Donnerstag, 22. Januar 2026

Die kurzen Beine

Leicht lässt Lüge sich von Lippen lösen.
Schwer wiegt Schmerz,
Wenn die kurzen Beine der Lüge ertappt
Und Vertrauen gebrochen worden ist.

Zunächst scheint leicht Lügenweg,
Aber immer bleibt ein Riss dabei.




Dienstag, 20. Januar 2026

Übungseinheiten einer noch Verschlafenen

 Im Herzen des Winters schlägt im Rhythmus des eisigen Atems 

die Kälte des Ausruhens, Entschleunigens, Tunichtsoviel wie im sonnigen Teil des Jahres.


Respektvoll

Wie ist es,
Du zu sein?
Kann ich es wissen?
Sicher, einen Teil.
Niemand will leiden,
Aber deinen Lebensweg
Kenne ich nicht.





Montag, 19. Januar 2026

Neumond

 Es scheint, als wäre die Welt so müde,
Müde vom Gezerre um ihr Wohl und Wehe,
Müde sich abwenden will vom Gewimmel um sie,
Und doch hebt unter grauen Wolken ihr Licht den Himmel an.





Samstag, 17. Januar 2026

Amsel

Siehst du dort die Amsel sitzen?
Hörst du ihren lauten Gesang?
Ganz klar sagst du: Ja.

Wie die Amsel zu sein,
Einfach sitzen, singen,
Fliegen, da sein.

Die Amsel fragt nicht:
Stört sie jemanden stört,
Ob zu laut sie wäre?

Und da, auf einmal
Erscheint ein zweiter Geist,
Lauscht berauscht der ersten.


Foto von Pexels



Freitag, 16. Januar 2026

Bad Gandersheim

 "Ich begrüße Sie ganz herzlich zu dieser Stadtführung. Meine Name ist... und ich werde sie in der nächsten Stunde durch Bad Gandersheim führen."


So oder ganz ähnlich begann ich meine Führungen zu den Sehenswürdigkeiten von Bad Gandersheim.

In den etwa zwei Jahren, die ich dort lebte, finanzierte die Stadt einen Volkhochschulkurs für angehende Stadtführer, denn daran fehlte es Bad Gandersheim 2011/2012. Nach Abschluss bekam, wer das wollte, einen Vertrag und Termine für Führungen.

Es gab drei verschiedene Führungen: Durch die Stadt, der Kaisersaal mit Stiftskirche, die Ausstellung in Kloster Brunshausen.

Wir frischgebackenen Stadtführer trafen uns regelmäßig und besuchten uns auch gegenseitig an anderen Führungsorten, Freundschaften entstanden.

Da die Motive der Engelstür von der Stiftskirche weder so richtig zur Stadtführung noch zum Kaisersaal passten und ich wohl die bibelfesteste war, entschloss ich mich für alle ein Skript dazu zu erstellen.
Ich fotografierte alle Motive und suchte alle Bibelstellen dazu heraus.

Einmal gab es einen großen Festtag in der Stadt. ich weiß nicht mehr, worum es ging, aber das Besondere war, dass ein Turm der Stiftskirche mittels einer Führung bestiegen werde konnte. Das war sonst nicht möglich. Vom Turm aus fotografierte ich die Landschaft. So kann man erahnen, wie Bad Gandersheim eingebettet ist, und hat Ansichten der Stadt von oben.

Als ich Bad Gandersheim verließ, ging ich kurz danach noch einmal durch noch nicht lange eröffnete neue Ausstellung in Brunshausen in Gedanken noch einmal durch und schrieb alles auf.

Dieser kurze Stadtführer war ursprünglich dafür gedacht, als gedrucktes Heft für den Stand mit Infobroschüren in der Stiftskirche ausgelegt zu werden. aber durch meinen Wegzug kam es dazu nicht mehr.
Nun, heute sind viele sowieso mit ihrem Smartphone unterwegs. Da ist ein eBook gar nicht verkehrt.

