Kalt, kälter, am längsten kalt.
Bitter lacht der erste halbe Tag
Den späten Nachmittag
Mit seiner nackten harten Kälte.
Autorin Syelle Beutnagel
Wie entspannst du dich? Welche Bücher magst du? Was sind deine Lieblingsgedichte? Willkommen im Blog von Smoothie Cat Launebücher und dem Tagesgedicht. Die Texte sollen schöne Momente bescheren, bereichern und erfreuen. Kein eBook ohne Canva - ich schätzte das Design-Tool sehr. Wie gut kennst du Canva? Was könnte besser sein? Lass uns drüber reden. https://payhip.com/b/sYd1K
Donnerstag, 5. März 2026
Ewig?
Dienstag, 3. März 2026
Die Last der Maske
Der Applaus war verklungen; die Leute hatten das Theater verlassen. Yvonne saß jetzt vor ihrem Spiegel mit den Glühbirnen am Rand in ihrer Garderobe und war im Begriff sich abzuschminken. Da blieb ihr Blick an ihrem Spiegelbild hängen.
Ihr lagen noch die immer stiller werdenden Klänge ihres gerade erst verklungenen Duetts in den Ohren, der tosende Applaus nach dem letzten Ton, dem Schließen des Vorhangs und einer Minute absoluter Stille. Der Applaus für Aida, für sie, für ihre Stimme, für ihr Gesicht.
Die Schminke musste endlich ab! Die Maske legte zwar ihren Aida-Look auf, aber Yvonne schminkte sich lieber alleine ab. Denn dann kam unweigerlich dieser Moment, dieser Augenblick, in dem sie sich wieder ganz in Yvonne verwandelte, und das konnte sie selten aushalten.
Sie arbeitete sich langsam von der Stirn, über die Schläfen zu den Wangen und Kinn voran.
"Wo habe ich nur meine Gesichtscreme hin verlegt?" Yvonne kramte in einer Schublade ihres Frisiertisches. Ihre Hand blieb dabei an etwas hängen. Sie zog es heraus und ihr Gesicht verzog sich zu einem traurigen Lächeln. Der Mann auf dem Foto lächelte sie bewundernd an, und sie waren so glücklich gewesen. Sie wendete das Foto. Auf der Rückseite stand: Für dich.
Yvonne sah aus den Augenwinkeln in den Spiegel: Ja, heute kann ich mich einmal gut leiden.
Akrostichen: Schmuddelwetter, schnuckelig, Schlawiner
S chlau
C harmant
H heiter bis lustig
L ustig bis frech
A albern auch manchmal
W itz und Charme gepaart
I nnig verbunden mit Unsinn
N aja, was soll's.
E in Tollpatsch eher nicht
R ichtig listig isser manchmal
S chon auch schön
C hic ist es nicht!
H übsch aber auch nicht wirklich
N aja, ein bisschen vielleicht
U nd eher süß als hübsch
C harmeoffensive
K einer Fliege tu ich was zuleide.
L lieb, süß und harmlos
I ch hab euch alle lieb. Und ihr mich?
G emütlichkeit ist auch ein Wert.
S aukalt und ungemütlich
C haos draußen, innen wohlig
H eimstatt aufsuchen und einkuscheln
M it Kakao und Kerzenlicht erträglich
U nmöglich, spazieren zu gehen
D ein Hund will auch nicht vor die Tür.
D ecke übern Kopf ziehen und abwarten
E inmal muss es auch ein Ende haben.
L ecker Tee trinken und Buch schnappen
W eint der Himmel Erde nass,
E ine Wohltat warm und trocken Heim.
T aut Schnee nur langsam weg,
T ut Fernweh schnell sich auf.
E ndlich doch muss es vergehen!
R ed' doch nicht mehr davon.
Ohne***
Wie weißer Puderzucker
Fein über den Kuchen gesiebt
legt sich manchmal Schmerz
Auf meine Seele nieder,
Nur versüßt er nicht den Anblick,
Er täuscht volle Lebendigkeit vor.
Montag, 2. März 2026
Ja.
Ja, leben,
Wie auch immer du dich heute zeigen magst.
Ja, erkennen,
Immer geht es vorwärts, nicht zurück.
Ja, vertrauen,
Vertrauen und glauben sind oft schwerer als wissen.
Ja, wissen,
Mein Herz kennt den Weg, auch sollte es mal straucheln.
Freitag, 27. Februar 2026
Alle Achtung!
Glitzerfäden durchzogen den ganzen Morgen,
Belegten die nackte Erde mit weißer Kälte.
Sonne weckte, weckte - vergeblich auf.
Aber dort, im freien Sonnenhügellicht,
Da lebt und summt und regt es vor sich hin.
Aufrecht hier blühen erste Blumen des Jahres,
Und hungrig umgarnen Bienen, Hummelvolk
Und allerlei Insekt die herrlichen Blüten.
Donnerstag, 26. Februar 2026
Akrostichen: Reklame, Rotzlöffel, Rühmen
R ein gar nicht mein Ding.
E inlullen lass ich mich nicht.
K aufst du mich?
L andet nicht im Einkaufskorb.
A ch so? Wieso?
M arken formen sich selbst.
E inkaufen ohne Reklame.
O der doch nur ausgebufft?
T otalchaos vorprogrammiert.
Z um Lachen auch manchmal.
L eider nicht so oft, leider.
Ö fter eher ärgerlich.
F ind ich nicht so schlimm.
F indest du nicht so schlimm.
E gal, wir machen's wieder weg.
L ieber 'nen Engel, statt 'nen Bengel!
Ü ber nehme ich für dich.
H eros for ever.
M an, du übertreibst!
E igentlich nicht.
N ie genug.
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