Donnerstag, 30. April 2026

Für M*** zum 10ten

 Liebe ist, wenn man weiß,
Dass da jemand ist,
Der akzeptiert, wie man ist,
Der neben dir aufwacht
Tag für Tag, vergibt, mit dir lacht,
Mit dir durch Stürme geht
Und sich einfach still neben dich legt,
Wenn Welt gerade für dich untergeht.
Und abwartet, bis Sonne wieder aufgeht.

p.s.: eigentlich ist erst morgen unser Feiertag, aber irgendwie ist ihre kindliche Ungeduld ansteckend. 

Foto von Couleur


Dienstag, 28. April 2026

Winzig für winzig, stetig

Ein Schritt in Richtung Glück
Ist manchmal wie der erste Schluck
Cappuccino am Morgen:
Süß, belebend, warm, lecker.
Schöner erster Schritt 
In einen neuen Tag. Und
Viele süße kleine Schritte
Führen dann doch 
Zu einem schönen Weg,
Schritt für Schritt ein Leben lang.


Foto von FFC Aarman

Montag, 27. April 2026

Akrostichen am Montag: X

 

X -beliebig vervielfältigen
E in neues, altes Wort gelernt!
R ichtig anders als kopieren?
O rganiesier' mal die Verdopplung, bitte.
G eht nicht auch einfach der Kopierer?
R ein gar nichts verstanden, oder?
A ber mehrere als das Original stimmt doch?
P ass bloß auf, was du sagst.
H abe ich recht?
I st doch nicht schwer zu verstehen.
E in Synonym für vervielfältigen?
R ichtig, aber veraltet, ungewohnt.
E in anderes Verfahren?
N ein, nicht das ich wüsste.

X statt O (-beinig)
| -----
B ieg die Beine grade!
E gal, ob krumm oder grade.
I wo! Schön ist es nicht.
N icht wichtig.
I ch kann damit laufen.
G enau, das ist die Hauptsache.



Chaosfreitag: Glück

 

In meinem Schaukelstuhl träumte ich auf der Veranda vor mich hin. Es war früh am Abend und langsam schickte sich die Sonne an unterzugehen. Ich griff nach der kleinen Schale mit den Schokobonbons auf dem Tisch neben mir. Dabei schreckte ich eine Stubenfliege auf, die sich an den Krümeln auf meinem Teller vom Abendbrot gütlich getan hatte.
Langsam schmolz die Schokolade in meinem Mund, ich verengte meine Augen zu Schlitzen, um den Horizont besser ins Visier nehmen zu können und gab mich ganz meinem Fernweh nach Blueberry Hill hin.

Foto von Pixabay


Wachstum minimalistisch

 Will heute fühlen.
Will spüren, will
Frühling begreifen.
Und doch begrüßt mich
Allmorgendlich
Bittere Kälte.
Und mühsam nur
Taue ich 
Bis mittags auf.
Langsamer ziehen
An Grashalmen
Geht nicht.




Sonntag, 26. April 2026

Kurzgeschichten am Freitag: Verpeilt

Der Abend war friedlich eingeschlafen, und die Nacht schickte sich an, sich in den Tag zu wandeln. Wochenende. Silke freute sich darauf, sowie wohl die ganze Stadt. Auch ohne Wecker wachte sie zur gewohnten Zeit auf, wie automatisch kochte sie in der Küche Kaffee, merkte nicht einmal, dass es sonderbar dunkel war. Im Halbschlaf zog sie sich an und machte Frühstück. Der Kaffee war fertig. Sie nahm einen Schluck und sah dabei auf die Uhr. Mist, es war doch Samstag. Was machte sie hier? Sie seufzte. 'Na dann mache ich es mir eben jetzt mit der Zeitung bequem.' Die holte sie sich jetzt aus dem Kasten, ohne recht zu merken, dass sie mehr tastete, als den Zeitungskasten wirklich zu sehen. Zurück in der Küche schnappte sie ihr Frühstück und zurück ging's ins Schlafzimmer. Ohne sich zu wundern, zündete sie ein Kerze an. Jetzt konnte sie die Zeitung aufschlagen. In großen Lettern stand dort gedruckt:

"Entführt wurde heute Nacht die gute Laune und die Freude. Aus diesem Grunde bleibt die Sonne heute dunkel. Wer Hinweise hat, meldet sich bitte..."



