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Sonntag, 2. August 2026

Herz über Kopf

Was wird, sehe ich nicht kommen.
Was ist, kann ich spüren.
Was ich fühle, kann ich wahrnehmen.
Und es dann verändern.

Die Gedanken hinterfrage ich.
Relikte der Vergangenheit sind sie.
Vergangenes führt direkt ins Jetzt.
Waren vergangenen Gedanken gut?


Foto Eberhard Grossgaststeiger


Dienstag, 25. November 2025

Zyklus

 Im Glauben, dass mein Herz den Weg weiß,

Lässt das Erwachen am Morgen mich nicht erschüttern.

Ich sehe den Stern der Nacht leuchten und er wird

Zum Morgenstern. Und über den Morgenstern

Erhebt sich die Sonne, die mein Herz wärmt

Und deren Strahlen meinen Weg ausleuchten.





Montag, 16. Juni 2025

Laut

 Die Frage ist mir manchmal,

Stimmt, was ich tu, noch so

Oder verpass' ich gerade 

'nen Abzweig. Auch hier

Nur hier hilft Stille mir.

Und doch spür' ich 

Manchmal nicht 

Den Mut dazu.


Fuchsienblüte



Dienstag, 18. Februar 2025

Einreißen

 Wand aus Schrecken überrollt

Bei unachtsamen Gedanken schnell,

Findet geschickt den Einlass

Im gedankenschwachen Moment.

In kleinen Schritten, achtsam,

In liebevollen Gesten zu sich 

Und anderen verschwindet die Wand,

Löst sich auf, weil sie sich selbst

Nicht nähren kann. Sie braucht dazu

Dich, dein Leck, deine Schatten.








Montag, 23. September 2024

Dankbarkeit

 Ich umfange den neuen Tag 

Mit Freude über das Wunder

Des Morgenrots, das soviel

Schöner, soviel mächtiger

Als der Schmerz in meiner Seele ist.


Dienstag, 17. September 2024

Selbstwert

 Ich bin.

Ich bin mutig.

Ich bin besorgt.

Ich bin.

Manchmal traurig.

Ich bin liebevoll.

Ich bin wertvoll.

Dann kommt Angst auf.

Ich bin...

Was erzähle ich mir heute?


Montag, 5. August 2024

Was ist ein Gedicht?

 Wie erkennt man ein Gedicht?

Natürlich könnte man jetzt zu Aristoteles im antiken Griechenland zurückgehen, um mit einer Antwort zu kommen. Aber ich möchte mal in diesem Zeitalter bleiben.



Form

1. Ein Gedicht erkennt man oft schon an der äußerlichen Form. In der Regel wird die Zeilenlänge nicht voll ausgenutzt, weil nicht der Dokumentenrand, sondern der Versbau die Zeilenlänge bestimmt.

Oft wird für ein einzelnes Gedicht keine ganze Dokumentenseite benötigt. Beispiele für Ausnahmen sind manche antike Hymnen von Homer oder Balladen, die häufig viele Verse haben. Schillers 'Glocke' ist auch ein Beispiel. Die Strophe wiederum ist optisch gut zu erkennen.

Beispiel 1, Anfang des Hymnus 'An den delfischen Apollon' von Homer:

"Denken und nimmer vergessen will ich des Schützen Apollon,
den selbst Götter fürchten, wenn er dem Hause Kronions
naht; und sie erheben sich gleich, sobald er herankommt,
....."

Beispiel 2, aus "Die Kraniche des Ibycus" von Friedrich Schiller:

" Und schwer getroffen sinkt er nieder,
Da rauscht der Kraniche Gefieder,
Er hört, schon kann er nicht mehr sehn,
Die nahen Stimmen furchtbar krähn.
"Von euch ihr Kraniche dort oben!
Wenn keine andre Stimme spricht,
Sey meines Mordes Klag' erhoben!"
Er ruft es, und sein Auge Bricht.

