Freitag, 26. Juni 2026

Wurzeln

 Welk liegt Rose da, verbrannt vor ihrer Zeit
Wasser war zerronnen an Sparlosigkeit.
Vergessen wie Sommer richtig geht.
Oder war Winter nur zu lang gewesen?
Sehnsucht nach Wärme brach in Überschwang.
Aber das alte Gedächtnis der Rose zerbrach nicht.
Aus der Tiefe ihrer Wurzeln sprießt sie neu auf.
Ihre Erinnerung an Kraft hilft ihr wieder auf.


Foto Robiul Alam


Donnerstag, 25. Juni 2026

Schwebend

 Durchwebte Spinnweben der Nacht
Lösen sich im dezenten Morgenwind
Der ersten kühlen Stunde des Sommers
Und fliegen durch Raum und Zeit.
Hier ist das Vergessen unterwegs,
Löst sich langsam nur aus verbrauchter
Vergangenheit und nur mit vielen 
Küssen verabschiedet verlässt und
Hinterlässt Raum für jetzt und gleich.


Foto Corinne auf pexels


Dienstag, 23. Juni 2026

Akrostichen am Montag: funkelnd, farbenfroh, Fingerhut

 F un im Wort drin
U umwerfend schön
N igelnagelneu manchmal
K unstvoll
E inladend
L euchtend
N iemals aalglatt
D auernd in Bewegung

F euerlicht in Flammen
A uf keinen Fall trist
R ot, blau, gelb, grün, gemischt
B essere Laune damit
E infach heiter
N icht düster
F reundlichkeit verbreitend
R innsal der Freude
O b Mischfarben dabei sind?
H alt nur a bisserl Pastell

F ein in Rosé
I st nützlich.
N icht nur zum Nähen
G roßartige Pflanze
E infach heilsam in Maßen
R osarot wie die Liebe
H eilt das Herz
U nd ist giftig
T eile die Dosis nur richtig ein.





Frühstückslied

 Der Amsel frühe Gesang
Mir süßer Weckruf ist.
Ich lausche ihrem Klang,
Da fügt sich neuer Ton hinzu.
Vogelmusik dezent den 
Morgengrauen Schleier besingt.
Noch wölbt die Nacht sich scheel
Über Sommerlicht der Morgensonne
Und mühsam reckt der Baum sich
In dieser frühen Stunde. 
Ist's noch kühl, kühl zur Ruhe.
Doch wer jetzt sich reckt,
Den Sommerhitze nimmer schreckt.




Montag, 22. Juni 2026

Herzblitz

 Wie blicke ich
-Suchend manchmal -
In die Welt
Und finde nicht,
Was mir gefällt.
Dabei ist oft es ganz nah,
Nicht das Auge es sah,
Sondern ein Herzblitz
Den Augenblick mir pries:
Hier: Schön ist grad dies und dies.
So ist die Welt. Nicht fernab,
Weit, weit weg von dir.
Hier: Begreife, fühle, wisse,
Was grad ist.
Du findest Schönheit vor,
Wo Hektik dich trieb zuvor.






Donnerstag, 18. Juni 2026

Pause vom Posten

Ja, gestehe es mir zu. Ein Short sorgte dafür, dass es klick gemacht hat.  


Seit November 2025 etwa erarbeitete ich mir Schritt für Schritt einen Plan zum Posten. Erst im Januar hörte ich zum ersten Mal von Bookstagram, ich begriff, dass ich zu lange Pinterest habe schweifen lassen. Ich überwand mich und übte meine Scheu vor YouTube zu bekämpfen. Lernte den sich ständig ändernden Algorithmus, lernte den Unterschied zwischen Reels und Stories auf Instagram - und Vorgestern war es dann soweit: Die Müdigkeit erschlug mich geradezu, ich sehnte mich weit weg, Urlaub, nichts weiter. Diese Sehnsucht kenne ich schon seit Jahren nicht mehr.
Nein, verreisen werde ich nicht, aber eine Pause vom Posten, die brauche ich. Ein paar Tage, eine Woche vielleicht wieder hin zu Dingen, die handfester sind, und für die immer mehr Kraft fehlte und aufgeschoben wurden.
Und dann mit frischen Wind zurück ans Werk. Bis dahin eine gute Zeit.  