Herzensfragen

 Weit, weit, weiter, immer weiter - 
 Nicht natürlich Stillstand ist;
Auch ein Fels verändert sich,
Langsamer nur sein Werdegang ist.
Die richt'ge Frage also bleibt
Nicht ob, sondern wie und wohin
Es dich treibt.





Samstag, 25. April 2026

Liebesfunke

 Erschlagen, ermüdet, verbogen
Fühle ich mich, wenn ringsum
Die Macht der Schatten sich erhebt.
Klein, nur klein fühlt mein Herz
Sich an, aber es schweigt nicht,
Es glüht und dehnt sich 
In der eigenen Wärme aus.



Donnerstag, 23. April 2026

Akrostichon am Montag: Wohlan

 

W elch hübsche Interjektion!
O hne Belang
H ört, hört!
L os geht's!
A h ja, wirklich?
N icht wirklich notwendig



Wie ist es denn nun?

 Was, wenn Frieden wäre?
Was bedeutet er mir, dir?
Was, wenn Menschen
Frieden meiden wollen?
Oder nicht wissen, wie
Frieden finden?
Ist das Wesen des Menschen
Nicht Streben nach Glück?
Das dachte ich immer.
Falsch gedacht?





Mittwoch, 22. April 2026

Montag, 20. April 2026

Blitzableiter

 Im Angesicht des Regens
Regnet mein Herz sich mit ab.
Frische bringen die Tropfen
Nach schwülerstickter Luft;
Pause bringt mir Regenzeit.
Pause vom Umkehrpolsein.
Jetzt fließt langsam ab und
Langsam atm' ich wieder durch.


Foto Pixabay


Samstag, 18. April 2026

Tief

 Tiefe Liebe in mir tief zu spüren - 
Ein Geschenk, das Tag für Tag
Da sein kann, aber auch meiner
Entscheidung bedarf, denn wie
Viel fremde Wut fliegt um,
- Heutzutage -
Die gerne mein offenes Herz
Verstopfen möchte. Aber dann
Fließt meine Liebe nicht mehr.
Also gib Acht auf deinen Raum.





#KurzgeschichtenamFreitag: Albträume zweierlei Art

 Ich war vier Jahre alt, aber wer kann sich schon noch genau an diese frühe Zeit seines Lebens erinnern? Fakt ist, laufen konnte ich schon, Kindergarten gab's damals nicht, und die Grundschule winkte noch aus weiter Ferne.
Bei einem anderen, einprägsamen Ereignis weiß ich genau, dass ich vier Jahre alt war, aber von dem soll heute nicht die Rede sein. Nehmen wir also an, ich war vier.
Zeit meines Lebens träumte ich viel. An diesem späten Abend wachte ich davon auf. Ich stand auf und machte mich auf den Weg, meinen Vater oder meine Mutter zu suchen. Zunächst hörte ich rein gar nichts, woraus sich schließen ließe, in welchem Zimmer sie sich aufhielten. Also begann ich mit der Suche in der Küche.
Ich öffnete verschlafen die Tür und betrat den Raum. Auf dem Küchentisch schien etwas zu liegen, das interessierte mich. Schlaftrunken tappte ich hin. Ich streckte meinen Arm aus, um es berühren zu können. Da rauschte mir etwas über den Kopf. Ich erschrak zu Tode, lief zur Tür zurück, knipste das Licht an. Da lag ein toter Bussard auf dem Küchentisch, dessen Flügel seitlich den Tisch herunterhing. Ich rannte ins Bett zurück, zog die Bettdecke über den Kopf und vergrub mich bis zur Unsichtbarkeit.
Morgens hörte ich fröhliche Stimmen und Klappern von Frühstücksgeschirr aus der Küche. Vorsichtig schlich ich mich zur halboffenen Tür. Alles normal, der Vogel war weg. Ich ging zu meinem Platz.
"Ich fahre nach dem Unterricht noch zum Tierpräparator und bringe den Bussard dorthin. Warte nicht mit dem Essen auf mich," verkündete mein Vater, sich sicher seiend, dass ich nicht wüsste, was ein Tierpräparator sei. Wusste ich auch nicht. Bis dahin.