Der nackte Leichnam wird gefunden, 
und bald, obgleich entstellt von Wunden,
.... " 


Inhalt

2. Ein Gedicht unterscheidet sich sprachlich von Prosatexten. Vom Drama unterscheidet es sich durch die Länge. Im Drama und in Prosa gibt es immer eine Handlung, einen Erzählstrang, der sich durch die Geschichte zieht. 
Ein Gedicht erzählt nicht, sondern "malt" mit Worten ein Bild, eine Stimmung.

Aufbau

3. Im Gedicht wird sehr stark mit rhetorischen Stilmitteln gearbeitet, um eine bestimmte Wirkung zu erreichen. In der Prosa spielen Stilmittel eine untergeordnete Rolle. Hier prägt eher der persönliche Schreibstil. Ausnahme ist hier, wenn man sie zu Prosatexten dazu nimmt, die Rede, die natürlich durch Verwendung von Stilmitteln auf Wirkung abzielt. 
Seltener spielen rhetorische Stilmittel eine bedeutende Rolle im Drama. Bewundernswerte Ausnahme ist hier sind hier Shakespeares Werke. Und denken wir auch an die zu Redensarten gewordenen Sätze in Schillers Dramen, zum Beispiel im Wilhelm Tell: "Die Axt im Haus erspart den Zimmermann."
Ein Gedicht dagegen kommt ohne eine Umdeutung der Worte nicht aus.


Grenzüberschreitungen

4. Wie schon an den genannten Beispielen zu erkennen ist, bildet Schubladendenken in der Literatur nur ein grobes Raster zur Klassifizierung, das nur ein erster Schritt auf dem Weg des Einordnens und Verstehens ist. Noch zwei weitere Beispiele:
Die Ballade besteht zwar meistens aus Strophen, die auch oft eine sich wiederholende Struktur haben, ist sonst aber eher arm an Stilmitteln. Dafür erzählt eine Ballade eine Geschichte.
Der Roman 'bukolit' von Elfriede Jelinek sprengt in mehrfacher Hinsicht die üblichen Grenzen eines Romans.

Fazit

Im Grunde genommen ist ein Gedicht, wenn man je mal eines gelesen hat, leicht zu erkennen, sei es durch die äußere Form, sei es durch die besondere Verwendung von Sprache.
Wie unterschiedlich Sprache verwendet wird (Stilmittel, Reime, Strophen, Verse) hängt von der Form des Gedichtes ab. Da es davon aber sehr viele gibt, und - wie schon im letzten Abschnitt erklärt - Literatur wandelbar ist, sollte dieses Thema in einem weiteren Blogartikel behandelt werden.

 

Freitag, 26. Januar 2024

Mindset: Unsere Gedankenwelt

 Mein Experiment sah so aus: Beobachte einmal einen Tag lang, was du denkst und wie du dich bei deinen Gedanken fühlst.

 

Lebensfreude will gelernt sein.


Das ging mir so durch den Kopf

Obwohl ich schon seit vielen Jahren an mir arbeite, war ich erschrocken, wie schnell und wie oft sich Negatives und sogar Selbstbeschimpfungen wieder in meine Gedankenwelt einmischen wollten.

Das ist aber fatal, denn einmal bewusst darauf geachtet, merkte ich, wie sich meine Stimmung durch negative Gedanken verschlechterte.

 

Gedankenkraft

Ich erzähle damit nichts Neues, es gibt gute Bücher über die Macht unserer Gedanken. Aber sich einmal einen gewissen Zeitraum lang mit seinen eigenen Gedanken auseinanderzusetzen, erhellt die eigene Situation.

Ich muss zugeben, ich bin ein absolutes Paradebeispiel für innere Negativität, wofür ich wohl ein Leben lang brauchen werde, um diesen Ballast loszuwerden. Und sicher stehe ich damit auch nicht alleine, ganz klar. Viele haben da so ihre Erfahrungen.


Vielzahl von Ursachen für Negativität

- Eigene Glaubensätze: Natürlich prägen uns die Erfahrungen aus der Kindheit, sowohl positiv wie negativ. Nur, was einst nützlich war, darf überprüft werden, ob es noch gültig ist.

