Samstag, 31. Januar 2026

Tricky

 Valentina dreht sich vor dem großen Wandspiegel und hält dabei eine Kamera in der Hand. Etwas Neues muss her. Die zweite Kamera ist auf ihr Spiegelbild gerichtet.
Valentina dreht sich; wie ein kleines Kind fühlt sie sich plötzlich. Sie schließt die Augen, fühlt Schwindel und fällt.
Die Kamera fest in ihrer Hand sendet sie im Fallen ihr Video. Das Eintreffen der Nachricht unterbricht Marcos Spielzug. Mürrisch schaut er auf, klickt an: "Nanu. Wer bist du? Hast du dir etwas gebrochen, geh zum Arzt, bei mir hast du dich vertippt." Endlich kann er das Spiel fortsetzen.




Morgenübung

 Leicht ist es, erobert ein Lächeln ein Gesicht.
Mut steigt an mit sich hebenden Mundwinkeln,
Freude verbreitet sich in Adern, Muskeln und Sehnen.
Und Herz schlägt leichter und löst Verzagtheit auf.





Freitag, 30. Januar 2026

Glimmspan

 Der Funke der Worte will nicht entflammen,
Zu sehr will Geschäftigkeit ihn auswehen.
Alltag. Winter. Schnellflug.
Es verlangt der Frost Tribut,
Dunkelheit verlangt nach Langsamkeit.
Beides gleichzeitig; einem Tauziehen gleich.
Und der Zugwind will Wortfunkenverlöschen.
Leise also glimmt das Feuer der Kreativität im
Winterschlaf, Wintertrotzen. Aber er wärmt.

Foto von Pixabay


Mittwoch, 28. Januar 2026

Weiter!

 Müde starrt mein Blick vorwärts.
Weiter, immer weiter.
Doch statt Fokus halten, verengt sich Blick,
Wird schmal und schmaler,
Ränder verschwimmen, werden enger
Und Unschärfe entsteht allmählich.
Ohne Pause verliert sich Realität.



p.s.: Diesmal schien das Gedicht wahr zu sprechen, denn tatsächlich streikt während des Abtippens das Internet. Und das blieb so bis in den späten Nachmittag. Das bedeutete eine echte Pause für mich. Und auch wenn ich erst den Stopp meines Schaffenswillens bedauerte, fügte ich mich schließlich, und die Pause tat mir tatsächlich gut.


Sonntag, 25. Januar 2026

Gezeiten der Liebe

 Ich fühlte die Kälte zwischen dir und mir
Gefrorene Seelen, gefrorene Seen und Berge.
Die Milde des Frühlings, die Wärme des Sommers
Sie schmolzen Stück für Stück die Eiszeit hinweg.