Foto: Veronika Andrews


Frischluft

 Endlich Frühling! Endlich Licht! Sonne! Na gut, den Pflanzen fehlte Feuchtigkeit. Wo die Sonne schien, regnete es nun mal selten.
Lila packte darum jetzt ihre sieben Sachen zusammen, um in den Garten gehen zu können und flugs ging sie bepackt hinaus. In der Wärme der Nachtmittagssonne stellte sie ihren Klappstuhl auf, setzte die holzige Staffelei ab und bestückte diese mit einer frischen Leinwand und Malutensilien. Bevor sie zu malen begann, schnappte sie sich die gefüllte Gießkanne und goss das frisch bepflanzte Beet. Jetzt konnte es losgehen. Erwartungsvoll mischte Lila die Farbe für den grasgrünen Rasen und die etwas dunkleren Blätter an.
Schnell füllte sich die Leinwand, und rechtzeitig zum Ende der Pause war das erste Bild des Jahres entstanden. 




Freitag, 17. April 2026

Aufgewacht

 Wenn Kälte endlich schwindet,
Das Herze leichter findet,
Was Frühling verspricht.
Man ist auf Sonne, Vogelsang erpicht,
Bevor die Hitze des Sommers Schweigen
Wieder Stille und andere Leiden
In das kurze Halbjahr bringt.





Donnerstag, 16. April 2026

Unterwegs wohin? Mystische Erzählungen

 Mystisch? - Gib dich ein wenig der verzauberten Realität hin. Wenn die Realität zu hart erscheinen mag.

Foto: Michael Lünen

Wir schreiben das Jahr 2022. Eine neue Realität hat Einzug gehalten, und es wäre erstaunlich, fände sich diese Veränderung nicht auch im Schreibstil wieder.

Schon ein Großteil der Kurzgeschichten aus 2021 (From Earth to Desert) spiegelt diese Veränderung wieder, nur handelt es sich in jenem eBook um Kurzgeschichten, während Unterwegs wohin? Erzählungen beinhaltet.

Sich Wahrheiten zu stellen...

Es hat länger gedauert als in den anderen "Jahresbänden", die Geschichten zusammenzustellen. Wenn man sich lieber dem Leichten zuwendet, ist es nicht leicht, den roten Faden im Schwierigen zu finden - und dennoch verschwindet er ja nicht einfach so. Deshalb kamen die Erzählungen erst 2025 in den eBook-Store hinein.

Foto: Michelle Maria Pitzel

Formatierung

Genauso wie in den anderen eBooks mit Kurzgeschichten übers Jahr, in dem zu jeder Geschichte zunächst ein eigenes Cover entstanden ist und am Jahresende alles zusammengefasst wurde und mit einem eigenen Buchcover versehen wurde, wurde hier verfahren: Dem Einzelcover folgt schlicht der Text, ohne weitere Extragestaltung. Dafür gibt es die Cover dazwischen.

Zu den Inhalten

Ein Satz pro Erzählung:

Ein Engel, der r*** sprach: Kaum zu glauben, dass ich in meiner ersten Lebenshälfte gerne gereist bin. Diese Reise erzählt von anderen Zeiten. Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.

Zurück in ein fremdes Land: Noch eine Reise aus einer anderen Zeit, eine wahre Geschichte, mit Details, die heute Alltag geworden sind.

Wer hat Angst vorm...?: 2022 inspirierten mich einige Einkäufe, ein Gespräch und einzelne Anmerkungen zu dieser Erzählung, deren Wahrheit mir damals beim Schreiben klar vor Augen stand, ich aber hoffte  - und auch glaubte - dass ich maßlos übertrieben hätte. Falsch gedacht, wie wir 2026 genau wissen.