Montag, 15. Juni 2026

Postkartenmontag: einschlummern, Esel

 E infach Auszeit genießen
I ns Land der Träume gleiten
N ichts mehr tun müssen
S orgen fallen lassen
C hillen
H immel, ist das schön!
L asst uns sanft träumen.
M einen Visionen folgen
M it dir zusammen
E infach loslassen
R ichtig langsam wegdösen
N icht einfach so einschlafen

Ekelerregend ist mir zu eklig für ein Akrostichon

E infach lieb
S turkopf stimmt so nicht
E rdet dich mit seiner Ruhe
L ässt dich innerlich wachsen





Zündung

 Mein Morgen ist kein Morgen ohne dich.
Mein Herz nicht wacker den Tag beginnt,
Ohne dich da zu wissen.

Mein Tag ist grauer Nebeltag ohne dich.
Nichts will mir so recht gelingen,
Kann ich nicht einen Moment mit dir verbringen.

Meine Nacht wird lang und seelenlos ohne dich.
Kein Auge schließt zur Ruhe sich,
Kein sanfter Schlaf beruhiget mich.

Mein Sein, meine Werde, mein Vertrauen
Ohne dich nicht wachsen kann,
Geteilt ist hier Verdopplung. 


Foto Pixabay


Samstag, 13. Juni 2026

Ich denk' an dich: Sprüche

 Die Kraft der Worte


Kennst du diesen Stich in deinem Herzen, wenn ein Mensch, den du liebst, schlecht über sich selbst redet?

Mich haut das um, und ich wünsche mir dann sehr, ihm sagen zu können, wie ganz anders ich das sehe, dass ich denjenigen liebe und ganz wunderbar finde.
Aber das ist nicht immer so ganz einfach.

🌹🌹🌹

Einfach dagegen ist, sich von den kleinen Gedichten und Sprüchen inspirieren zu lassen, sie zu kopieren und als kleine Aufmerksamkeiten seine(r/m) Liebsten zuzustecken. Ein Lächeln erfolgt bestimmt.

🌹🌹🌹

Mit dieser Intention sind diese Sprüche entstanden. Hin und wieder morgens ein kleiner Liebeshinweis, in der Hoffnung, die Selbstliebe ein bisschen anzutriggern. Als ich fertig war, fasste ich sie zu diesem eBook zusammen.

"Geborgenheit in der Liebe ist ein schönes Gefühl.
Es ist wie Ausruhen nach einem neuen Abenteuer."

...

Geschmeidig

 Deine sanfte Seele mich zutiefst berührt,
Mich lehrt, dass Sanftheit stärker, dauerhafter ist
Als geballte, zentrierte Macht und Kraft.
So lerne ich, meine Wut in Weichheit lenken,
Und werde anschmiegsam wie die Wellen eines Flusses,
Die unbeirrt fließen und schadlos Ufer berühren,
Nur stetig wandelt so sich Bild und Bach,
Und Veränderung geschieht hier dennoch.


Foto Davide Negro


Chaosfreitag: Legende

 Wir waren bereit. Hannes machte eine Räuberleiter und ich gelangte so über die Mauer hinüber. Hannes warf den Rucksack und seinen Strohhut hinterher, dann kam er selbst nach. 
Die Strickleiter hinauf zum Baumhaus konnte ich allein erklimmen. Maja und Fiete waren schon da; sie saßen gemütlich auf einen  besonders samtig-weichen Teppich angelehnt an diversen bunten Kissen. Ich ließ mich fallen.
"Ich liebe diesen herrlichen Flohteppich!" rief ich dabei aus.
"Flockteppich, Sina, nicht Flohteppich." Mein Bruder mal wieder.
"Och ..."
"Hast du das Buch dabei? Können wir anfangen?" Maja und Fiete waren so ungeduldig.
"Klar. Und Kekse und Schokolade habe ich auch dabei. "Hannes holte alles aus dem Rucksack heraus. Jetzt schlug er das Buch dort auf, wo eine Trockenblume steckte. Die Seite zeigte eine blaue Blume. Hannes steckte sich die Trockenblume an seinen Strohhut.
"Heute erzähle ich euch die Legende von der blauen Blume", sagte er.
Die Märchenstunde begann.

Foto Skyler Ewing


Freitag, 12. Juni 2026

The Diver in the Sand: Utopie?

 Dystopie und Eutopie - Wer entscheidet?  Und wie?

Zwischen 2018 und 2026 liegen acht Jahre mit riesigen Veränderungen.

