Freitag, 31. Juli 2026

#Sommerwritingchallenge An der Grenze zur Poesie: Sommer

Sonnenaufgang

Früh hängt Dunkelheit noch in der Nacht, hält sich fest, als wollte sie der Erde noch etwas kühle Ruhe gewähren.
Doch sie kann nicht den morgendlichen Sommerwecker täuschen: Im Halbgrau des Morgens stimmen die Vögel ihr fröhliches Lied an. Und eine Minute später bricht am hohen Himmel ein Hauch Tageslicht mit einer etwas helleren Grauschattierung durch. Bis zum Sonnenaufgang dann noch etwa eine halbe Stunde.


Fernweh

Nicht weit der Blick einst fiel, doch immer hin zum vorbeirauschenden Zug.
Wohin denn nur sein Weg ihn führt?
Schnell erwachsenwerden, einsteigen, mitreisen.
Erwachsen dann, manch wilden Ort ich fand, dann fand ich dich, und fort mein Wunsch zu reisen war.


Gewitter

In den Tälern der Berge kannst du hoffen aber nicht sehen, ob ein Sommergewitter aufzieht.
Manchmal erscheinen minutenschnell Gewitterwolken, nur um genauso schnell wieder abzudrehen. Der Regen fällt im nächsten Tal nieder.
Im Flachland ist es ganz anders. Erlaubt es die Zeit, nimm dir einen Stuhl und setz dich in Schüle hinaus. Kilometerweit entfernt zieht ein Wolkenheer heran. Dann, da, da zucken exakte Blitze heraus. Immer wieder. Du denkst, jetzt ist es Zeit ins Haus zu gehen. Aber nicht doch, genieß das Spektakel, so schnell schwindet Schwüle nicht.
Donnergrollen erfüllt die Luft, Blitze zucken, jetzt erkennst zwei Kilometer entfernt Bindfädenregen wie Grauschleier fallen. Er zieht jetzt doch heran. Zeit, ins Haus zu gehen. 💥


Lagerfeuer

Wenn der Sommer endlich da ist, und es auch am Abend noch recht schön warm ist, dann mag man nicht zurück ins Haus, will so lang wie möglich bleiben draußen.
Noch ist keine Hitze aufgestaut, ein Lagerfeuer wärmt, leuchtend und duftet so gut. Anna hat einige Kartoffeln in Alufolie gewickelt, die garen jetzt im Feuer.

Foto Vadim Malitzkii


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Muschel

Ach, der Strand mit seinem feuchten Sand. Ich laufe am Wasser entlang - und natürlich, bald sind meine Schuhe halb nass. Ich trage sie fortan, schwelge im Meeresrauschen, spiele mit den ankommenden Wellen und achte nicht auf die im Sand teils verborgenen Muscheln. Vergessen vor lauter Freude, am Meer zu sein. Schön sind sie - und scharfkantig.

Foto pexels


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Schatten

Kurzfassung einer Irrfahrt

Meine Abiturzeit war hart. Nicht wegen der Prüfungen, das machte mir nichts, denn ich lerne gerne. Nein, es waren die letzten Jahre eines erbitterten Rosenkriegs im Haus.
Bei einem Sommergewittern fand sich ein seltsames Grüppchen unter unserem Scheunendach wieder; der Regen hatte uns beim Grillen überrascht. Und mit verregneter Laune verließ ich bald darauf wieder alle.
Hätte ich doch auf mein Herz gehört! Stattdessen heiratete ich diesen Mieselaunemacher.
Ich hatte wohl noch nicht genug vom Rosenkrieg, könnte man meinen.
Aber nach siebzehn Jahren wars dann doch genug, und ich verschwand. Vollständig. Die nächsten Jahr war ich nur noch ein Schatten meiner selbst.



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#poesiemontag : Ton

Wassermelone

 Die Farben des Sommers


Mit leichtem Druck durchfährt das Messer die dunkelgrüne, kühle Schale. In wenigen Schnitten fällt das leuchtende Lachsrot entgegen; schnell ist die Wassermelone auf Tellern verteilt. Einige Eiskugeln stehen schon bereit.
Doch zuerst die sommerlichste Hauptmahlzeit. In Spalten zerfällt die honiggelbe Schale mit dem hellgrünen Fruchtfleisch, gekrönt wird jede mit salzig-zartrotem Schinken. Schwester Honigmelone sättigt so gut. Schwester Wassermelone kühlt so erfrischend Gaumen und Magen.