Und es sangen Amseln dazu: Noch eine Reise-Erzählung, die mit Reisen aus früheren Zeit nichts zu tun hatte, aber auf wahren Begebenheiten beruht. Thematisch ein anderer Gesichtspunkt vom Thema der vorherigen Erzählung.

Paradise Island (Paradiesinsel): 2022 geschrieben, könnte aber auch gestern gewesen sein. Derselbe Fall wie bei "Wer hat Angst...?" Nur handelt es sich hier um eine Parabel oder ein metaphorisches Bild, anders kann man die Situation nicht erzählen, nicht auf den Punkt bringen.

Endstation Sehnsucht: So ganz ohne Romantik geht es denn doch nicht. Diese Erzählung ist fiktiv und mystisch, beruht aber auf einem verborgenem wahren Kern.

Foto: Bijsmans Fotografie

Was noch zu sagen wäre: 

Wie schon erwähnt, entstanden die Einzelcover zu den Erzählungen vor dem Erscheinen des eBooks. In diesem Fall fällt vielleicht auf, dass auf vielen 'Kurzgeschichte' draufsteht. Nun, erst bei der Bearbeitung des eBooks wurde mir bewusst, dass es sich nicht eigentlich um Kurzgeschichten handelt, sondern um Erzählungen. Während Erzählungen die persönliche Erfahrungen mit impliziert, fördert der Begriff Kurzgeschichte die Distanz zum Schreibenden. War da ursprünglich ein unbewusster Selbstschutz aktiv? Vielleicht.

 
...

Ausrichtung

 Ich erwacht vom Traum,
Mitten aus Vergangenheit
In die Gegenwart hinein.
Ein harter Bruch. Damals
Wie heute mehr Tränen
Als Fröhlichkeit. Und doch:
Heute kann ich mich hin
Zum Lachen wenden.
In der Vergangenheit
Geht sowas nicht.


Foto von Rino Adamo



Dienstag, 14. April 2026

Schüßlersalze und Tiere

 Kennst du Schüßlersalze? Begleitet dich ein Haustier?

Dann meine Frage: Schüßlersalze und Tiere passt das auch zusammen?

Foto Nikolett Emmert

Natürlich kann man diese Frage auch in einem Wort beantworten. Aber wer sie stellt, möchte doch das Warum und die Hintergründe erklärt bekommen.

Dieses eBook geht möglichst breit und auch tief auf die Hintergründe ein. Die einzelnen Schüßler-Salze werden vorgestellt, ihr Begründer erhält ein eigenes Kapitel für sich, Geschichten zur Verbreitung der Salze folgen und dann natürlich die Erfahrungen mit Tieren. Beliebte Haustiere bekommen je ein eigenes, möglichst umfangreiches Kapitel.

Foto von pexels

Dieser Ratgeber versucht, möglichst alle Aspekte in Bezug auf Schüßler-Salze und Tiere zu erfassen. Dabei kann der Leser frei entscheiden, ob er linear liest oder in das gewünschte Kapitel zu seinem Tier springt. Das eBook ist so aufgebaut, dass jede behandelte Tierart ein in sich abgeschlossenes Kapitel bildet, ohne dass die Kapitel der anderen Tierarten zum Verständnis gelesen werden müssen.
Allerdings vertieft sich das Verständnis der Schüßler-Salze, wenn man alle Kapitel durchgeht.

Foto von pexels

p.s: Zur Zeit befindet sich das eBook in der Überarbeitung. Eine weitere Rechtschreibkontrolle und ein Dreher in einer Jahreszahl sind der Anlass. Daher der reduzierte Preis bis zur Beendigung.


...

Dornenvögel

 Je umstellt, stellt Spitzen auf
Die Wut, der Neid dem, der 
Sonnenlichtgesicht sich
Zu bewahren versucht.
Mutig trauen sie sich vor
Zu stechen und sind doch
Selbst die Dornenvögel.


