Samstag, 14. Februar 2026

Zimt und Muskat

 

Foto von Britta Gade auf Pixabay

Ein kleines Mädchen sitzt im Garten der „Milchbar“ in einem kleinen bayerischen Ort an einem Klapptisch und zappelt mit den Beinen.
„Sitz still. Wieviel willst du?“
Der Löffel mit der Zucker-Zimt-Mischung wandert über den Teller mit Milchreis. Michaela kann nicht still sitzen. Als die ganze Oberfläche des Reis gebräunt vom Zimtstaub ist, sagt sie: „Stopp!“


Foto von Kai Reschke auf Pixabay

 Diese Szene aus Kindertagen fliegt ihr durch den Kopf, als Michaela in ihren kleinen Topf auf dem Gaskocher auf der Terrasse ihres Gartens eine Prise Gewürze in ihn hineinrieseln lässt, während sie mit der anderen Hand im Topf umrührt. Sofort steigt ihr ein süßlicher-nussiger-lebendiger Muntermacherduft in die Nase. Alle Sinne sind geweckt. Freudig entspannt zieht sie sich mit ihrem duftenden Morgenkaffee auf ihre Gartenbank zurück. Mit dem entfleuchenden aromatischen Kaffeeduft fliegen ihre Gedanken mit in die sommerliche Morgenluft.


Chris Clementi, Pixabay





Ölig sind die duftenden Hände von Rashid. Sengend steht die Sonne seit Stunden über ihm. Und doch kann er sie hier unter den riesigen Bäumen nicht sehen. Er spürt die Wärme und die hier herrschende Feuchtigkeit, die er seit seiner Geburt kennt. Seine Nachbarn haben sich dieser schwülen Welt mit ihrem ureigenen Rhythmus angepasst. Rashid allerdings tickt ein wenig munterer, etwas lebendiger und wacher, so scheint es. Und auch jetzt, am späten Nachmittag scheint die Müdigkeit ihn nur langsam zu beschleichen. Mit einem in sich ruhendem Lächeln packt er sein Werkzeug zusammen und nimmt den Korb mit der geernteten Baumrinde auf. Eine Duftwolke erhebt sich mit dem Aufheben des Korbes. Rashid atmet tief ein.


Vugar Ahmadov, Pixabay

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Vor sich hinschaukelnd trudelt das Boot im flachen türkisgrünen Wasser. Es schlingert leicht auf den sanften Wellen dahin und daher, ziellos wie es scheint, doch ist es nur, dass es vor Ort bleibt, gehalten durch einen ankernden Strick.

Niemand scheint dort zu sein. Oder doch? Lugt da nicht ein Zipfel Stoff über der Bordkante hervor? Ein Träumender? Ein Raubender? Ein Liebender? Ein Betrunkener? Vielleicht nur eine Spiegelung vom Sonnenlicht im Meereswasser, das reflektiert.

Ein Hauch von Wind bringt die Wellen zum Kräuseln. Muskatnussduft verfängt sich am Strand, zieht weiter in das Land. Gewürzland. Land von Banda. Berauschend schön und entspannend.


Vor sich hinschaukelnd trudelt das Boot im flachen türkisgrünen Wasser. Es schlingert leicht auf den sanften Wellen dahin und daher, ziellos wie es scheint, doch ist es nur, dass es vor Ort bleibt, gehalten durch einen ankernden Strick.

Niemand scheint dort zu sein. Oder doch? Lugt da nicht ein Zipfel Stoff über der Bordkante hervor? Ein Träumender? Ein Raubender? Ein Liebender? Ein Betrunkener? Vielleicht nur eine Spiegelung vom Sonnenlicht im Meereswasser, das reflektiert.

Ein Hauch von Wind bringt die Wellen zum Kräuseln. Muskatnussduft verfängt sich am Strand, zieht weiter in das Land. Gewürzland. Land von Banda. Berauschend schön und entspannend.





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