Wie ein Schatten sich
Vor das Licht schieben kann,
So verschwindet Schatten wieder,
Weil nichts statisch ist.
Nur im vermeintlichem Stillstand
Der Dunkelheit
Glauben wir nicht,
An das wiederkehrende Licht.
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| Foto von Adina Voicu |
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Die Kühle erfrischt mich -
Nicht wirklich.
Steppenmittagstrockenheit.
Sie schwächt mich -
Nicht wirklich.
Am Ende des Sommers
Wird mein Körper
Der verlederten Erdschicht
Gleich sein.
Es sticht der Schmerz mich
Von Zeit zu Zeit,
Brennt wie Härchen vom Sommerkraut -
Du weißt schon, welches ich mein',
Doch wie der Quaddelschmerz zügig vergeht,
Vergeht das Brennen alter Wunden.
Wie mit der Zeit die Quaddeln nicht mehr quellen,
Vergeht Stück für Stück der tiefe Schorf,
Hinterlässt mit der Zeit verheilte helle Narben.
Dachte ich noch, Frieden
Sei Lösung, wirbelte
Ein Sturm auf gleich
Einem Orkan und nichts
Blieb wie es war. Oder:
War das vielleicht der
Sinn? Erschüttert lag ich
Am Boden. Aber
Menschen kriechen nicht.
Oder vielleicht doch?
Wir werden sehen...
Will heute fühlen.
Will spüren, will
Frühling begreifen.
Und doch begrüßt mich
Allmorgendlich
Bittere Kälte.
Und mühsam nur
Taue ich
Bis mittags auf.
Langsamer ziehen
An Grashalmen
Geht nicht.
Wind verweht Staub in der Luft,
Wirbelt auf, verändert Stillstand.
Einer feinen Dusche gleich spült
Regen Luft rein. Staubfrei,
Erfrischend, belebend.
Danach ein neuer Tag.
Gern will Angst, Stress uns mutlos machen.
Gern bringt Morgen Wunsch nach Verkriechen.
Heute Nacht fiel wieder Schnee.
Entscheide ich mich, wie?
Sieh nur, der Frühlingskrokus im März
Bedenkt dies gar nicht. Trotz dem kalten Fuß
Blüht er weiter auf. So nun zu sein,
Soll mein Bestreben werden.
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| Foto Syelle Beutnagel |
Feiner Goldstaub belegt den Stempel einer Blüte.
In Verquickung mit der Sonne und genügend Regen
Entsteht neues Leben.
Wie weißer Puderzucker
Fein über den Kuchen gesiebt
legt sich manchmal Schmerz
Auf meine Seele nieder,
Nur versüßt er nicht den Anblick,
Er täuscht volle Lebendigkeit vor.
Ich streife die Schatten der Nacht ab,
Wie ein Kleid,
Das mir nicht mehr stehen will.
Wie die Mode sich stets wandelt,
Wandelt mein Körper, mein Geist sich,
Und ich schäle Morgen für Morgen
Schicht für Schicht mit dem Bad ab.
Doch, ein Traum besteht,
Ein Traum, dass jemand für mich
Die Sorgen übernimmt,
Das Sorgen manchmal auch.
Doch merkwürdig fühlt sich an,
Würde ein Traum wie dieser
Zur Wahrheit werden.
Wie ein unfreier Vogel würde
Seine Stimme nach und nach verklingen.
Bitter zieht Kälte des Winters durch das Land.
Schnee und Eis bedecken Landschaft.
Ummantelt dicker Schnee Wurzeln und Strauch,
Wachsen scharfe Waffen an hohen Kanten und Rändern:
Ein Hauch gezielter Februarsonne und
Spitzen Geschossen gleich fallen zertrümmernde
Eiszapfen zu Boden, alles dabei wuchtig treffend.
Der Funke der Worte will nicht entflammen,
Zu sehr will Geschäftigkeit ihn auswehen.
Alltag. Winter. Schnellflug.
Es verlangt der Frost Tribut,
Dunkelheit verlangt nach Langsamkeit.
Beides gleichzeitig; einem Tauziehen gleich.
Und der Zugwind will Wortfunkenverlöschen.
Leise also glimmt das Feuer der Kreativität im
Winterschlaf, Wintertrotzen. Aber er wärmt.
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| Foto von Pixabay |
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