Foto von Sonny Sixteen


Montag, 13. April 2026

Dich sing ich wach, mein Lied verkündet die Nacht

 Blogissimo fragt in seiner Blogparade #relevant nach Lerche oder Eule? Lest selbst.


Noch ist es dunkel, gerade ein Hauch von Morgenlicht färbt den Himmel heller. Jetzt beginnt das Konzert der Frühlingsvögel. Sonst ist alles still.
Diese Stille liebe ich als Lerche so sehr. Die Menschen schlafen noch oder verhalten sich zumindest verschlafen. In dieser Stunde kann ich mich am besten auf mich konzentrieren, am besten meine Kreativität einschalten.

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Früher dachte ich nicht daran, eine Lerche zu sein. Zwar schlief ich nie solange wie mein Bruder, 'eine Eule', aber so früh wie heute stand ich auch nicht auf. 
Das hätte auch nicht funktioniert, denn ich arbeitete etwa fünfzehn Jahre lang an der Oper, und eine Vorstellung endet im Durchschnitt gegen 22.30 Uhr. Gut, in der Zeit trank ich meinen letzten Kaffee gegen 21.00 Uhr. Wenn man jung ist, hat man noch so viel mehr Kraftreserven.

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Heute lebe ich im Sommerhalbjahr mit dem Sonnenaufgang, im Winter pendelt sich meine innere Uhr auf leicht später, aber ziemlich regelmäßig ein. Diese ruhige Zeit morgens schätze ich wirklich sehr und genieße sie.

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Die Nachteile liegen auf der Hand, zeigen sich aber erst, wenn sich das Alter spüren lässt. Oder ist es etwas anderes? Der eigene Wandel? Der Weltenwandel? Keine Ahnung. 

Ich arbeite nach wie vor gerne und viel, bin dann aber auch müde; läute den Feierabend ein, wenn andere ihren Nachmittagskaffee trinken. Und je nach Arbeitsintensität werde ich früher oder später müde. Das stört mich eigentlich nicht.
Oder doch? Noch vor Kurzem konnte ich zwar nicht täglich am Abend 'auf die Piste gehen', aber doch gelegentlich noch abends etwas mit Menschen unternehmen, ohne am nächsten Morgen Schwierigkeiten zu haben. Mit bald Mitte Fünfzig fällt mir das schwerer.
Oder auch nicht, denn neben der Lerche bin ich auch hochsensibel, dass heißt, ich wähle bewusst aus, mit wem ich Zeit verbringe. Also halte ich das 'Auf die Piste Gehen' nur hin und wieder gut aus, und genieße es dann umso mehr.

________________

Wie geht es euch anderen Lerchen? Habt ihr auch das Gefühl, von über neunzig Prozent Eulen umgeben zu sein?
Das ist das eigentliche
Kernproblem von Lerchen und Eulen, sie verpassen sich immer. Hier passt der Satz wirklich: Gleich und gleich gesellt sich gern. Ach, ihr Lerchen, wo seid ihr nur?


Akrostichon am Montag: Verhohnepipeln

 

V eralberst du mich etwa?
E infach hochnäsig!
R ichtig erkannt.
H ör zu! So nicht mit mir!
O der was?
H ochnehmen feingeistig
N icht doch!
E i, Alter, merkste was?
P ass bloß auf, Freundchen!
I h wo, veräpple dich doch nicht.
P ure Veräppelung
E ine leichte Satire gefällig?
L eichtfüßige Verarschung
N aseweiss, du!





Zaubertrank-Smoothie

 Warm läuft Mix durch mich hindurch,
Wärmt das Herz, dass es sich öffnet,
Wärmt die Lunge, dass ich frei atme,
Wärmt die Adern, was mich belebt,
Wärmt mir den Magen,
Wärmt Bauch und Galle mir,
So dass ich die Nacht entgifte.
Belebt mit Vitaminen und
Purer Klarheit, Gewürzwasser mein.
So entsag ich Kaffee und Tee und
Läute neuen Tag ein.