2018 war ich in meinen Gedanken durchaus für den Schutz von Natur und Umwelt. Auf meinen Reisen habe ich viel Wunderbares gesehen, viel erlebt aber auch Armut und ein anderes Verständnis für Müll erlebt. Am Strand und auf Straßen herumfliegende kleine Plastiktüten sind durchaus keine Fantasievorstellungen, und die landen natürlich auch im Meer. 
Ich selbst habe während einer Wanderung auf Krk einem Wasservogel mühsam einen Plastikbeutel mit einer Schnur dran von seinem Bein entfernt und war natürlich dabei seinen Schnabelhieben und Flügelschlägen ausgesetzt -  aber ohne meine Hilfe wäre er gestorben.
Also war es für mich kein Ding, dem Aufruf von "National Geographic" zu folgen, und am Wettbewerb teilzunehmen. Das ganze fand auf Wattpad und in englischer Sprache statt.

2026 sehe ich obiges Problem genauso, aber ich verwahre mich davor, in diese Welle von Dystopismus und Umwelt gestellt zu werden. Ein gesunder und selbstverständlicher Umgang mit Natur ist uns leider ziemlich abhanden gekommen - der Druck von außen wächst ja auch ständig. Dennoch ist eine Weltuntergangsstimmung fehl am Platze. Etwas mehr Mut zur Menschlichkeit würde reichen.

Aus diesem Grund werde ich zwar weiterhin die Schönheit der Natur erwähnen, wenn sie mich findet, aber Umweltthemen gibt es nur in diesem einen EBook mit Gedichten aus dem Jahr 2018.

Übrigens, tauche da ich durch das Titelbild. Die Fotos sind von echten Tauchgängen und die Zeichnungen sind von mir. Nichts von wegen KI, gab es da auch noch nicht.

  

...

Rhythmus

 Es singt der Frühling sein Lied.
Ein Sommertraum erfüllt das Herz.
Mehr Aktivität bringt Herbst.
Im Winter Innenkehr.


Foto Robiul Alam


Donnerstag, 11. Juni 2026

Geschenk

 Weißt du,
Dein Atem neben mir,
Dein Sein bei mir,
Dein zu dir stehen und
Mich trotzdem verstehen,
Es lehrt mich viel,
Es ist Geschenk jeden Tag.
Mein Schatz, ich liebe dich.

Foto Jim Wiehe 


Mittwoch, 10. Juni 2026

Sonnenfunken


Frisch erhob sich die Melodie des frühen Sommermorgens und weckte die noch müden Geister des Tages auf. Auch sie erhob sich. Lautlos verschwand sie durch die offene Terrassentür in den Garten. Der Duft von frühen Rosen strömte dezent herein. Ich schaute ihr nach, wie sie über den mit Morgentau benetzten Rasen schritt. Ihr dünnes weißes Baumwollkleid umspielte ihren Körper. Ich ließ sie einen Moment. Nun griff ich in das bereitgestellte Kästchen, folgte ihr. Sie schmiegte sich an mich, während ich die Kette verschloss. “Meine Königin,” flüsterte ich, drehte sie etwas zu mir, dabei blitzte ein erster Sonnenstrahl im Smaragdanhänger auf.





Gewitter im Kopf

 Stichschmerz sticht sich
Nähmaschinenartig ein - 
Einer Maschine auch sie verdankt
Eben ihren Einsatz: Höllentanz.
Stich für Stich sich tiefer gräbt,
Gräbt in Nacken, Schultern,
Bauch und Bein und auch
Ins Denkende hinein:
Du willst, du kannst es nicht. 
Wer soweit denkt,
Wie Nähmaschine sticht;
Sollten lernen dürfen, 
Ameisenfleißig zu werden.



Dienstag, 9. Juni 2026

Kalypso: starke Liebe

 Liebesgeschichten sind zeitlos
- und manchmal lehrreich

Magst du es, Walzer zu tanzen? Der Hexameter hat so etwas wie ein Walzer der Sprache.

Dieses Gedicht ist eine Liebesgeschichte - und es ist schon recht alt. Ich schrieb es Ende der Neunziger Jahre, und es wurde dann in meinem Buch 'Kastors Rosen' 2005 veröffentlicht. Gut zehn Jahre später illustrierte ich es und brachte es als Einzelgedicht in meinem damaligen Shop heraus. In dieser Form steht es auch heute noch im aktuellen Shop zur Verfügung: schöne Illustrationen, der Text, Titelblatt, schlicht, schnörkellos.