Samstag, 24. Januar 2026

Klein, kleiner, am kleinsten

 Es leuchtete mich einfach an. Da lag dieses kleine Päckchen im Regal. Einsam und verlassen, kein Preisschild, kein weiteres Paket, nicht einmal etwas vergleichbar Ähnliches lag rechts oder links daneben. Das machte es ja so spannend. Ich hatte so eine Päckchenform vorher noch nie gesehen, und der Name war zu neunzig Prozent mit einem leuchtenden Aufkleber verdeckt. "-30 Prozent", stand darauf. Und: "Nein zur Tonne!" 30 Prozent von was? Ich fand auch beim nochmaligen Suchen kein Preisschild. Sollte ich es wagen? Das kleine Päckchen konnte doch nicht so teuer sein. Aber Kaviargläschen waren nun auch nicht wirklich groß.
Übrigens, ich stand im Supermarkt vor einem der Kühlregale, denn ich war beim Einkaufen. Da das dreieckige Päckchen mit dem dunklen, beinahe schwarzem Inhalt weit weg vom Kaviar stand und sich eher in der Nähe vom Aufschnitt befand, griff ich zu und legte es in meinen Einkaufswagen. Soweit hatte ich sonst alles, also ging es zur Kasse.
Der Preis ähnelte wirklich mehr den Wurstwaren als einem Luxusobjekt. Glück gehabt. Nun war ich nur richtig gespannt, was ich du nun eigentlich gekauft hatte. Zuhause angekommen ging ich nach dem Verräumen des Einkaufs ans Werk. Wie öffne ich nun dieses dreieckige Etwas? Über neue 'Verpackungstricks' hatte ich mich erst neulich in einem Blogartikel ausgelassen. Aber sieh nur: Da ist tatsächlich eine Anleitung, wie ich das Dreieck, das so groß wie meine Handfläche ist, öffne auf einer Seite aufgedruckt! Ich halte mich an den Drei-Punkte-Plan. Was für ein Aufwand. Ich fühle mich anstatt eine Mahlzeit herzurichten wie beim Aufbau eines Ikearegals. Bloß nichts falsch machen! Andererseits tauchte in mir immer mehr diese Vorfreude auf, wenn mein ein Ü-Ei auspackt.
Im Gegensatz zu manchem Regal schaffe ich es, das Päckchen zu öffnen. Und ich staune. Mich lacht dunkler Seetank an, der eine Reise-Gemüse-Lachs-Mischung einhüllt. Mmhh, lecker. Aber warum macht man um so eine kleine Portion Sushi so ein großes Tamtam? Ich lege die fernöstliche Köstlichkeit auf einen Teller und greife zur Verpackung, um sie zu entsorgen. Da fällt nun doch tatsächlich ein kleiner Text auf, der nicht verklebt ist. Darauf steht, dass das auf meinem Teller kein Sushi ist, sondern es handelt sich um Onigiri, eine geformte Reiszubereitung.  Na gut, Onigiri also. Man lernt ja nie aus. 




Im Grunde

 Leise manchmal nur
Klingt Ton in mir,
Stimme, das Klopfen
Meines Herzens pocht
Gedämpft, verschlafen
Wie der Grund eines
Zugefrorenes Sees.
Wie die Fische und Pflanzen
Dort ihren Winter verbringen,
So schlägt mein Herz immer weiter.

 



Freitag, 23. Januar 2026

Winter - etwas Humor und etwas Sorge

 Arg verspäten tut sich Frühling dieses Jahr.
Dick mit Schnee ummantelt liegt alles da.
Mancher sagt: So soll es sein, so wie es immer war.
Mag sein, doch sorgen mich Meis' und Reh und auch die Katz'.
Wie lang schon wärt die eis'ge Zeit, wie lang schon Hunger.
Wie lang ist's her sie alle waren putze munter?
Ich wünsch mir Frühling her, und alles wäre bunter.
Kein Schneeglöckchen sich hinaus nur wagt,
Auch die Christros' war selten so verzagt.
Das Eis vom Dach, es traf sie hart.
Was als Schutz gedacht,
Hat diesmal nicht gut über sie gewacht.
Winter hält wacker durch
So auch du, so auch ich,
Da müssen wir eben durch.




Donnerstag, 22. Januar 2026

Die kurzen Beine

Leicht lässt Lüge sich von Lippen lösen.
Schwer wiegt Schmerz,
Wenn die kurzen Beine der Lüge ertappt
Und Vertrauen gebrochen worden ist.

Zunächst scheint leicht Lügenweg,
Aber immer bleibt ein Riss dabei.




Dienstag, 20. Januar 2026

Übungseinheiten einer noch Verschlafenen

 Im Herzen des Winters schlägt im Rhythmus des eisigen Atems 

die Kälte des Ausruhens, Entschleunigens, Tunichtsoviel wie im sonnigen Teil des Jahres.


Respektvoll

Wie ist es,
Du zu sein?
Kann ich es wissen?
Sicher, einen Teil.
Niemand will leiden,
Aber deinen Lebensweg
Kenne ich nicht.





Montag, 19. Januar 2026

Neumond

 Es scheint, als wäre die Welt so müde,
Müde vom Gezerre um ihr Wohl und Wehe,
Müde sich abwenden will vom Gewimmel um sie,
Und doch hebt unter grauen Wolken ihr Licht den Himmel an.





Samstag, 17. Januar 2026

Amsel

Siehst du dort die Amsel sitzen?
Hörst du ihren lauten Gesang?
Ganz klar sagst du: Ja.

Wie die Amsel zu sein,
Einfach sitzen, singen,
Fliegen, da sein.