Foto von Pixabay



Sonntag, 12. April 2026

12 von 12 April: Wer machen kann, was er will (oder auch nicht)

 Frühling bei 12 von 12. Heute Abend treffen uns dann bei Caro von "Draußen nur Kännchen". Bis dahin einen schönen Sonntag!💗

 

1. Ein bisschen Luxus am Morgen: Zeit für ein gutes Frühstück.




2. Das Tagesgedicht-Schreiben gehört mittlerweile zu meiner Morgenroutine. Auch wenn keine Routine perfekt ist.


Zu jedem Gedicht/ Blogbeitrag brauche ich ein Foto. Mir hat an KI gefallen, dass ich meine Gedankengänge in ein Bild umwandeln konnte. Das ging mit Grok hervorragend. Da die Rechenleistung aber immer höher getrieben werden soll, ist das nicht mehr kostenfrei. Andere Tools sind einfach nicht so gut. So unterstütze ich so gut es geht Fotografen auf Pexels und Pixabay, im warmen Halbjahr kann ich selber fotografieren, nur zum Illustrieren fehlt mir einfach die Zeit. 


3. Social Media gehört zum Autorinnenleben dazu, auch am Wochenende. Ich habe mir insbesondere für Instagram einen Wochenplan erstellt, bei dem ich abwechselnd schreibe oder gestalte. Heute #Textschnipselsonntag dran:


 Das Gute daran ist, im "Homeoffice" kann sich zumindest mein Körper weiter von der Krankheit letzte Woche erholen. Aber immerhin kann ich meinen Kopf wieder gebrauchen.

4. Da ich mir die geplante Gartenarbeit noch nicht zutraue, nehme ich euch heute mit zum Kochen. Das ist schon Mühe genug, aber immerhin kann ich  wieder ohne Schmerzen essen.

 Diät:
Weniger, aber nicht ohne und mager (obwohl ich sowieso nicht viel Fleisch esse.) Trotzdem kann ich eine Menge wieder zurückschrauben und ändern.

Zwiebeln sind lecker und helfen gegen 
Bronchialschleim.


Kartoffeln dazu. Seit Jahren koche ich One-Pot-Gerichte.



Fertig.





















5. Doch noch nach draußen getraut.

Irgendwie sehe ich nach Gartenarbeit 
immer wie ein Teil vom Garten aus. 

Jetzt kann es Abend werden. Ich wünsche uns allen, dass er schön wird.


Flieder

 Wenn das Veilchen wieder blüht...
Kennst du das alte Lied?
Es spricht vom Sommer und der Liebe.
Ich spreche vom Frühling, von Hoffnung.
Befreit von Schnee und Tiefseefrost.
Endlich lediglich noch Kühle!



Samstag, 11. April 2026

(Un)verzagt?

Jahre beutelten mein Herz.
Hier und da tat es einen Sprung,
Manchmal, oder öfter, zog es
Sich ganz in sich zusammen.
Traute sich dann nicht mehr.
Wie ausgebeutelt im Laufe
Der Jahre mein armes Herz.
Doch ich will es wagen,
Jeden Tag aufs Neue.


Foto von Aniket Suryawanshi


Little Memories of nothing

 Du liebe Zeit! Meine erste gab es im Advent, als ich ein frischer Teenager war, am Nachmittag zu Plätzchen. Jetzt bin ich auf Diät und Ernährungsumstellung. Dazwischen liegen etwa 40 Jahre. In diesen Jahren hatten wir heiße Affären miteinander, traurige Phasen und unzählige versuchte Trennungen.
In welchen Höhen wir schwelgten, als ich jung war. Ich ließ mir sogar von einem Chemiestudenten seine Formel ausdrucken. So konnte ich ihn immer bei mir tragen.
Dann kamen die gemütlicheren, genussvolleren Momente dazu. Wir luden Milchschaum, Kakaopulver und Zucker dazu ein. Und einmal tröstete er mich, als ich fremdgegangen war und es bereute. Ich weiß, ein merkwürdiger Seelentröster, aber damals war es so. 
Mit dem Alter kamen Probleme auf. Man vertrug sich nur in Maßen. Aber dann, wenn man unverhofft wieder vollmundig aufeinander traf, war da wieder diese Leidenschaft. Die, die sich irgendwann wieder wegdreht und geht. Wohltemperiert ist auf Dauer besser, geliebte Tasse Kaffee.