Sommerregen

Warm hüllt Luft die sommergrüne Wiese ein. Warm war es schon länger jetzt gewesen. Warm fallen erste Tropfen vom Himmel herab. Sprühnebelgleich fordert mich die Kühle auf, durch die Blumenwiese zu tanzen. Und die horcht auf. Denn wenn meine Puste vergeht, frischt auch sie der ersehnte Sommerregen auf.

  


Picknick

Schnell wandern rustikale Köstlichkeiten in den Korb, und schon kann es los zum See gehen. Zügig ist die Picknickdecke ausgebreitet, der Korb abgestellt. Das Wasser wartet, deshalb fliegen die Kleidungsstücke förmlich von uns ab, und schon schwimmen wir im See.
Nach der Erfrischung erwartet uns das Mahl. Bruchsicheres Plastikgeschirr wird verteilt, die Sachen aus dem Korb geholt. Gemütlich genießen wir frische Luft, Ausblick und gutes Essen.
Das ist das schöne am Picknick, es vereint drei tolle Dinge: Gemeinschaft, Natur und Leckereien.


Reiselust

Manchmal ist mir nach Reisen. Aber weißt du, schöner noch ist, einfach mit dir das Auto besteigen, ein paar Sachen dabei, und einen Ausflug machen. Was für schöne Feste wir schon besucht haben, welche unerwartete kleine Abenteuer wir gemeinsam erlebt haben. Gemeinsam, das ist der Punkt. Gemeinsam vereisen ist für uns beide zu anstrengend geworden. Ohne dich mag ich nicht.
Foto Helena Lopes



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Glühwürmchen

Es gab einmal eine Zeit, da fuhr ich mit dem Fahrrad in die Abenddämmerung hinein. Sommerlich warm strich der Fahrtwind um mich herum. Ich durchstreifte die Felder, kam an einem Waldrand an, da funkelten Glühwürmchen in der Luft und spielten in getreideduftendem Abendhauch in der frischen Kühle am Wald. Schöne Kindheitserinnerungen. In den tiefen Tälern der Harzberge leuchten sie nicht.

 
Foto Yuri B. (pixabay)

Meeresrauschen


Meeresrauschen kann mich berauschen. Dieser gleichmäßige Klang ist so mächtig, die ganze Kraft des Meeres liegt darin. Und doch ist diese Kraft auch sanft. Der Ton beruhigt, das Wasser trägt, und unter der rauschenden Meeresoberfläche ist eine noch wohltuendere Stille. Nichts entspannt mehr, als durch das tiefe Meer zu gleiten.

Foto pixabay

Postkarte

Nostalgisch. Und eine schöne kleine Schreibübung für Schreibanfänger: liebe Grüße aus der Ferne nach daheim. Gibt es eigentlich noch Ansichtskarten? Fotoapparate gab es damals auch schon, und trotzdem waren diese Karten beliebt. Die Fotoabende waren dann etwas für den Herbst und Winter.
Ansichtskarten gab es auch in Museum, so konnte mein sein Lieblingsbild im Taschenformat mit nach Hause nehmen. Das, hoffe ich, ist heute noch möglich.


Foto pexels





Roadtrip

On the Road: Route 66. Berichte ließen mich als Kind von dieser Straße träumen. Nun ist mir Amerika eigentlich viel zu weit weg. Und die Zeit hat an der legendären Strecke mächtig genagt.
Endlose Weite und Einsamkeit in grandioser Landschaft, dass ist mein Bild von einem Roadtrip. Hier, in Deutschland ist alles zu eng, zu voll und auch zu kaputt dafür.


Foto pexels


Wind

Nun sitze ich schon wieder vor dir, Wind. Mir fällt nichts ein. Kein Wind. Vielleicht ist das der Punkt. Es ist heiß, kein Wind.
Foto Pixabay



Erinnerung

Süße Verlockung
    Schwelgen in höchstem Frohlocken
Liebe?
    Schwanenhalsgirlanden
Farben erweckst du
    Doch mag ich nicht sehen
Rosengirlanden
    Ich fürchte die Dornen.
Es windet Efeu das Grab zweier Menschen
Das ist die Ehe.

