Samstag, 21. Februar 2026

Clownsfarben

 Schneeweiß deckte Farben zu.
Nach gefühlter Endlosigkeit
Schwelge ich gedanklich
In Orangengelb, Himbeerrot;
Sonnenblumengelb und-braun;
Christrosenweiß und -grün
Entgegen dem Schneeweiß.
Ich wende meinen Blick,
Und Regen schmilzt das Eis.




Freitag, 20. Februar 2026

Der erste Schritt, meine Liebe (2011)

 Liebe Syelle,
da liegst du nun erschrocken auf deinem Bett in der Hütte. Eben dachtest du, dein Ex käme nach Hause. Aber es waren nur zwei Camper, die den Weg an deiner Hütte geräuschvoll entlanggingen.
Müde vom langen Arbeitstag richtest du dich auf, setzt dich auf die Bettkante, nimmst einen Schluck vom Roten (Hat je jemand das Wort 'Weißen' benutzt, denn in Wahrheit vertrage ich keinen Roten?) und fühle meine Sorgen. Noch eine Woche.
Eine Woche, dann geht der Rückflug. Keine neue Campinggruppe, die ich bekochen darf, keine hat sich angemeldet. Ich hatte so gehofft. Zurück in die Jagdsaison. Wenn nicht, wenn, wenn ich doch einen Job, eine Unterkunft bis dahin finden würde... Zwei Koffer und ein Rucksack suchen ein neues Zuhause.
Dieser Traum, mein durch Liebe mutig gewordenes Mädchen (von 39), wird sich nicht erfüllen. Du wirst Sardinien verlassen. Zum Glück! Aber damals warst du verzweifelt. Du wusstest nicht, dass die Talfahrt erst Schwung aufgenommen hatte - und schließlich in eine neue Realität führen würde.
Heute kann ich dir sagen: Das Leben bleibt unvorhersehbar. Und das hat, wie ich mir eingestehen muss, gute Gründe. Hätte ich von diesen dunklen Jahren gewusst, ich wäre nicht den ersten Schritt gegangen. Und heute bin ich so froh darüber. Manche Träume werden wahr. Auch wenn nicht immer ganz so, wie wir sie uns geträumt haben. Aber wunderschön.


Foto von Pixabay



Zusammen

 So leise klingst du in mir,
Klare, süße Stimme der Nacht,
Dann, wenn Traum und Wahrheit
Miteinander verschmelzen
Wie Strahlen des Abendrots
Himmel und Erde zugleich berühren
Und wunderfarben die Erde zieren.





Donnerstag, 19. Februar 2026

Akrostichen zum vergangenen #Postkartenmontag

 Querkopf, quietschfidel, Quacksalberei

Q utsch mit Soße.
U rteile nie zu früh.
E rgebnis unerwartet.
R ohfassung vielleicht?
K opfnuss elterlicherseits
O ptimismus machts einfacher.
P feifenrauchen (in der) ist auch 'ne schöne Beschäftigung.
F lieht vor der Normalität.

Q uasselstrippe.
U unausprechlich glücklich.
I rrational gutgelaunt.
E infach überdimensional gut drauf.
T auch in das Glück hinein.
S ilbersterne und Sonnenschein.
C hemie stimmt mit Alltag überein.
H eute die Sterne vom Himmel holen.
F inde den Unterschied.
I m Sattel durch Wüstensand am Strand reitend.
D as sollte man viel öfter sein.
E igentlich nicht so schwer, oder?
L iebe macht's leichter.

Q uatsch nicht so dummes Zeug.
U nd wenn ich recht habe?
A uch wenn alles dagegen spricht?
C hemisch betrachtet, nicht.
K eine Wissenschaft bestätigt das.
S o eine Sauerei!
A uch wenn's hilft?
L ieber nicht!
B leib beim Alten.
E inen Fortschritt erreichst du so nicht.
R eime dir darauf, was du willst.
E ine Erklärung hätte ich noch.
I ch will nix mehr hören!



Short Short Story: Begegnung

 Es war nur ein unscheinbarer Nebensatz gewesen, der diese Attraktion im Reiseführer erwähnt hatte. Nun, unser Aufenthalt galt eh eher der Erforschung von Kunst, aber jetzt schlenderten wir doch über den Rasenweg entlang eines Entwässerungsgrabens. Das Flussdelta umfasste manchen Quadratmeter und oft gab es lose Pinienwälder in diesem Gebiet. In so einen Wald bogen wir jetzt, auf einem Pfad geführt, ab. 
Es war schlicht aber schön hier. Kein Vergleich zu nordischen Laub- oder Nadelwäldern. Aber er schien, von den Vögeln einmal abgesehen, nicht wirklich bewohnt zu sein. Was für Tiere lebten eigentlich in Pinienwäldern? Und doch fühlte ich mich schon nach einigen Minuten Gehzeit nicht mehr allein mit meinen Begleitern.
Und schon tauchten auch vereinzelte Spuren neben dem Pfad auf. Ob die anderen sie wohl auch gesehen hatten? Egal. Ich horchte in den Wald hinein. Ich spürte Blicke auf meiner Haut. Aber da war niemand. Ein Wunsch kam in mir auf.
Weiter und weiter gingen wir durch die friedliche Landschaft. Meine Gedanken verloren sich. Als sich unerwartet plötzlich der Pfad zu einer schlichten Lichtung hin öffnete. Und dort standen sie, einige Wildpferde des Po Deltas.

  


Vorsorglich

 Ich fühle in Dunkelheit hinein,
Spüre den Raum um mich,
Doch sehen kann ich hier nicht.
Was nutzt mir hier mein reiner Sinn?
Mein Augenlicht mir hier bringt keinen Gewinn.
Doch tast' ich mich einen Schritt, wohin
Ich vorsorglich gesorgt.
Der Augenblick zwischen hell und Fall.
Nur einen Schritt ins Ungewisse
Entscheidet über Kerzenlicht -
Oder nicht.




Mittwoch, 18. Februar 2026

Kleiner Kalauer zum Mittwoch

 Weiß gar nicht: Ist das jetzt echt?
Stimmt das oder habe ich recht?
Reimerei ist Volksbeklau,
Doch das kümmert kein Sau.
Stilvoller Wortklang
Ist manchmal schöner als Gesang.
Webe ich in der Gedichteschmiede,
Befinde ich mich in meiner wahren Liebe.
So sei es!




 

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