Die Amsel fragt nicht:
Stört sie jemanden stört,
Ob zu laut sie wäre?

Und da, auf einmal
Erscheint ein zweiter Geist,
Lauscht berauscht der ersten.


Foto von Pexels



Freitag, 16. Januar 2026

Bad Gandersheim

 "Ich begrüße Sie ganz herzlich zu dieser Stadtführung. Meine Name ist... und ich werde sie in der nächsten Stunde durch Bad Gandersheim führen."


So oder ganz ähnlich begann ich meine Führungen zu den Sehenswürdigkeiten von Bad Gandersheim.

In den etwa zwei Jahren, die ich dort lebte, finanzierte die Stadt einen Volkhochschulkurs für angehende Stadtführer, denn daran fehlte es Bad Gandersheim 2011/2012. Nach Abschluss bekam, wer das wollte, einen Vertrag und Termine für Führungen.

Es gab drei verschiedene Führungen: Durch die Stadt, der Kaisersaal mit Stiftskirche, die Ausstellung in Kloster Brunshausen.

Wir frischgebackenen Stadtführer trafen uns regelmäßig und besuchten uns auch gegenseitig an anderen Führungsorten, Freundschaften entstanden.

Da die Motive der Engelstür von der Stiftskirche weder so richtig zur Stadtführung noch zum Kaisersaal passten und ich wohl die bibelfesteste war, entschloss ich mich für alle ein Skript dazu zu erstellen.
Ich fotografierte alle Motive und suchte alle Bibelstellen dazu heraus.

Einmal gab es einen großen Festtag in der Stadt. ich weiß nicht mehr, worum es ging, aber das Besondere war, dass ein Turm der Stiftskirche mittels einer Führung bestiegen werde konnte. Das war sonst nicht möglich. Vom Turm aus fotografierte ich die Landschaft. So kann man erahnen, wie Bad Gandersheim eingebettet ist, und hat Ansichten der Stadt von oben.

Als ich Bad Gandersheim verließ, ging ich kurz danach noch einmal durch noch nicht lange eröffnete neue Ausstellung in Brunshausen in Gedanken noch einmal durch und schrieb alles auf.

Dieser kurze Stadtführer war ursprünglich dafür gedacht, als gedrucktes Heft für den Stand mit Infobroschüren in der Stiftskirche ausgelegt zu werden. aber durch meinen Wegzug kam es dazu nicht mehr.
Nun, heute sind viele sowieso mit ihrem Smartphone unterwegs. Da ist ein eBook gar nicht verkehrt.

Gerade dieses eBook trug am meisten dazu bei, mich für das PDF-Format zu entscheiden, denn so gut ich die Konvertierung in EPUB mit in den anderen eBooks halbwegs hinbekam, bei diesem Stadtführer kam nur Mist heraus.
Bei Amazon ist mittlerweile alles gelöscht. Aber ist ein anderes Thema, dass ich in einem anderen Blogartikel bereits behandelt habe.

Was meint ihr? Wünscht ihr euch gedruckte Exemplare des kleinen Führers? Schreibt es mir in die Kommentare. 💖



...

Unterm Birnbaum

 Kicki hatte es sich bequem gemacht. Unter einem Birnbaum hatte sie eine Decke und ein Sitzkissen gelegt, auf dem sie nun saß und die Dahlien vor sich im Beet eindringlich betrachtete. Dann setzte sie ihren Bleistift an und begann zu skizzieren.

Strich um Strich zeichnete Kicki und vertiefte sich dabei immer mehr in Blumen und Bleistiftstriche. Schließlich schien es ihr so, als gäbe es nichts weiter um sie herum als Dahlien und Skizzenblock. Aus diesem Grund überhörte sie auch das Rufen ihrer Mutter, bis diese direkt neben ihr stand.

"Ach, hier bist du." Kicki schreckte auf.

"Was machst du da? Lass sehen." Kicki wollte das eigentlich nicht, aber schon hatte ihre Mutter ihre Zeichnung im Visier.

"Du zeichnest ja schon wieder. Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass das reine Zeitverschwendung ist? Wolltest du nicht Unkraut im Blumenbeet jäten?"