Die Geschichte der Nymphe Kalypso ist sehr alt, sie stammt aus der Antike. Man hat versucht, die Orte von Odysseus 'Irrfahrt' in einer Karte einzutragen. Ob das so stimmig ist, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls ordnet man die Geschichte der Kalypso auf dem heutigen Malta an, und als ich auf der Insel einen Wanderurlaub verbrachte, konnte ich die als "Höhle der Kalypso" bezeichneten Grotte ausfindig machen. Ich brachte auch eine Postkarte mit. 
Nach dieser Wandererfahrung und Homers Geschichte entstand das Gedicht, meine eigene Interpretation des Stoffes.

Als ich mit der Idee eines eigenen EBook-Shops vor rund 11 Jahren startete, war alles pionierhaft. Vor Kurzem las ich in einer Videobeschreibung, was heutzutage alles in ein EBook hineingehört. Und ja, im Laufe der Zeit entwickelte sich die Gestaltung.
Aber wie denkt ihr darüber? Wie wichtig sind euch die ersten Buchseiten mit dem "Kleingedrucktem" in einem EBook? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare.


...

Klein Pinu

 Pinu war ein noch sehr kleiner Drache, und heute fühlte er sich noch etwas kleiner. Er saß am Flussufer und ließ lässig flache Kieselsteine über die Wasseroberfläche springen. ‘Wenn ich doch schon älter wäre und mutiger, dann dürfte ich bestimmt mit dem großen Ragu um die Wette Feuer spucken. Aber das dürfen kleine Drachen nicht; und auch nicht jeder große.’  Ein Stein flog durch die Luft und ging unter. Da tauchte Kuni auf, fröhlich wie immer: “Spielst du mit mir Schwertdrache? Hier nimm!” Pinu fing das Holzschwert auf, und schon fingen beide an, mit ihren Schwertern umeinander herum zu tanzen.





Montag, 8. Juni 2026

Akrostichen am Montag: Dornröschenschlaf, Dachschaden, danke (,dass es dich gibt.)

D en hätte ich gerade gern.
O b der auch bei Migräne geht?
R ingelblumenreihen
N ichts geht mehr.
R uhig bleiben und ausruhen
Ö fter mal chillen
S o was kenn' ich kaum
C hinesisch rückwärtslernen währenddessen
H at sich nicht gelohnt, weiterzumachen.
E infach liegengelassen
N ichts zu machen!
S chicksalhaft
C ccc, nee!
H ol mich da raus!
L ass mich einfach liegen.
A aber warum denn?
F ind's heraus.

D a könnt's reinregnen.
A ch was!
C Schon wieder ein C.
H aben doch viele.
S chon möglich.
C Blockier ich jetzt.
H ol mal den Hammer.
A uf den Dachstuhl draufkloppen?
D afür sind Hammer und Nagel doch da.
E infach so, ohne Latten?
N atürlich nicht, du Dummkopf mit Dachschaden!

D u, mein Herz
A lles an dir lieb' ich.
N icht ohne dich.
K ein allein mehr sein
E einfach wundervoll





Samstag, 6. Juni 2026

Spiegel

 Magie liegt in der Luft,
Zauberschmetterling fliegt mich an,
Wind weht Holunderduft herüber,
Leuchtende Blüten erfreuen mein Auge,
Mein Herz schöpft Kraft,
Ruhe innen und außen im Gleichklang.


Foto Olga Petrova


Chaosfreitag: Sehnsucht

Ungeduldig ließ ich Taschen, Koffer und Mantel fallen, ging zum Fenster und öffnete die Läden. Sofort fiel heller Sonnenschein ins Zimmer, und ich sah auf das sich ebenmäßig bewegende Meer. Nach so langer Zeit im Urlaub angekommen!
Jetzt konnte ich mich um mein Gepäck kümmern. Schnell war alles verstaut und ich zog mich um. Pullover, Wollstrümpfe und warme Hose entfernte ich aus meinem Blickfeld. Ein weitschwingendes Sommerkleid kam mir in die Finger, und im Nu transformierte es mich von einer nordischen Wintergeplagten in eine lebensfrohe Südländerin.
Ich schlüpfte aus dem Zimmer, ging schnellen Schritts, dann rannte ich über den Sand, der sich hier in Strand und Wüste mischte. Schon sah ich das Tor, den Zaun, den Stall. Es war da, hob den Kopf. Jetzt sah er mich, er ließ die Schubkarre stehen. Wir begrüßten uns freudig und schon führte er mich herum, erzählte, was sich alles verändert hatte. Die Worte flogen nur so durch die Luft. Und ich lauschte, und Wort für Wort verdampfte die heiße Sonne meine müden Gedanken des Alltags. Morgen dann der erste Ausritt.
Der Morgen brach an und die Zeit wollte nicht schnell genug vergehen. Endlich schlug die Uhr die richtige Zeit, und ich setzte mich in Bewegung. Hora stand schon bereit, wir saßen auf. Die ersten Schritte wärmten Pferd und Reiter auf. Die Meereswellen kamen immer näher und ihr Geräusch wurde hörbar; Salz lag in der Luft. Dann gab Hakim das Zeichen und ich gehorchte. Hora folgte augenblicklich meinem Aufruf, und ihre geschmeidigen Beine flogen über den Sand dahin. Mein Puls frohlockte, und mit jedem Atemzug stieb ein Feuerwerk von Sorgen von mir ab.