Gerade dieses eBook trug am meisten dazu bei, mich für das PDF-Format zu entscheiden, denn so gut ich die Konvertierung in EPUB mit in den anderen eBooks halbwegs hinbekam, bei diesem Stadtführer kam nur Mist heraus.
Bei Amazon ist mittlerweile alles gelöscht. Aber ist ein anderes Thema, dass ich in einem anderen Blogartikel bereits behandelt habe.

Was meint ihr? Wünscht ihr euch gedruckte Exemplare des kleinen Führers? Schreibt es mir in die Kommentare. 💖



...

Unterm Birnbaum

 Kicki hatte es sich bequem gemacht. Unter einem Birnbaum hatte sie eine Decke und ein Sitzkissen gelegt, auf dem sie nun saß und die Dahlien vor sich im Beet eindringlich betrachtete. Dann setzte sie ihren Bleistift an und begann zu skizzieren.

Strich um Strich zeichnete Kicki und vertiefte sich dabei immer mehr in Blumen und Bleistiftstriche. Schließlich schien es ihr so, als gäbe es nichts weiter um sie herum als Dahlien und Skizzenblock. Aus diesem Grund überhörte sie auch das Rufen ihrer Mutter, bis diese direkt neben ihr stand.

"Ach, hier bist du." Kicki schreckte auf.

"Was machst du da? Lass sehen." Kicki wollte das eigentlich nicht, aber schon hatte ihre Mutter ihre Zeichnung im Visier.

"Du zeichnest ja schon wieder. Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass das reine Zeitverschwendung ist? Wolltest du nicht Unkraut im Blumenbeet jäten?"

Nein, das hatte Kicki nicht gewollt und auch nicht gesagt. Das hatte ihre Mutter nur verstanden, verstehen wollen, als Kicki gesagt hatte: "ich gehe zu den Dahlien hinten beim Birnbaum."

"Leg das Zeug weg und komm ins Haus. Das Essen ist gleich fertig. Deck' bitte den Tisch. Hoffentlich ist nichts angebrannt, weil ich dich solange suchen musste. Aus dir wird nie eine vernünftige Hausfrau."

Kickis Mutter hätte noch weiter geredet, wären sie jetzt nicht im Haus angekommen. Kicki stellte bei diesen verbalen Ergüssen ihre Ohren immer auf Durchzug. Das war das beste, hatte sie gelernt.

"Gerade noch rechtzeitig", wetterte ihre Mutter weiter.

"Was ist denn los?" Kickis Vater kam ins Esszimmer. Ihre Schwester hörte sie auch schon kommen.

"Kicki hat wieder gezeichnet anstatt zu fleißig zu sein. Ich musste sie suchen, weil sie ja nie hört. Das Essen wäre deshalb fast angebrannt."

"Na so schlimm sieht es gar nicht aus. Im Gegenteil, riecht gut. Lass Kicki doch. Sind doch nur noch ein paar Tage, bis ihre Ausbildung anfängt. Da vergeht ihr die Lust schon noch an diesem Unsinn."

"Es ist kein Unsinn." Kicki wurde jetzt doch etwas wütend. "Irgendwer muss doch die Bilder malen oder zeichnen, die ihr euch an die Wand hängt."

"Und du kannst das?" Dieser missachtungsvolle Blick kam nicht nur von ihrem Vater, sogar ihre Schwester beteiligte sich daran.

"Warum nicht? Außer euch gefällt allen, was ich zeichne. Warum sollte ich nicht an mich glauben?"

"Weil du ein junges Mädchen bist, das bald eine solide Ausbildung anfängt und wahrscheinlich in ein paar Jahren heiraten und eine Familie haben wird."

"Fein habt ihr euch das ausgedacht. Aber ich habe mich bisher nur für die Ausbildung entschieden. Das andere sind eure Träume. Außerdem besuche ich Abendkurse an der HBK."

"Was?" unterbrach Kickis Mutter sie.

Unbeirrt fuhr Kicki fort:"... denn ich glaube an mich. Ich glaube an mein Talent, und ich liebe das Zeichnen." Kicki hatte nur auf den richtigen Moment gewartet, ihren Entschluss ihrer Familie mitzuteilen, denn eingeschrieben hatte sie sich schon längst.



Innen wie Außen



 In mir
Frieden

Um mich
Frieden

In der Ferne
Unruhe




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