Es war nur ein unscheinbarer Nebensatz gewesen, der diese Attraktion im Reiseführer erwähnt hatte. Nun, unser Aufenthalt galt eh eher der Erforschung von Kunst, aber jetzt schlenderten wir doch über den Rasenweg entlang eines Entwässerungsgrabens. Das Flussdelta umfasste manchen Quadratmeter und oft gab es lose Pinienwälder in diesem Gebiet. In so einen Wald bogen wir jetzt, auf einem Pfad geführt, ab.
Es war schlicht aber schön hier. Kein Vergleich zu nordischen Laub- oder Nadelwäldern. Aber er schien, von den Vögeln einmal abgesehen, nicht wirklich bewohnt zu sein. Was für Tiere lebten eigentlich in Pinienwäldern? Und doch fühlte ich mich schon nach einigen Minuten Gehzeit nicht mehr allein mit meinen Begleitern.
Und schon tauchten auch vereinzelte Spuren neben dem Pfad auf. Ob die anderen sie wohl auch gesehen hatten? Egal. Ich horchte in den Wald hinein. Ich spürte Blicke auf meiner Haut. Aber da war niemand. Ein Wunsch kam in mir auf.
Weiter und weiter gingen wir durch die friedliche Landschaft. Meine Gedanken verloren sich. Als sich unerwartet plötzlich der Pfad zu einer schlichten Lichtung hin öffnete. Und dort standen sie, einige Wildpferde des Po Deltas.
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