Nein, das hatte Kicki nicht gewollt und auch nicht gesagt. Das hatte ihre Mutter nur verstanden, verstehen wollen, als Kicki gesagt hatte: "ich gehe zu den Dahlien hinten beim Birnbaum."

"Leg das Zeug weg und komm ins Haus. Das Essen ist gleich fertig. Deck' bitte den Tisch. Hoffentlich ist nichts angebrannt, weil ich dich solange suchen musste. Aus dir wird nie eine vernünftige Hausfrau."

Kickis Mutter hätte noch weiter geredet, wären sie jetzt nicht im Haus angekommen. Kicki stellte bei diesen verbalen Ergüssen ihre Ohren immer auf Durchzug. Das war das beste, hatte sie gelernt.

"Gerade noch rechtzeitig", wetterte ihre Mutter weiter.

"Was ist denn los?" Kickis Vater kam ins Esszimmer. Ihre Schwester hörte sie auch schon kommen.

"Kicki hat wieder gezeichnet anstatt zu fleißig zu sein. Ich musste sie suchen, weil sie ja nie hört. Das Essen wäre deshalb fast angebrannt."

"Na so schlimm sieht es gar nicht aus. Im Gegenteil, riecht gut. Lass Kicki doch. Sind doch nur noch ein paar Tage, bis ihre Ausbildung anfängt. Da vergeht ihr die Lust schon noch an diesem Unsinn."

"Es ist kein Unsinn." Kicki wurde jetzt doch etwas wütend. "Irgendwer muss doch die Bilder malen oder zeichnen, die ihr euch an die Wand hängt."

"Und du kannst das?" Dieser missachtungsvolle Blick kam nicht nur von ihrem Vater, sogar ihre Schwester beteiligte sich daran.

"Warum nicht? Außer euch gefällt allen, was ich zeichne. Warum sollte ich nicht an mich glauben?"

"Weil du ein junges Mädchen bist, das bald eine solide Ausbildung anfängt und wahrscheinlich in ein paar Jahren heiraten und eine Familie haben wird."

"Fein habt ihr euch das ausgedacht. Aber ich habe mich bisher nur für die Ausbildung entschieden. Das andere sind eure Träume. Außerdem besuche ich Abendkurse an der HBK."

"Was?" unterbrach Kickis Mutter sie.

Unbeirrt fuhr Kicki fort:"... denn ich glaube an mich. Ich glaube an mein Talent, und ich liebe das Zeichnen." Kicki hatte nur auf den richtigen Moment gewartet, ihren Entschluss ihrer Familie mitzuteilen, denn eingeschrieben hatte sie sich schon längst.



Innen wie Außen



 In mir
Frieden

Um mich
Frieden

In der Ferne
Unruhe




Lichtschein | short short Story für #shortstorydienstag

 




"Nein, nein, nein." Angstvoll riss Sandra die Arme vor ihr Gesicht. Ihr Körper windete sich, um die Gefahr abzuwehren. Es schien nicht zu helfen. ES rückte immer näher. Es gab kein Entkommen. Sandra seufzte aufgebend, schrie, sich auf das Ende vorbereitend, kniff zuerst ganz fest die Augen zusammen und - einem Impuls folgend - riss sie dann ganz weit auf.
Und weg war die Gefahr. Ihr Körper bebte noch ganz und gar; ein Schatten der eben durchlittenen Pein haftete noch in Sandras Gedächtnis. Doch jetzt erhob sie sich mit automatischen Bewegungen. Sie fand alles, ohne sehen zu können, entnahm dem Päckchen ein Hölzchen, strich entlang und ein Funke berührte den Docht.
Im Nu tauchte der Lichtschein alles in behagliche Gemütlichkeit. Sandra schüttelte die Schatten des Albtraums ab und schlurfte in die Küche, um Frühstück zu machen.






Donnerstag, 15. Januar 2026

Vierbeiniger Schatz

Weißt du,
Du musst gar nichts weiter tun.
Sei einfach nur du.

Aber das bist du sowieso.
Täglich trainierst du mich:
Sei einfach du.

Denn ich
Vergess' mich schnell.
Bin sonstwo 
Nur nicht ich.

Du sagst mir,
Was du brauchst.
Dein Alter fordert genau.

