Donnerstag, 17. September 2026

36 Essays: Von harmlos zu gefährlich, aber warum nur?

 Es hatte Spaß gemacht. Ich war traurig, als die Seite eingestampft oder zumindest nicht weitergeführt wurde, dass wusste die Autorschaft anfangs jedoch nicht.

Foto pixabay

Man durfte sich anmelden und Artikel zu verschiedenen Themen schreiben. Mir gefiel dass. Wirklich. Nur hatte ich in dieser Zeit eine Feindin, die versuchte, mich auf mehreren Plattformen zu kopieren und natürlich meine Themen auf besagter Plattform aufgriff und mir schlechte Bewertungen zukommen ließ.

Ich ließ mich davon nur kurz beeindrucken und schrieb weiter. Es machte einfach Spaß. Und politisch bin ich überhaupt nicht geworden; höchstens die Glosse als letzten Beitrag vor Schließung des Portals enthält einen Hauch Zeitgeist.
Es ging um Pflanzen, Tiere, gutes Essen, auch mal einen Gedankengang, dem ich tiefer nachging. Recherche und eigenes Wissen flossen ineinander, so wie es bei lesenswerten Texten sein sollte.
Naja, für jemanden, der sich so gar nicht für Veilchen und Co. interessiert, bleibt es vielleicht trotzdem langweilig.

Nun brachten die Werbeeinnahmen, mit der die Plattform finanziert werden sollte, nicht den erwünschten Erfolg, weswegen das Ende kam. Erst später wurde beschlossen, die Seite noch bestehen zu lassen. Das tat sie auch noch ziemlich lange, aber den heutigen Stand kenne ich nicht.

Nun hatte ich ziemlich viel Mühe in einer ganz schönen Anzahl von Texten gesteckt. Und jetzt? Ich entschied mich, sie in einem eBook zusammenzufassen.

Dann brauchte ich natürlich einen Titel und ein Cover. Wir schreiben das Jahr 2020. Es war noch Frühjahr. Mich sprach ein lizenzfreies Foto mit einer bewaldeten Berglandschaft an, die von einem Fluss geteilt wurde. Ich malte eine Art Regenbogen über den Fluss symbolisch als Brücke. Eine Brücke queren = eine Brücke verbindet: 36 Essays, quer-gedacht. Und dann noch auf Amazon hochgeladen.

Auf den Frühling folgte eine Sommer und mein persönlicher Anfang vom Ende des Erfolgs beim Schreiben. Ich habe dieses erste Halbjahr völlig unterschätzt; die Folgen spüre ich heute noch. Aber die Essays sind so schlicht, dass sie gar nichts damit zu tun haben. Außerdem wurden sie zwischen 2017 und März 2020 geschrieben. Ich kann nicht hellsehen.

Nun habe ich es mir einmal von der Seele geschrieben, und vielleicht hat sich inzwischen ein Herz für ein Veilchen erwärmt???

(p.s.: Man findet mich auf Amazon längst nicht mehr, aber selbst das war schwierig.)


...

Demetrius: klassisch relevant

 Abgeschrieben? Wäre es nicht als ein hier verkürzter Amazon-Kommentar erschienen, den man weder löschen noch kommentieren kann, was für ein Kompliment!!!

Denn natürlich ist nichts abgeschrieben. Meine Manuskripte und der allererste, im Copyshop gebundene Ausdruck belegen das.

Manuskripte - irgendwann geisterte es mir durch den Kopf: Seit dem Computerzeitalter sind handgeschriebene Literaturtexte echt selten geworden.

Der Demetrius aber ist von Hand geschrieben und dann abgetippt. Ich musste mich erst an den fünfhebigen Iambus gewöhnen. Das Zählen geht mechanisch auf dem Papier besser. 

Auf die Idee kam ich, als ich in den Gesamtwerken der Schillerdramen las, Stunde um Stunde. Am Ende der beiden Bände standen die zwei verschiedenen Ansätze und alle Materialien zum Demetrius, der ja nie von Schiller beendet wurde.

Ich plante schon sehr früh ein längeres Stück über den Wandel der Sprache in einzelnen Epochen, bis es ganz fertig wurde, dauerte es aber.
Auch der Demetrius brauchte Pausen. Aber zunächst musste ich den geschichtlichen Hintergrund recherchieren. Bei der Suche lernte ich im Antiquariat einen langjährigen Freund kennen und später arbeitete ich eine kurze Weile für ihn im selben Antiquariat.

Obwohl auch meine Gedichte eine Mischung aus Gefühl und Verstand sind, muss man sich beim Drama viel tiefer und vor allen Dingen länger hineindenken, gerade wenn man manche Gefühle als junger Mensch so noch nicht durchlebt hat. Aber gerade der Beginn des zweiten Aktes - und genau deswegen auch meine Lieblingsstelle - zehrt von einer eigenen tiefen Gefühlserfahrung. Diese Verzweiflung der Mutter und ihre nie enden wollende Hoffnung konnte ich genau nachfühlen.

Rieke und ihre Familie gaben mir damals den einzigen Halt, den ich hatte. Als sie und die Hälfte ihrer Familie unerwartet starben, traf mich das bis ins Mark. Ich konnte mich mit Riekes Verschwinden nicht abfinden, suchte jahrelang an den verwegensten Orten nach einer "Wiedergeburt" von ihr - vergeblich. Erst mein zweiter Hund gab mir einen ähnlichen Trost und Halt.
Die kurzen Szenen in Polen sind getragen von den Gefühlen eines Polenurlaubs, in dem ich das Reiten und die original polnische Küche kennenlernte.
Und wer meiner Generation kennt nicht die Sissi-Trilogie mit ihren Teils bombastischen Gefühlen? Wenn man noch jung ist.

