwa zwei Jahren beschäftigte ich mich etwas intensiver mit Kinderbuchgestaltung. Ich probierte einiges mit Canva aus. Schließlich entstand die jetzige PDF-Fassung.

Cover?

 Zugegeben, wohl das schlechteste Cover im Shop. Und dabei habe ich doch sonst keine Probleme, neu zu gestalten. 
Aber dieses spielt erstens nun wirklich keine große Rolle, und zweitens hat es Geschichte. Bei meiner Suche mit dem richtigen Umgang mit der Geschichte gibt es auch einen uralten Versuch bei Wattpad. Das Cover dafür war zwar auch mit Canva gestaltet, ließ sich aber nicht abspeichern und neu bearbeiten. Nun ist es aber von den Farben und den Schriftarten genauso, wie ich es mir gewünscht habe. Deshalb der Kompromiss. Einen besseren Eindruck bekommt man über die Vorschau im Shop.

Bilderbuch im Internet?

In einem früheren Blogartikel habe ich diese Frage schon einmal gestellt. Zunächst einmal ist die Datei nicht sehr groß und kann deshalb auch ausgedruckt werden. Außerdem ist noch immer in Planung, selbst gedruckte Ausgaben anzubieten. Das dauert aber noch. Auch Canva bietet Druckmöglichkeiten an, da müsste man sich dann aber persönlich austauschen.

 💨💨💨💨💨

Nun möchte ich euch diese Geschichte über "Hasen"liebe und Familie ans Herz legen.


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Dienstag, 4. November 2025

Sollbruchstelle, Kurzgeschichte

 Unerwartetes kann jederzeit um die Ecke kommen.

Wie reagierst du darauf? Und wenn dein Herz betroffen ist?

Isa muss da durch...


Nicht als Roman, sondern als vielschichtige Kurzgeschichte behandelt Karin Dilemma dieses Thema. In der Tat ist die Bildhaftigkeit und die Symbolkraft einem Gedicht ähnlicher als einer Geschichte. Dilemma spielt mit verschiedenen Ebenen, und genau das bringt Nachdenklichkeit hinein.

Im Grunde genommen handelt es sich um eine beinahe alltägliche Situation. Nur für denjenigen, der sie gerade durchmacht, ist sie nie alltäglich. Sie fühlt sich wie eine Bruchstelle an. Was aber, wenn aus einer Bruchstelle eine Sollbruchstelle wird?

Isa entdeckt, ohne sie gesucht zu haben, eine Parallele zwischen Schokolade und einem Cutter. Und an dieser vermischen sich die Ebenen der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.


Welche Richtung wird Isa einschlagen?

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Montag, 13. Oktober 2025

Von Männern, Frauen und Nymphen - Das Ritornell des Lebens

 


Ich weiß gar nicht, wie das heute ist: Liest noch jemand Homer oder Ovid?

Ich hoffe doch, denn sonst verpasst du so viele und so spannende Geschichten. Schon im Lateinunterricht übersetzten wir Teile von Ovids Metamorphosen aber auch den Gallischen Krieg. Ich erinnere mich noch an Pyramus und Thispe aus den Metamorphosen sehr gut.

Als junge Erwachsene hatte ich herrlicherweise viel Gelegenheit mich mit der Antike und deren Literatur auseinanderzusetzen, bzw. zu lesen. Besonders die Jahre mit der großen Troia-Ausstellung in Braunschweig, bei der ich eifrig mitwirkte, und das Jubiläumsjahr 1999 in Weimar stechen heraus.

Logischerweise entstanden in dieser Zeit auch Gedichte, die entweder antike Stoffe behandelten oder sich mit deren Gedichtformen auseinandersetzten.

In dieser Zeit, 1999, entstand das Gedicht 'Ritornell des Lebens'. 

Das Thema kann man mit dem Schlagwort 'Nymphen' abhandeln. Aber so oberflächig sind Gedichte nicht.

Nymphen gibt es in der antiken Sagenwelt viele. Natürlich steht jede für sich und wer kennt nicht Botticellis Primavera mit den tanzenden Nymphen? In Geschichten kann man sich Nymphen ohne einen männlichen Gegenpart nicht vorstellen und das ist in diesem Gedicht nicht anders. Nun sind diese Beziehungen ganz verschiedener Natur. Die Hyaden, zum Beispiel, zogen den göttlichen Knaben Bacchus auf, Orion verfolgte die Pleiaden, die durch göttliches Eingreifen in Sterne verwandelt wurden. Da ist ein gewisser Kreislauf in diesen Beziehungen.

Und dann ist da noch ein Kreislauf. Mir erscheinen die Nymphen ein wenig wie antike Naturwesen, wie Elfen aus dem Mittelmeerraum, und so finden sie sich in den Elementen wieder. Dryade und die Eschennymphen haben ihre Bäume, die Quellnymphen und Nemertes das Wasser, die Pleiaden den Himmel und die Musen, ja die Musen. Nymphen scheinen sich dem Naturkreislauf anzuschließen. Aber ist der Kreislauf der Beziehungen nicht auch ein natürlicher?

Diese Kreisläufe werden im Gedicht durch die gewählte Form sichtbar. Es besteht aus Strophen, die jeweils die Form eines Ritornells haben.

Nun ist ein Gedicht keine Abhandlung und soll es auch nicht sein, aber  oft entdeckt man deren Tiefe erst beim mehrmaligen und langsamen Lesen. Aus diesem Grunde passen Illustrationen so gut zu Gedichten. Sie sorgen für eine Pause und werfen einen weiteren Blickwinkel auf die Aussage des Gedichts. Und so ziert jede Strophe eine kleine Bleistiftzeichnung.

 

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Freitag, 12. April 2024

Erstaunlich: Ein paar Gedanken

Wie oft fehlt mir die Zeit für Romane. Für ein Krankheitstag ist ein frischer Roman allerdings ein Segen...

Heute Ruhetag


Ich begann das Buch vor kurzem etwas zögerlich, weil ich als junger Mensch bereits einen Roman vom Autor gelesen hatte. Ach, wie sich die Zeiten ändern! Erholend im Bett liegend las ich es aus. So weit so gut.


"Die Nacht von Lissabon" las ich zwar damals auch sehr schnell durch aber mit einer gewissen Distanz zum Thema. Ich war jung, kurz nach dem Abitur, vor dem Studium. Die Welt Anfang der Neunziger war eine andere. Diesmal war es anders.


Das Thema des Klappentextes animierte mich nicht gerade, ein Roman mit einem jungen Soldaten auf Urlaub als Helden. Das Thema kommt doch gerade überall, brauche ich das als Roman?

Ja! Nach dem Lesen. Und erschreckend. Denn die Beschreibung der Gefühlswelten während der Urlaubstage könnten aus der heutigen Zeit stammen. Bei jedem zweiten Satz konnte ich mitfühlen. Begreifen, dass das schon mal jemand durchgemacht hat. Erstaunlich. Verwirrend. Ein Roman zeigt, wie upside down alles ist.

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