Foto Pixabay




Freitag, 5. Juni 2026

Neu

 Lass los, liebe Seele,
Was nicht mehr passt.
Sei unbesorgt,
Lass Neues ein,
Es wird sich finden.
Sei unbesorgt,
Es geht ja weiter,
Leben stoppt nicht einfach.
Lass los, liebe Seele
Und entfalte deine Wünsche.

Foto pexels

Donnerstag, 4. Juni 2026

Wechsel

 Regen spült Müdigkeit
Aus meinen Zellen heraus,
Lässt fließen Anspannung ab,
Müde gleitet der alte Schmerz
Aus meinen Knochen heraus,
Hinerlässt Leere; Platz für Neues.


Foto Dawid Zawila


Mittwoch, 3. Juni 2026

Wertvoll💗

 Glockenschlag sieben:
Morgentau sich abschwächt,
Tag entscheidet, was er will.
Was will ich?
Mit ersten neuen Tagesatemzug,
Entschied mein Herz bereits:
Mut, Sorge, Freude, Angst,
Plane gut, wie du Tag anfangst.
Du wirst, was du denkst,
Überlege gut, wie du anfängst.
Du erlebst, was du fühlst,
Lerne, wie du dein Gemüt abkühlst.
Beherrsche deinen Geist,
Wisse, wie du einst seist.
Höre auf dein Herz,
Vermindere Verstandesschmerz.
Erlebe dich so ganz frei,
Wie auch immer das dann sei.


Foto Pixabay


Dienstag, 2. Juni 2026

Morgenlied

 Stiller wird das Jahr,
Vogelpapa und -mama
Eifrig beschäftigt sind.
Stiller werde auch ich.
Der Morgenruf erreicht 
Mich noch, dann verstummen.
Stille kann erdrückend sein,
Oder wohltuend erfrischend.
Ausruhen vom Wechselhaften
Des Frühlings. Pause schöpfen
Vor dem Herbst.


Foto Shaosong Sun


Montag, 1. Juni 2026

Besonders früh

 Sanfter Wecker: süße Worte.
Begleitet von Kaffeeduft
Schwelge ich in Wortfantasien.
Gemeinsam mit lecker Trank
Wacht mein Mut, mein Wille, 
Meine Wortverbundenheit auf.
Früh will heute ich mich hingeben.
Denn startet die Woche nicht gemütlich;
Will alles ich tun für einen glücklichen Start.


Foto Pixabay


Akrostichen am Montag C: Cappuccino, Cognacschwenker, Chemie


C affé süß und lecker
A llererstes morgens
P asst immer
P usht die Kreativität
U nglaublich lecker
C levere kleine Mahlzeit
C remiger als Caffé Americano
I st gute Zwischenpause
N iemals verkehrt
O h, wie gut der tut!

C ognac was?
O h, ein Glas.
G enauso ist es.
N icht mein Geschmack.
A uch nicht schlimm.
C hic sind die Gläser schon.
S chön anzuschauen
C appucino ist besser.
H alt einer so, and'rer so.
W ie gut man sie schwenken kann.
E ine Hand in Bewegung beruhigt.
N a, das geht auch anders.
K ann sein. Muss aber nicht.
E ine Zigarre vielleicht dazu?
R ichtig klischeehaft, die Idee.


C hemikalienhandel
H at mehr Faszination, als man denkt.
E ine wichtige Wissenschaft!
M uss stimmen
I st zwischenmenschlich bestimmend
E rklärt im Periodensystem 





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