Foto Pixabay




Hitzeflimmern

Die kühle Frische des Morgens macht vergessen, dass der Sommer noch nicht vorbei ist. Im Aufstehen der Sonne beginnt ein neuer Sommertag. Mit Beginn ihrer Wanderung im Osten steigt sie in den Himmel auf und verbreitet ihr zunehmend warmes Licht. Im Süden angekommen, sind dann ihre Geschenke schon reichlich verteilt. Manch Blume lässt jetzt ihren Kopf ein wenig hängen, Die Vögel haben ihre Nester bezogen; der Asphalt flimmert in der Hitze. Alles schweigt und ruht bis zum Abend. Nachts flimmern dann Blitze durch die Dunkelheit. Aber die Hitze hält machtvoll den Sommerregen in den Gewitterwolken gebunden. Darüber grollen sie vor sich hin und blitzen gelegentlich auf.

Foto KI

 


Meersalz

Der Geschmack von Urlaub

Dampf steigt auf. Duft kitzelt meine Nase. Ich drehe die Gewürzmühle. Es knirscht leise, wenn die groben Meersalzkörner zerkleinert werden. Ein ehrliches Geräusch für ein ehrliches Gericht. Meine Gedanken schweifen in die Ferne. Mir kommen die Felder am Meer im Süden Mallorcas in den Sinn, wo Meersalz gewonnen wird. Die Insel hat mehr zu bieten als Ballermann. Geschmack nach Urlaub.

Foto KI



Versprechen

Niemand zwingt dich dazu zu sagen: Ich verspreche es. Also solltest du es ernst meinen, wenn du es sagst. Ich nehme diese Worte so ernst, wie Schiller es in seiner Ballade "Die Bürgschaft" beschreibt.
Aber einmal, Gott weiß es, hätte ich vielleicht mehr Mut haben sollen. Ändern kann ich es aber nicht mehr. Dafür habe ich mein Versprechen gehalten, dass Henry nicht alleine, sondern in meiner Nähe sterben sollte. Das war auch nicht einfach einzuhalten, aber soooo wichtig." Es war ein furchtbar trauriger Tag, als mein Hund von mir ging.

Foto pixabay


Wellen

In den Wellen zu schwimmen, ist sehr anstrengend. Aber schön anzusehen sind sie, und ihr Klang beruhigt das Gemüt.
An zwei Tagen hatten wir während der Tauchsafari tatsächlich hohen Wellengang, der schon vergleichbar mit der Nordsee war, wenn mir auch diese, ehrlich gesagt, ein wenig Angst einflößt. Zum Einstieg für den Tauchgang verwendeten wir deshalb ein Seil, um vom Boot Abstand zu bekommen, damit beim Abtauchen kein Unfall geschah. In den wilden Wellen arbeiteten wir uns Meter um Meter vor. Dann war es soweit: Ab in die Tiefe. Und was soll ich sagen, kaum unter der Wasseroberfläche, war das Meer ruhig und friedlich. Das hat mich dann doch überrascht.
Foto pixabay




Sternennacht

Gesegnet die Spätsommernacht. Warm öffnen sich die Tore des Himmels, und die Sterne leuchten mir entgegen. ich träume von der Ferne, von dir. Da zieht eine Sternschnuppe über den Himmel. Ich schicke ihr meine Wünsche mit, damit sie mit ihr über den Himmel fliegen können.

Ivan Palii







Augenblick

Wann war dein Wort an mich ergangen? Wortlos stiegen wir die Treppe hinab, schlenderten durch die Straßen, in ruhigen Ecken umher, eroberten den Markt zusammen - Die Süße des Sommers schmeckt nach Erdbeeren. Im Augenblick ist alles perfekt; aber die Uhr ruft uns zurück.

Foto Pixabay



Sehnsucht

Sanft streicht mein Atem dahin,
Süße Bilder folgen ihm.
Hoffnungsvolle Blicke schweifen in die Ferne;
Weit über den Horizont, den irdischen;
Lassen erglühen meine Züge;
Lassen erhaschen den frischen Hauch;
Um zu beleben meine Gedanken.
Die stoßen und seufzen sich fort,
Denn, ach - wie weit ist dieser Horizont
Wie fern, wie fern der irdische.