Wie schon gesagt, war der Demetrius von Anfang an als Teil des Stückes "Masken" angelegt. Mich interessierte mehr der innere Konflikt als historische Fakten unterzubringen, nur der Hintergrund sollte stimmen. Und diese Auseinandersetzung mit dem klassischen Drama hat mich wirklich ein Stück weitergebracht. Ob ich es wiederholen würde? Wer weiß.


...

Dienstag, 15. September 2026

Verbunden

Ganze leise,
Seite an Seite
Wir beide.
Nacht bringt Stille.
Gemeinsam wir wärmen
Unsere Herzen
Aneinander.


Foto pixabay



Montag, 14. September 2026

Wohin

Wohin bist du,
Frieden?
Wohin,
Zuversicht?
Wohin
Dein Angesicht?
Woher schöpf ich
Glücklich?
Du neben mir
Ein neuer Tag


Foto pixabay


Samstag, 12. September 2026

Ein Schritt

Ein Schritt vor die Tür,
Mehr nicht.
Ein Spalt breit nur
Herz öffnen.
Klappt Schmerz
Sie wieder zu?
Ein Schritt hin
Zu dir.
Ein Stück Licht
Für dich und mich.




12 von 12 September: kleinteilig

 Danke Caro für die Fortführung des Projekts! Heute gegen Abend treffen uns dann alle bei "Draußen nur Kännchen". Bis dahin einen schönen Samstag!


Übernachtungsplatz
Das ist tatsächlich jeden Morgen so. Wunderbar.

Es ist gut, auch in schweren Zeiten die Routine des Tagesgedichtschreibens möglichst beizubehalten.

Mein Beinwell blühte prächtig dieses Jahr. Die Heilpflanze passt gut
als Beitragsfoto für das heutige Tagesgedicht.

Leider habe ich in meinem Leben von Geburt an schwere Traumata erlebt. Also verbringe ich in meiner zweiten Lebenshälfte viel Zeit damit, heiler zu werden. Doch manchmal ...
Erlebt man ein plötzliches Trauma, gerate ich in eine Art Schockzustand, Fassungslosigkeit und Ausgeliefertsein füllt den ganzen Körper und die Seele aus.
Das Schlimme an einer "Postraumatischen Belastungsstörung" ist, dass sich manche Dinge so tiefgreifend nach dem Trauma in einem geändert haben, dass es wirklich Zeit braucht, dass alles aufzudröseln. Allerdings frage ich mich, warum das Leben einem Retraumatisierungen zu spielt? Ich glaube nicht an Zufälle, aber dieses Jahr bin ich doch reichlich damit "gesegnet". Seit Montag kämpfe ich mich nun kleinteilig aus diesem Schockzustand, der sich wie eine Depression anfühlt, heraus ...
Mein Keller gleicht immer noch dem Zustand nach dem Abzug einer Schlammflut. Wann und wie bin ich in der Lage, das zu ändern???

 

Pause benötigt - und schon wieder Hunger

Etwas gechillt auf dem Bett, nun geht es an die letzten Layout-Arbeiten vom neuen eBook:



Die Zeit, in der das Wasser heiß wird, wird genutzt, um eine Runde um den Block spazieren zu gehen:

Tatsächlich eine Steigerung zu den letzten Wochentagen, in denen ich es gerade einmal mit Anlauf geschafft habe, heiß Wasser im Kocher aufzusetzten. 

Statt...

... Immerhin: Maultaschen in Brühe



















Ich vermisse das Kochen, habe Appetit auf eine richtige Mahlzeit. Ein Grund, wieder fit zu werden.
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Eigentlich ist jetzt meine Tagesenergie restlos aufgebraucht. Aber das geht ja nicht, im Haus ist es zu laut dazu. Wieder laufen beruhigende Silent Subliminals im Hintergrund, die warme Brühe und ein Literaturhörbuch dazu (ich kann noch immer nicht ohne Film oder Vortrag essen, brauche die Stimmen. Aber das hat auch Vorteile: An normalen Tagen lerne ich während des Essens.).
Ich habe in den letzten Tagen irgendwo gehört, dass einfache Bewegungen helfen sollen. Ob ich die Kohle halten kann?







Jetzt bin ich wirklich platt!




Freitag, 11. September 2026

#Wirschriebenzuhause: Geruch, 3-Satz-Geschichte

 Auf einer Bank sitzend spüre ich den Geräuschen, Geschichten, Gefühlen des abziehenden Sommers nach.

Gänsehaut ruft der Wind hervor, bläst Duft in meine Nasenflügel.

Mein Gehirn umnebelt, was da durch die Nase einströmt, verfehlt auch diesmal nicht die Wirkung, denn sogleich lässt der Wohlgeruch der gegrillten Bratwurst meinen Gaumen wach werden und mich eiligst aufspringen, um mir diese kleine Wohltat des Sommers noch einmal zu gönnen.



eBook-Katalog von Smoothie Cat Launebücher

eBook-Katalog von Smoothie Cat Launebücher

 Klicke hier , um den Katalog zu öffnen. https://drive.google.com/file/d/1nEThgofzdweaMZWeozmNbsBjep8c4Wh6/view?usp=sharing