Reglos lag sie auf ihrem Bett. Reglos wie damals, als er sie auf den nackten, kalten Tisch gedrängt hatte und der Schmerz einfach nicht abflachen wollte. Reglos, als sie nicht begreifen, nicht fassen konnte, dass ihr das gerade eben passiert war. Ohne dem Eingreifen ihres Hundes wäre sie nie wieder aus dem Himmel zurückgekehrt und ihr Körper wäre unter dem Kissen begraben auf dem Bett liegen geblieben.
Gestern hatte sie sich etwas schwach gefühlt und einer Schwester von dem Moment erzählt. Natürlich war das vermerkt worden, vor einer Stunde hatte die Ärztin ihr angeboten, hier, knapp dreihundert Kilometer entfernt, zu bleiben und sich zu trennen. Genau weiß ich es selbst jetzt nicht mehr.
"Nein," wiederholte ich ständig, "Nein." Dreihundert Kilometer entfernt von meinem Arbeitsplatz, von meinem Leben, dass ich mir trotz allem aufgebaut hatte, nein. Er würde gewinnen, wenn ich ohne eigene Einnahmen dastand. Nein, dafür war ich nicht in meinen Körper zurückgekehrt, nein. Jetzt wartete ich auf den Heimweg.
Es war Zeit aufzustehen. Zeit weiterzugehen. Zeit, mich nicht unterkriegen zu lassen. Zeit für mich, für meine Ziele.
Autorin Syelle Beutnagel
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Samstag, 7. März 2026
Mut gehört dazu
Gift
Plappernde Tropfen brummeln in Knochen
Verschlossen, verborgen, ziehen ein,
Hinterlassen auflösende Säure,
Die ganz langsam, stetig die Festigkeit
Meines Skelettes aushöhlen will.
Aber: Nichts ist für die Ewigkeit.
Auch dieses nicht.
Donnerstag, 5. März 2026
Ewig?
Kalt, kälter, am längsten kalt.
Bitter lacht der erste halbe Tag
Den späten Nachmittag
Mit seiner nackten harten Kälte.
Dienstag, 3. März 2026
Die Last der Maske
Der Applaus war verklungen; die Leute hatten das Theater verlassen. Yvonne saß jetzt vor ihrem Spiegel mit den Glühbirnen am Rand in ihrer Garderobe und war im Begriff sich abzuschminken. Da blieb ihr Blick an ihrem Spiegelbild hängen.
Ihr lagen noch die immer stiller werdenden Klänge ihres gerade erst verklungenen Duetts in den Ohren, der tosende Applaus nach dem letzten Ton, dem Schließen des Vorhangs und einer Minute absoluter Stille. Der Applaus für Aida, für sie, für ihre Stimme, für ihr Gesicht.
Die Schminke musste endlich ab! Die Maske legte zwar ihren Aida-Look auf, aber Yvonne schminkte sich lieber alleine ab. Denn dann kam unweigerlich dieser Moment, dieser Augenblick, in dem sie sich wieder ganz in Yvonne verwandelte, und das konnte sie selten aushalten.
Sie arbeitete sich langsam von der Stirn, über die Schläfen zu den Wangen und Kinn voran.
"Wo habe ich nur meine Gesichtscreme hin verlegt?" Yvonne kramte in einer Schublade ihres Frisiertisches. Ihre Hand blieb dabei an etwas hängen. Sie zog es heraus und ihr Gesicht verzog sich zu einem traurigen Lächeln. Der Mann auf dem Foto lächelte sie bewundernd an, und sie waren so glücklich gewesen. Sie wendete das Foto. Auf der Rückseite stand: Für dich.
Yvonne sah aus den Augenwinkeln in den Spiegel: Ja, heute kann ich mich einmal gut leiden.
Akrostichen: Schmuddelwetter, schnuckelig, Schlawiner
S chlau
C harmant
H heiter bis lustig
L ustig bis frech
A albern auch manchmal
W itz und Charme gepaart
I nnig verbunden mit Unsinn
N aja, was soll's.
E in Tollpatsch eher nicht
R ichtig listig isser manchmal
S chon auch schön
C hic ist es nicht!
H übsch aber auch nicht wirklich
N aja, ein bisschen vielleicht
U nd eher süß als hübsch
C harmeoffensive
K einer Fliege tu ich was zuleide.
L lieb, süß und harmlos
I ch hab euch alle lieb. Und ihr mich?
G emütlichkeit ist auch ein Wert.
S aukalt und ungemütlich
C haos draußen, innen wohlig
H eimstatt aufsuchen und einkuscheln
M it Kakao und Kerzenlicht erträglich
U nmöglich, spazieren zu gehen
D ein Hund will auch nicht vor die Tür.
D ecke übern Kopf ziehen und abwarten
E inmal muss es auch ein Ende haben.
L ecker Tee trinken und Buch schnappen
W eint der Himmel Erde nass,
E ine Wohltat warm und trocken Heim.
T aut Schnee nur langsam weg,
T ut Fernweh schnell sich auf.
E ndlich doch muss es vergehen!
R ed' doch nicht mehr davon.
Ohne***
Wie weißer Puderzucker
Fein über den Kuchen gesiebt
legt sich manchmal Schmerz
Auf meine Seele nieder,
Nur versüßt er nicht den Anblick,
Er täuscht volle Lebendigkeit vor.
Montag, 2. März 2026
Ja.
Ja, leben,
Wie auch immer du dich heute zeigen magst.
Ja, erkennen,
Immer geht es vorwärts, nicht zurück.
Ja, vertrauen,
Vertrauen und glauben sind oft schwerer als wissen.
Ja, wissen,
Mein Herz kennt den Weg, auch sollte es mal straucheln.
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