Lernte ich doch,
Hörte ich doch auf mich,
Das wäre besser, auch für dich.


Foto von Mathieu Gervais auf pexels



Dienstag, 13. Januar 2026

Auch

 Die Winde der Vergangenheit
Entweder dich anwehen, oder
Du bläst sie mächtig weg.
Wie Wogen tanzen dich 
Fetzen von Verletzungen an.
Lerne, sie zu reiten, 
Sie zu nehmen wie 
Ein Surfer die Wellen.
Und bedenke, wie viele
Schöne Momente es auch gab.
 

Foto von Pixabay


Montag, 12. Januar 2026

Kalauer

 Ja, schwer zu tragen
Scheint an manchen Tagen
Die Last der Jahre.
Doch  gibt es diese Tage
Auch in jungen Jahren
-Manchmal -

Und jung fühlst du dich
- Manchmal -
In Altersjahren,
Gar wie ein Narr,
Bist du verliebt.
Aber dieser Wechsel,
Ist's nicht g'rad dies
Was menschlich ist?


KI generiert



Sonntag, 11. Januar 2026

Waldgeflüster

 Dunkel weht Wind über Tannen
Ihre Zweige rauschen über mehr
Ihre Nadeln zittern nur leicht
Sie behüten mich, der ich unter
Ihnen mein  geborgenes Lager
Errichtet habe.

 









Samstag, 10. Januar 2026

Kleinigkeit?

 Nur die Ruhe in mir 
Lässt mich dich spüren.
Spüren, nicht sehen 
Oder hören. 
Dich zu spüren allein,
Erfüllt mich mit Glück.




Freitag, 9. Januar 2026

Gezeiten

 Jung auf dieser Erde
Verspielte ich den Winter
In weißen Schneewelten.
Mein altes Herz erinnert gern sich
an Schneemann, an Schneeengel.
Schaue ich heut' mir weiße Pracht nun an;
Denk' ich doch lieber an Frühlingsblumen.
Bis dahin verschließ' ich mich
Mollig warm in meine Gedanken
Und pflanze im Herzen eine Rose.











Donnerstag, 8. Januar 2026

Nein, es trifft meine Herze doch!

 Wie eine Decke will Zaghaftigkeit
sich über mein Herz legen.
Aber warm ist diese Decke nicht.
Ein trügerischer Schein,
der meine Tränen bedecken will,
denn nicht alles im Außen scheine ich
von meiner Seele fernhalten zu können.
Darum wärme ich mich zwingend an Gedanken
der Freude und Wünsche, an das,
was ich verändern kann.




p.s: Normalerweise gehen meine Gedichte nie auf aktuelle Situationen ein. Aber mein mitfühlendes Herz schafft es einfach nicht, diese unglaublichen Ereignisse der letzten Woche ganz auszublenden. Darum verzeiht mir diese durch die Ereignisse gefärbten Worte und vertraut auf morgige sonnigere Botschaft.


Montag, 5. Januar 2026

In mir

 Welt wackelt wohl überall,
So scheint's, so mag es sein,
Sehe ich in die Ferne.
Sehe ich in mein Herz,
Ist Ferne so manches Mal ganz nah.
Besser, ich besänftige zuerst
Meinen eigenen Schmerz.


Foto von Jacub Gomez von pexels.


Samstag, 3. Januar 2026

Wohl behütet

 Weiß deckt Schnee nun alles zu,
beruhigt mit Klarheit Welt und Geist,
denn mehr Kraft benötigt Körper nun,
zu durchbrechen Schnee und Eis.
So lädt uns diese Decke ein,
weniger verschwenderisch zu sein
mit unseren Kräften;
sie zu konzentrieren, sich wiederzufinden,
seine Kräfte neu zu binden
der Blume gleich, die unter Schnee,
verborgen, nun ausruhen kann,
um bald dann wieder neu erblühen zu können.






Freitag, 2. Januar 2026

Gegenneid

 Nicht zu vergessen,
aber leicht geschieht es,
dass Liebe am stärksten ist.
In einer angstdurchfluteten Welt
ist die Entscheidung für Liebe
immer wieder neu und neu zu treffen.
Zu viele Neider durchströmen den Äther.

 




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