Foto pexels



Heimweh

Die Mittelmeersonne scheint angenehm auf meinen Bauch. Noch trage ich die Kleider von der Reise, nur Jacke und Pullover sind längst im Schrank verschwunden. Endlich Sonne, endlich ausruhen, nichts tun, für heute. Meine allgemeine Angespanntheit löst sich in der hellen Wärme auf. Im Urlaub kann man die Ferne herrlich genießen, weiß man doch, dass es nur eine festgelegte Zeitspanne mit Abstand vom Alltag ist, und man danach ins traute Heim zurückkehrt.
Verlässt man aber mit Kram und Krempel sein Zuhause - warum auch immer - wandelt sich das Fernweh des Urlaubs ganz schnell in Heimweh. Fast alles ist fremd am neuen Ort, die Leute, die Bräuche, die Geschäfte, die Straßen, ja, selbst der Regen scheint kühler zu sein. Du vermisst die Zugehörigkeit, die Vertrautheit, die vergangenen schönen Momente an den Plätzen deiner Heimat.
Wie lange wird es dauern, bis es am neuen Ort so sein wird? Wird es überhaupt jemals wieder so sein?
Nun, es gab Gründe, die Heimat zu verlassen. Die sollte man sich in solchen Momenten des Heimwehs vor Augen führen. Und dann in die Zukunft blicken.

Foto Pixabay




Eiswürfel

"Seien Sie doch so liebenswürdig und vertrauen mir eine Jugendsünde an?"
Mr. Hardzucker saß Zigarre rauchend und mit einem Glas in der Hand in seinem mächtigen ledernen Ohrensessel. Im Laufe des Gesprächs waren wir vertrauter geworden, und ich dachte darüber nach, ob es am morgigen Vormittag zur Vertragsunterzeichnung kommen würde.
"Ich trank meinen Whiskey mit Eiswürfeln."
"Und heute?" Mr. Hardzucker schien geneigt, mir ein Glas anzubieten.
"Heute verzichte ich sowohl auf das Eis als auch auf den Whiskey."
Mr. Hardzucker lehnte sich zurück, und ein stilles Lächeln eroberte sein Gesicht.


Foto Rita Bernhardt, Pixabay



Wiedersehen

Die Zeit dazwischen empfindet jeder wohl anders. Mein Hund empfindet keine Zeit, er vermisst mich, sobald die Tür ins Schloss fällt, und freut sich auf das Wiedersehen.
Manche Begegnungen sind beständig, intensiv, auch wenn zwischen dem Wiedersehen viel Zeit vergeht.
Aber wenn du unterwegs bist, wie auch ich, dehnt sich jede Minute zur Stunde bis zum Wiedersehen.

Foto Pixabay


Veranda

Hätte ich einen Wunsch frei, hätt' ich eine Veranda, ganz altmodisch aus Holz. So wie in alten amerikanischen Filmen vor dem Haus. Die Stufen, die Aussicht führt in einen Garten hinaus. Und dann in die offene Landschaft hinein.

KI



Horizont

"Ich erweitere meinen Horizont."
Talblick = Tunnelblick
Ich genieße die Aussicht.
Meine Augen entspannen beim Blick in die Ferne.
So weit ist der Blick vom Berge;
So weit reichen die Wellen des Meeres, bevor sie den Horizont berühren.
So weit sich meine Augen entspannen, entspannen sich meine Gedanken.
Mein Geist genießt, wird offen. Offen für neue Ideen und Ansichten.

Foto Pixabay




Abendhimmel

Die langen Tage des Sommers mir ein Fest sind.
Licht am Tage, wenig Dunkelheit.
Könnte man Vorrat anlegen,
im Winter davon zehren!
Ich gieße Erinnerung in meine Seele,
danke für jeden frischen Morgen,
den ausschwärmenden Abend sehe ich fast nie zu Ende gehen. 

Foto Pixabay




Leichtigkeit

Sommervögel Schwalben fliegen so herrlich leicht durch den Himmel, durchkreuzen die ätherischen Höhen bei klarer frischer Sommerluft, gleiten erstaunlich nahe über den Erdboden dahin, droht ein Gewitter sich in schwüler Luft zu entladen.

Foto Pixabay

 

Strand

Meine Füßen lieben, das warme Sommergras eines Rasens zu spüren, aber der feuchte Sand eines Strandes tut ihnen einfach nur gut. Zur Bewegung kommt das gleichmäßige Geräusch der heranrollenden Wogen hinzu und der Geruch nach Meer. Im trockenen Sand strecke ich dann meine müden Beine aus , blinzle in die Ferne und lass meine Seele mit den Wellen schwimmen.

Foto Pixabay







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