- Übernommene Glaubensätze: Als soziale Wesen ist es normal, Glaubenssätze aus der Familie zu übernehmen. Dies geschieht meist unbewusst in unserer Kindheit. Als Erwachsene dürfen wir uns aber gerne fragen, woher unsere Glaubenssätze kommen und bearbeiten.

Genauso gibt es Glaubenssätze, die sehr stark in Gemeinschaften vorhanden sind. Die Glaubenssätze der Umgebung (Dorf, Stadt, Europa oder Afrika etc.) beeinflussen uns ebenfalls und auch meist unbewusst. Auch hier darf überprüft werden, was überholt und nicht mehr sinnvoll ist.

- Traumata: Als Betroffene kann ich sagen, dass ein Trauma Auswirkungen hat. Traumata lösen sich nicht von alleine auf, aber es gibt Wege.

- Körperliche Beschwerden nach Unfällen o.ä.: Bleiben nach dem Ereignis körperliche Beschwerden zurück, geschieht es nur allzu leicht, sich über seine Einschränkungen, also seinen Körper zu beschweren. Besser wird davon aber nichts.


Was kann man gegen Negativität tun?

Gewohnheiten zu ändern, ist echt schwer.

Schon das Erkennen ist nicht unbedingt einfach aber der erste Schritt. 

Da ich mit einem persönlichen Experiment begonnen habe, möchte ich mit eingen Erfahrungen enden und einige Möglichkeiten aufzählen.

1. Glaubenssätze mit Affirmationen zu ändern, hat bei mir das Gegenteil bewirkt. Diese Sätze saßen so tief in mir, dass mein Verstand sie ignorierte, ja sogar boykottierte.

Dagegen das Unterbewusstsein mit stillen Affirmationen anzusprechen, schaltet diese Rückkopplung aus. Es gibt gute Videos mit Silent Subliminals, zum Beispiel hier und hier.

2. Musik beeinflusst uns immer. Wenig bekannt sind die Solfeggio-Frequenzen. Sie zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Am besten, ihr hört euch die Frequenzen einmal an und achtet auf ihre Wirkung auf euch. Dazu gibt es eine gute Seite, auf der ihr in jede Frequenz hineinhören könnt: 6 Solfeggio-Frequenzen 

Ich darf hier aus Erfahrung sagen, dass ich mit der 417 Hz viel erreicht habe. Anfangs konnte ich das gewählte Musikstück nur wenige Minuten hören, weil der alte Körperschmerz wieder auftrat. Nach einigen Wochen ist das ganz verschwunden. 

3. Die Zeit vor dem Einschlafen und beim Aufwachen entscheiden mit über einen guten Schlaf und einen positiven Tag. 

Sich jeden Morgen fünf oder drei Minuten positiv auf den neuen Tag mit einer zu erledigen Aufgabe zu fokussieren, unterstützt ungemein. Stichwort Meditation.

Albträume habe ich seit meiner Kindheit immer wieder. Darum sehe ich abends lieber Schnulzen als Gewaltfilme oder Krimis. Was ich als sehr positiv erlebe, ist, mit positiven Hörbüchern einzuschlafen, z. B. "Sorge dich nicht, lass los".

4. Es klingt schon fast wie ein Schlagwort, dass neuerdings umgeht, ändert aber tatsächlich den eigenen Fokus ins Positive: die Dankbarkeit.

5. Ziele erreicht man in der Regel nicht über Nacht. Um dabei zu bleiben, hilft ein Visionboard tatsächlich. 2023 ausprobiert und 2024 wieder dabei. Mindestens einmal am Morgen blicke ich auf mein buntes Bild, unbewusst aber viel, viel öfter.

Veränderungen brauchen Zeit. Unsere Gedankenkreise sind ja auch nicht über Nacht entstanden. Sucht man sich die Musik und die Geschichten aus, die einem gefallen und bleibt am Ball, beginnen die ersten Veränderungen schon sehr bald.

eBook-Katalog von Smoothie Cat Launebücher

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