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Mittwoch, 16. Juli 2025

Da liegt sie nun

 - im Bett. Erkältung trifft auf chronische Lungenentzündung, also läuft nicht mehr viel. 

In den wachen Momenten zu viel Zeit für zu viele YT-Videos. Und dabei fiel mir einiges auf.


- Ki-Stimmen werden zwar vielfältiger, man hört nicht mehr immer dieselbe Frauen-/ Männerstimme, das Erkennen von KI wird dadurch aber schwerer.

-Ki-Stimmen nerven nicht nur mich, wie viele Kommentare zeigen. Irgendwann höre ich einfach nicht mehr zu.

- Die gesprochenen KI-Texte strotzen vor übertriebener Wortwahl. Auch sind Wiederholungen von Sätzen typisch für KI-Texte. Interessant ist etwas anderes.

- Problem Fiktion oder Realität von Geschichten. Es gibt so manche Kanäle, die KI-Geschichten von Menschen erzählen. Allerdings weiß niemand, ob diese Geschichten erfunden oder wahr sind. An den Kommentaren merkt man, dass das wichtig ist.

Mir fällt dazu ein berühmtes Beispiel ein. Karl May behauptete, dass seine Bücher Reisegeschichten waren und er sie selbst erlebt hätte. Das war gelogen und er musste dafür sogar ins Gefängnis. Allerdings habe ich mir als Kind niemals vorstellen können, dass die Bücher wirklich passiert waren. Das war auch gar nicht nötig, die Romane sind Jugendklassiker geworden (Und manch ein Erwachsener hat sie auch geliebt.) 

Buchrücken von Karl May Büchern
Foto von Pixabay


Es ist also viel besser, gleich zu sagen, ob die Geschichte wahr oder erfunden ist. Die Beliebtheit zeigt ja deutlich, das gute Geschichten noch immer gefragt sind.

- Dann sind biographische Videos im weitesten Sinn sehr beliebt bei Kanälen. Aber dort gibt es viele Schwächen bei KI. Falsche Fotos tauchen gerne in den Videos auf, und auf die Richtigkeit der Daten kann man sich gar nicht verlassen. Wenn dann noch ein reißerischer Titel, der eher für Verwirrung als Begeisterung sorgt, hinzukommt, hat man ein sehr lauwarmes  biographisches Video.

- Steigerung möglich: Ein Kanal bringt täglich ein rein KI-erstelltes Video über den letzten Moment  von Persönlichkeiten heraus. Ich hatte den Content nach einer halben Stunde durch - und dann nie wieder. 

Ein unscharfes Bild, was sonst was sein könnte, ist der Videostart, danach folgen biographische Daten mit den oben beschriebenen KI-Mängeln. Nur widersprach sich in einem Video ganz klar eine biographische Information, so dass man sich fragte, was denn nun?

Tut mir leid, aber ich finde das respektlos den Verstorbenen als auch den Zuschauern gegenüber, die mit solchen Informationen nur ihre Zeit verschwendet haben.

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KI entwickelt sich rasant, das merke ich überall. Das ist auch nichts Schlimmes. Aber irgendwie ist es doch so, dass sie den Trend beschleunigt, dass immer weniger Informationen immer schneller verbreitet werden, ohne ihren wahren Gehalt überprüfen zu können. 

Das fing schon vor KI an, als immer mehr Seiten mit Fachwissen unter ferner Liefen verschwanden, und die meisten Artikel immer nur auf andere vorhandene Internet-Artikel zurückgriffen, die immer weniger nachgeprüfte Inhalte besaßen. Echtes  breitgefächertes Fachwissen dagegen wird immer weniger im Internet.

Sonntag, 4. Mai 2025

Warum?

 Mit zwölf Jahren lernte ich, dass meine Träume zu erzählen, keine gute Idee war. Sie würden nur niedergemacht werden. Damals begann ich, heimlich in der Bibel zu lesen. Als ich ein Tagebuch geschenkt bekam, freute ich mich sehr. Jahrelang schrieb ich meine Eindrücke und Gedanken hinein. 



Schließlich passierten Dinge in meinem Leben, die für einen Teenager schwer auszuhalten sind. Zum Beispiel trieb eines Tages meine Mutter meinen Vater so sehr in die Enge, dass er entweder rückwärts das Treppenhaus runter musste oder sich wehren. Und ich dazwischen. Zwischen meinen Eltern. An dem Tag war Totenstille im Haus. Wie gut, dass es ein Tagebuch gab.



Einige schwere Jahre weiter betrat ich im Elternhaus mein Zimmer und merkte, dass mein Tagebuch an einer anderen Stelle im Bücherschrank stand. Meine Verzweiflung über diesen Vertrauensbruch war bodenlos. Ich sandte ein Stoßgebet gen Himmel.



Am Tag darauf setzte ich mich aus einem Impuls heraus an meinen Schreibtisch, nahm ein Blatt Papier und einen Stift und schrieb ohne Nachzudenken meine ersten drei Gedichte.



Die Qualität stimmte noch nicht, aber schon nach zwei Jahren bekam ich meinen ersten Auftrag, für ein Freizeitjournal Gedichte zu schreiben. Ein anderes veröffentlichte ich in einer Tageszeitung. Es war ein unglaubliches Gefühl!



Wieder ein Jahr später schrieb ich Artikel für ein Regionaljournal, führte mein erstes Interview. Warum schreiben? Weil ich gerne lese. Von Jugend an. Und ich mag positive Geschichten. Geschichten, die Mut machen. Die einen zum Wesentlichen zurückbringen, mich entspannen lassen.

Und wenn ich eine Gabe habe, warum sollte ich sie ungenutzt lassen? Darum wünsche ich meinen Lesern von ganzem Herzen ein paar entspannte Momente, vielleicht ein Lächeln, ein bisschen mehr: Ja, ich finde die Natur mit ihren vielen Einfällen auch einfach wundervoll, ich empfinde genauso. Ich möchte jetzt ein paar Minuten ausspannen. Jetzt mal dem Alltag kurz entkommen.



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