  



Foto von pexels

Unverhofft

 Gemütlich saßen wir vier zusammen, plauschten, hörten Musik und rauchten. Kuchen, Kekse und Kakao standen auf dem niedrigen Couchtisch bereit. Susi, Annika, Xenia und ich lümmelten in den Sesseln herum oder tanzten zur Musik. Die Farben des Wohnzimmers waren perfekt mit Kerzen und behängten Deckenstrahlern gedimmt. So hatten wir auch einen perfekten Blick durchs Fenster auf ein sternenbehängtes Himmelsfragment.
"Oh, hab ich vergessen. Die wollte ich euch noch vorführen," sagte Susi, unsere Gastgeberin, und entnahm einer Schublade eine Kleinigkeit, stellte es in ein Väschen und zündete es an.
Im Nu brach in Xenias Gesicht ein Tränenfeuer aus, sie hustete, bis sie beinahe nur noch nach Luft schnappte.
"Was ist?" fragte Susi.
In Luftknappheit begriffen ging Xenia zur Schublade und suchte nach dem Päckchen, aus dem Susi gerade das Räucherstäbchen entnommen hatte. Sie fand es. 
Xenia schluckte beim Anblick noch mehr, riss sich aber für einen Satz zusammen: "Ich ... eine... Sandelholzallergie."
"Scheibenkleister! Ruft sofort den Krankenwagen," rief Susi während sie flugs ihren Kakao über das Räucherstäbchen schüttete.


Foto von Kordanalev


Akrostichen am Montag Buchstabe U: Unwirsch


U ngeduldig
N icht mein Ding
W ill ich nicht wirklich
I rrational auch ein bisschen
R eicht jetzt!
S top! Sofort!
C lown gegenüber
H aste jetzt fertig?






Freitag, 10. April 2026

Ja!

 Ich fühle müde meine Seele,
Wenn der Tag sich neigt und
Mehr Stunden des Glücks, 
Der Erfüllung waren als 
Als dunkles Abarbeiten.
Schwer wiegt dennoch
Die unruhige Nacht, wenn
Alte Sorgen mich umtreiben.
Aber morgen dann kommt
Neue Kraft ins Spiel. Gewiss!


Foto von Pixabay


Donnerstag, 9. April 2026

Wunsch

 Heute, heute wird ein guter Tag!
Heute schwindet Schwächer schneller
Weiter, weiter fort von mir!
Heute rücken meine Träume näher,
Heute erhebt sich der Adler in mir.
Heute stehen Wortschlangen bereit
Für's Papier, für Gespräche, 
Für gute Gedanken.



Foto von Pixabay

Shortstorydienstag: Insel

 Sie müsste eine Miniaturform sein. Eine Miniaturform von Madeira. Man bräuchte kein Auto oder Bus, um überall hinzukommen, man bräuchte nur zu wandern.
Kennst du Madeira? Es ist eine wohltemperierte Insel mit unterschiedlichen Landschaften. Blumen gedeihen auf ihr hervorragend. So müsste sie sein, meine Insel.
Ist es nicht auch dir schon einmal vorgekommen, dass du dir wünschst, du wärst eine Insel? Sich abschotten, wenn andere einen zu einer Meinung drängen wollen, wenn einem die anderen mächtig auf den Geist gehen, diese Momente? Dann sich auf eine einsame Insel zurückziehen. Aber wie lange hält man das aus? Nun, ich kenne genug Menschen, die halten das ihr dreiviertel Leben lang aus. Aber ich? Ich weiß es nicht. Bisher brauchte ich meine wohlproportionierte Dosis Mensch. Aber mit zunehmenden Alter liebe ich meine Insel immer mehr.  


Foto Pixabay


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